Haare Wie viel Urlaub verträgt ihr Haar?

Sonne, Meer und Wind sind für die Haare ein Horrortrio, denn UV-Strahlen und Salz zehren extrem an der Substanz. Die Gute Nachricht: Dagegen kann man etwas tun!

Fünf Reisetipps für führende Köpfe

1. Seien Sie sanft zu Ihren Haaren, zerren Sie bloß nicht an ihnen herum! Mit einem feinen Kamm vorsichtig von unten (!) nach oben (!) entwirren.

2. Sollte das Haar nach einem Tag am Strand verfilzt sein, waschen Sie es, ohne vorher durchzubürsten. Das Wasser spült alles, was verklebt, aus.

3. Nach dem Baden in Meer oder Pool die Haare immer mit Leitungswasser ausspülen.

4. Hut oder Turban tragen. Das ist dieses Jahr total angesagt.

5. Der Fön darf mal Pause machen. Je weniger zusätzliches heißes Gepuste, desto besser.

Pflege für schöne Urlaubstage

Bad-Hair-Days gehören nicht zum Ferienprogramm. Auch nicht beim Hin- und Rückflug. Deshalb empfehlen wir Spezialisten, die sich gezielt um die Haare kümmern

Intensiv-Pflege für gefärbtes Haar
Intensiv-Pflege für gefärbtes Haar
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Gefärbtes Haar Sobald Sonnenstrahlen auf die Haare treffen, löst das UV-Licht einen Oxidationsprozess aus, der Proteine zerstört und die Struktur schwächt. Diese chemische Reaktion trifft besonders coloriertes und aufgehelltes Haar, das durch den chemischen Umfärbeprozess bereits angegriffen ist. Das Einzige, was dagegen hilft: Immer auch on top Sonnenschutz benutzen - selbst in der Stadt -, damit nichts vergilbt oder merkwürdige Orangetöne annimmt. Moderne, unsichtbare UV-Filter für die Haare sind so raffiniert aufgebaut, dass sie garantiert nicht beschweren.

1. Versprüht Sonnenschutz plus Feuchtigkeit: "Sun Care Hydra Screen" von Revlon, 250 ml, ca. 16 Euro 2. Intensiv-Kur mit UV-Filter: "Color Protect Reconstructive Treatment" von Paul Mitchell, 150 ml, ca. 21 Euro, beim Friseur 3. Nutzt Polyphenole aus Rotwein als Schutz: "Red Vine Hair Sun" von Korres, 150 ml, ca. 15 Euro

Das richtige für fettiges Haare
Das Richtige für fettiges Haar
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Fettiges Haar Der unschöne Glanz, der im Sommer häufig entsteht, wird meist nicht durch Talg verursacht, sondern durch vermehrtes Schwitzen. Der Schweiß erleichtert zwar auch den Talgfluss - vor allem aber zieht er Staub- und Schmutzpartikelchen aus der Luft an, die einen Film um das Haar bilden. Damit sieht es schnell stumpf und fettig aus. Verstärkt wird der Effekt durch hohe Luftfeuchtigkeit. Spezialshampoos gegen fettige Haare ergeben in diesem Fall keinen Sinn, sie würden die Talgproduktion viel zu stark regulieren. Besser sind milde Shampoos, die den Belag sanft, aber gründlich entfernen.

1. "Solar Sublime shampooing huile-réparateur" von L'Oréal Professionnel, 240 ml, ca. 13 Euro; 2. Entfernt die Spuren eines wunderbar faulen Sonnentages: "Biolage After Sun Shampoo" von Matrix, 250 ml, ca. 12 Euro

Haarbändiger
Haarbändiger
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Renitentes Haar Wenn Haare machen, was sie wollen, ist der Grund dafür meist hohe Luftfeuchtigkeit und gesteigertes Schwitzen, denn auf der Kopfhaut liegen besonders viele Schweißdrüsen. Naturkrauses oder welliges Haar plustert sich dadurch auf, kringelt enthemmt in alle Richtungen und materialisiert ungeahnte Wirbel. Dagegen helfen Anti-Frizz-Produkte, die wie eine Barriere zwischen Feuchtigkeit und Haar wirken. Kuren sorgen außerdem dafür, dass der Wasserhaushalt im Haar ausgeglichen und die Schuppenschicht gleichmäßig geschlossen ist, damit weniger Feuchtigkeit aus der Umgebung aufgenommen wird.

1. Sonnenschutz und Pflege: "Huile Celeste" von Kérastase, 125 ml, ca. 24 Euro; 2. Mit nährendem Sojaöl und rekonstruierender Palmbutter: "Aufbauende Aprés-Soleil Haarmaske" von René Furterer, 200 ml, ca. 28 Euro

Besondere Pflege für strapaziertes Haar
Besondere Pflege für strapaziertes Haar
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Strapaziertes Haar Chemisch behandelte, sehr trockene oder naturkrause Haare sind so strukturschwach, dass sie permanent nach Pflege verlangen - besonders unter sommerlichen Extrembedingungen. Erträglich werden die Strapazen am Scheitel, wenn man das Haar tagsüber mit einer Sommerkur beruhigt und der Sonne so wenig Angriffsfläche wie möglich bietet. Tipp: Am besten mit einem weichen Haargummi einen Zopf binden und die empfindlichen Spitzen mit Haarnadeln feststecken, sodass sie auf keinen Fall an der Luft sind. Die Pflege sollte nach jedem Baden unbedingt erneuert werden. Wer dazu im Urlaub keine Lust hat, der verwendet wenigstens ein Fluid für die Spitzen.

1. Wird mit dem Conditioner gemischt: "Sun Concentrate" von System Professionell, 50 ml, ca. 16 Euro; 2. "Sun Reflects Leave-in Protect Spray" von Goldwell, 150 ml, ca. 13 Euro; 3. "Sheer Blonde Hair Repair Intensiv-Kur" von John Frieda, 150 ml, ca. 11 Euro

Mattes Haar Chlor und Frisur sind kein gutes Team, denn die Chemikalie reagiert mit den Proteinen der Haare. Das Resultat: ein fieser Grauschleier. Blondinen können sogar einen leichten Grünstich bekommen. Extra stumpf werden Haare, wenn das Leitungswasser noch dazu sehr kalkhaltig ist. Auch hier unbedingt mit Süßwasser nachspülen - zur Not Mineralwasser über den Kopf schütten. Das wirkt besonders gut, wenn vorher eine Tablette Acetylsalicylsäure (Aspirin & Co.) darin aufgelöst wird! Und noch besser: Vor dem Planschen einen Conditioner oder eine wasserfeste Pflege auftragen, die wie eine Barriere funktioniert.

1. "Nature's Rescue Cooling Deep Conditioner" von Redken, 125 ml, ca. 16 Euro 1. Zwei in einem: "Sun Care Hair and Body Cleanser" von Aveda, 250 ml, ca. 19 Euro

Pflege? Einfach den Händler vor Ort fragen!

In vielen Urlaubsländern gelten Naturöle als Beauty-Geheimnis schöner Haare. So ist etwa Olivenöl im gesamten Mittelmeerraum ein Allzweckmittel. Allein Spanien produziert über 1,2 Millionen Liter jährlich davon. Beachtlich, denn für einen Liter benötigt man ca. 5 Kilo Oliven. Es ist sehr reich an pflegender Ölsäure - gut für sonnengereizte Kopfhaut!

Asien dagegen schwört auf Kokosöl. Wissenschaftler fanden darin neben pflegenden Stoffen einen hohen Anteil an Laurinsäure, die antimikrobiell wirkt und daher ebenfalls ideal für die Kopfhaut ist. Einmassieren, mindestens 30 Minuten einwirken lassen, auswaschen. Achtung: Für feine Haare kann die Prozedur ziemlich plättend sein.

Kirstin Bock gala.de

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