Hautpflege: Das hilft gegen Dehnungsstreifen, Orangenhaut & Co.

Die Haut hat viele Funktionen und deshalb unterschiedliche Pflegebedürfnisse. GALA zeigt, was wann hilft – von Reibeisenhaut bis Dehnungsstreifen

GALA zeigt, was wann hilft – von Reibeisenhaut bis Dehnungsstreifen

Relief­-Effekt

Schienbeine und Unterarme haben nur sehr wenig Talgdrüsen und dünnes Unterhautfettgewebe. Diese Zonen trocknen schneller aus und hinterlassen ein spezielles Hautrelief. Moleküle wie Hyaluron oder Urea sind hierfür die perfekten Feuchtigkeitsbinder. Hat die Haut bereits Risse oder ist entzündet, hilft Glyzerin, das sich wie ein Schutzfilm auf die Haut legt. Achtung beim Beinerasieren! Rasierprodukte enthalten oft Seife, sie entfetten die Haut noch mehr – wie auch heißes Duschen oder Baden.

1. Bindet Feuchtigkeit "Urea Repair Plus Lotion 10%" von Eucerin, 250 ml, ca. 16 Euro; 2. Entspannt extrem trockene Haut und stärkt deren Hautbarriere "Hautpflege Ölbad" von Frei Öl, 200 ml in zehn Beuteln à 20 ml, ca. 11 Euro; 3. Entknittert Fältchen im Nu "Timeless Décolleté" von Dr. Grandel, 50 ml, ca. 39 Euro

Orangenhaut

Bei schwachem Bindegewebe können verkürzte Fasern im Gewebenetz die Oberhaut nach unten ziehen. Dadurch entstehen Dellen. Das startet als harmlose Cellulite und endet bei tieferen Kratern. Koffeinhaltige Cremes sowie Wechselduschen und Bürstmassagen regen die Durchblutung der Haut an, stärken das Bindegewebe und bügeln erste Orangenhaut aus. Mittelstarke Dellen gleicht man mit der Laser-Lipolyse aus: Ein Spezial-Laser zerstört Fettzellen im Unterhautfettgewebe, gleichzeitig regt Hitze das Bindegewebe zu Kollagenbildung an, die Haut strafft sich.

Für größere Flächen eignet sich die Radiodiathermie. Radiofrequenzen erhitzen das Bindegewebe, ein fokussierter Ultraschall reduziert das Fettgewebe und formt es zusätzlich. Strom­stimulation in der Nachbehandlung verbessert die Lymphdrainage und den Abtransport der zerstörten Fettzellen. Für eine dauerhafte Lösung gegen tiefe Dellen empfiehlt Dr. Prager die Cellfina-Methode. Dabei werden die verkürzten Bindegewebsstränge einige Millimeter unter der Haut präzise gelöst. So entsteht wieder eine gleichmäßige Oberfläche.

Parmesansohlen

Sind die Schuhe zu eng oder drücken, bildet die Haut eine schützende Hornschicht. Da diese vom Körper als störend empfunden wird, produziert er zum Schutz noch mehr. "Auch Raspeln und Schleifgeräte stimulieren durch die Vibration einen Wachstumsreiz", sagt Dr. Philipp Marcel Buck, Dermatologe bei Goldbek Medical Hamburg. Er rät vor der Pediküre zu einem halbstündigen Basen- oder Seifenbad, bei dem die Seife die verhornten Verbindungen aufknackt. Zudem empfiehlt er eine 30-prozentige Urea-Creme und bei Druckstellen Silikon-Gelkissen.

Dehnungsstreifen

Schwangerschaft, Gewichtszunahme oder schnelles Wachsen dehnt schwaches Bindegewebe aus. Es ent­stehen Risse im Unterhautgewebe, die als Narben zurück­bleiben. Retinolcremes mildern die Streifen etwas. "Effektiver sind aber Micro-Needlings oder fraktionierte Laser", sagt Dr. Buck. "Diese hinterlassen zwar gutartige Entzündungen in der Haut, regen aber so die Kollagensynthese wieder an und lassen die Narben verschwinden."

1. Feuchtigkeit spendende Bodylotion "Clarins Lait Corps Hydratant Velours XL" von Clarins, 400 ml, ca. 20 Euro; 2. Elektrische Rückenbürste mit extralangem Stab "Body Brush Extension Han­dle" von Clarisonic, ca. 29 Euro (zurzeit nur in USA erhältlich); 3. Mildert und reduziert Dehnungsstreifen "Bi-Oil" von Bi-Oil, 25 ml, ca. 5 Euro

Pusteln auf Rücken und Schultern

Der obere Rücken gehört zu den seborrhoischen Regionen, das heißt: Hier gibt es mehr Talgdrüsen als sonst am Körper. Verstopfen abgestorbene Hautzellen die Poren, sammelt sich dort Talg an, Entzündungen entstehen. Um den Talgfluss zu verbessern, eignen sich abrasive, also mechanische Peelings. Danach die Haut mit fettfreier Lotion oder einem Gel eincremen. Sportler, die zu diesem Hauttyp neigen, sollten auf ihre Kleidung achten: Funktionsstoffe leiten zwar den Schweiß ab, nicht aber die Hitze. "Dort verbreiten sich die Bakterien besonders schnell, was wiederum zu Pusteln führt", sagt Dr. Prager. "Vorsicht auch bei Nahrungsergänzungsmitteln für Muskelaufbau, die enthaltenen Zusätze können ebenfalls schneller Pickel verursachen."

Knitterfältchen

Das unbedeckte Dekolleté ist eine typische Sonnenterrasse, die ständig der UV-Strahlung ausgesetzt ist. Das schadet chronisch den Kollagen- und Elastikfasern, bringt deren Struktur durcheinander und lässt die Haut knittrig aussehen. Antioxidantien wie Vitamin C und E fangen bereits im Vorfeld freie Radikale ab und minimieren so die Faltenbildung. Schon zu spät? Zum sichtbaren Entknittern helfen auch Resveratrol (Vitamin-A-Säure) und nicht vernetzte, kurzkettige Hyaluronsäure in Cremes. Dr. Prager: "Bei ganz tiefen Falten teasern Profi-Treatments wie zum Beispiel Micro-Needling in Kombination mit Hya­luronsäure und Eigenblut die Hautregeneration, sodass wieder neue Fasern entstehen.

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Blutegel, Bienengift + Co.

Die skurrilsten Beauty-Geheimnisse der Stars

Was hinter dem "Hollywood EGF Facial" von Georgia Louise steckt, klingt erst einmal wie ein Scherz. Verwendet wird dabei nämlich ein Serum, das ein Enzym beinhaltet, das aus Zellen der Vorhaut beschnittener Säuglinge aus Korea gewonnen wird. Diese lange Erklärung sparen sich viele Hollywood-Schönheiten, die darauf schwören. Sie kürzen es mit "Penis-Facial" ab. Kate Beckinsale als auch Sandra Bullock und Cate Blanchett polstern damit ihren Teint auf. 
"Schnecken-Facial" für ein jüngeres Hautbild? Für ihre Morning-Show des britischen Radiosenders "Heart" testet Emma Bunton eine eher ungewöhnliche Beauty-Anwendung. Ihr Co-Moderator Jamie Theaston legt dem "Spice Girl" Schnecken aufs Gesicht. Ein Beauty-Trend aus Asien, bei dem der Schneckenschleim für ein straffes und ebenmäßiges Hautbild sorgen soll. 
Herzogin Catherines Anti-Aging-Maske hat es in sich. Ihren jugendlichen Teint hat die royale Schönheit vor allem dem Gift von Bienen zu verdanken.
Dieser Beauty-Trick ist wirklich nichts für schwache Nerven! Miranda Kerr unterzieht sich Blutegel-Facials, bei denen man sogar die kleinen Zähnchen spüren könnte. Zumindest gesteht sie, dass dieses Beauty-Treatment ein wenig verückt sei. Uaaaahhh!

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