Interview: "Ein weiblicher Mama-Körper kann richtig sexy sein"

GZSZ-Star Isabell Horn gab erst vor kurzem bekannt, dass sie zum zweiten Mal schwanger ist. Wir haben mit ihr über ihre Einstellung zu Schönheit gesprochen und warum sie sich mit ihrem After-Baby-Body keinen Stress macht

Anfang Februar verkündete GZSZ-Schauspielerin Isabell Horn, 35, auf ihrem YouTube-Kanal die freudige Nachricht: Sie und ihr Freund Jens erwarten das zweite Kind! Jetzt - einige Wochen später - sprechen wir mit der hübschen serbisch-deutschen Schauspielerin über die bevorstehende Schwangerschaft und warum es in ihren Augen die Pflicht einer jeder Mutter ist, sich genügend Zeit für sich selbst einzuräumen. 

Isabell Horn im GALA-Interview 

GALA: Wie haben Sie sich gefühlt, als Sie erfahren haben, dass Sie das zweite Mal schwanger sind?  
Isabell Horn: Zwei oder drei Schwangerschaftstests habe ich gekauft, um auch wirklich auf Nummer sicher zu gehen. Dass es direkt beim ersten Mal klappt, hat mich doch sehr überrascht – zumal wir bei unserem ersten Kind Ella fast zwei Jahre gebraucht haben.

Was werden Sie vielleicht anders machen als Sie bei Ellas Schwangerschaft gemacht haben?
Ich würde tatsächlich vieles ähnlich machen. Ich fange bald auch wieder an mit sanftem Schwangerschafts-Yoga. Das tut mir sehr gut! 

Haben Sie einen besonderen Pflege-Tipp, um beispielsweise Dehnungsstreifen zu vermeiden? 
Einmal am Tag creme ich mich mit einer reichhaltigen Body-Lotion ein. Doch ob man als Frau letztlich Dehnungsstreifen bekommt oder nicht, hängt zum einen mit der Veranlagung und zum anderen mit der Frage zusammen, wie gut das eigene Bindegewebe ist. Meistens ist es so, dass,  wenn man bei der ersten Schwangerschaft keine Dehnungsstreifen bekommen hat, bei der zweiten ebenfalls keine zurückbleiben. Und selbst wenn: Man bekommt das wunderbarste Geschenk der Welt und uns Frauen könnte man in meinen Augen sowieso als Wunderwerk bezeichnen, da wir vieles von ganz alleine souverän und intuitiv meistern – da sind so ein paar Streifen auch egal. 

Würden Sie sagen, dass man als frisch gebackene Mutter eine andere Einstellung zu Schönheit bekommt, weil man einfach merkt, was wirklich wichtig im Leben ist? 
Definitiv! Ein weiblicher Mama-Körper kann in meinen Augen richtig sexy sein. Da zeigt sich die Natur von einer ihrer schönsten Seiten. Auf Instagram sieht man es zum Glück auch immer mehr: Frauen, die ganz offen ohne Filter oder Weichzeichner ihre Kaiserschnittnarbe oder After-Baby-Rundungen zeigen. In meinen Augen ist es wichtig, gerade auf Social-Media, ein realistisches Bild einer jungen Mutter zu geben.  

Also ist Ihnen ein wohl geformter After-Baby-Body gar nicht so wichtig?
Ich habe nach Ellas Geburtstag nie einen großen Druck verspürt schnell wieder in Form kommen zu müssen. Warum auch? Neun Monate lang ist ein Kind in mir heran gewachsen, ich habe die Strapazen einer Geburt erfolgreich überstanden und eine sehr intensive – und vielleicht auch schlaflose – Zeit mit meinem Säugling vor mir. Da ist es mir erstmal egal, wie mein Körper aussieht. Ich möchte einfach, dass es mir und meinem Kind gut geht. Um Kraft für den kleinen Nachwuchs und den mitunter herausfordernden Tag zu haben, muss man regelmäßig und gut essen – mit einer Diät nach der Geburt anzufangen, ist in meinen Augen utopisch und nicht gesund. 

Wie viel „Ich-Zeit“ bleibt Ihnen mit Kleinkind überhaupt noch? Was machen Sie in der Zeit ohne Kind?
Es ist wahnsinnig wichtig, dass sich Mütter eine „Ich-Zeit“ nehmen und auf ihre Bedürfnisse achten. Denn nur eine glückliche und ausgeglichene Mutter ist eine gute Mutter. Deswegen ist es in meinen Augen die Pflicht einer jeder Mama, sich bewusst Auszeiten zu nehmen. Das muss nicht immer eine ganze Woche sein, das kann auch mal ein Tag oder ein Abend nur für sich sein – beispielsweise auf der Couch mit einem guten Buch. Wichtig ist es, mit seinem Partner darüber zu sprechen. Es gibt ein afrikanisches Sprichwort, das ich in diesem Zusammenhang sehr passend finde, es besagt: „Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf.“ Als Mutter darf man also auch gerne mal Hilfe annehmen – egal ob von Omi, Opi oder anderen Menschen aus dem Familien- und Freundeskreis. 

Schwangere Isabell Horn

"Ich habe meinem Körper zu viel zugemutet"

Isabell Horn
Isabell Horn wirkt nach dem Schock-Moment im Flugzeug erleichtert, als wir die schwangere Schauspielerin im Interview treffen und mit ihr noch einmal über die Angst einer Fehlgeburt sprechen.
©Gala

Aber trotzdem hat man oft das Gefühl, Mütter nehmen sich diese „Zeit für sich“ nicht.
Ich denke das ist so, weil viele Frauen Angst davor haben, ihr Kind alleine zu lassen. Sie denken vielleicht, dass nur sie sich gut um das Kind kümmern können. Und natürlich schwingt auch immer das schlechte Gewissen mit. Ganz nach dem Motto „Ich bin keine gute Mutter, wenn ich mein Kind alleine lasse“ – aber das sehe ich komplett anders. 

Sie sind eine erfolgreiche Schauspielerin und kennen die Medien-Branche sehr gut. Was würden Sie sagen, wenn einer Ihrer Kinder später zum Fernsehen möchte?
Generell würde ich meine Kinder natürlich in allem unterstützen. Ich würde ihnen vielleicht raten, etwas Solides zu machen. Wir kennen es ja noch von unseren eigenen Eltern: Man kann die Ratschläge geben, aber welchen Weg man letzten Endes einschlagen möchte, das ist eine Entscheidung, die ich alleine gefällt habe und meine Kinder werden es mit Sicherheit ebenfalls selbstständig entscheiden. Aber egal zu was sie sich entscheiden, meine Unterstützung werden sie immer haben. 

Isabell Horn

Das Töchterchen ist da

Babyglück für Isabell Horn
Für werdende Eltern ist das Geschlecht des Nachwuchses oftmals eine Überraschung - nicht so bei Isabell Horn. Sie und ihr Partner Jens, mit dem sie seit 2014 liiert ist, wussten vorher, dass sie eine Tochter bekommen. Und die Freude darüber ist riesig!
©Gala
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