Guido Maria Kretschmer: Im GALA-Interview über seine neue Brillen-Kollektion

Guido Maria Kretschmer stellt seine zweite Seh- und Sonnenbrillenkollektion mit "Edel-Optics" vor. Wie viele Brillen der Designer privat besitzt und ob er Sonnenbrillen auch manchmal als Schutzschild benutzt? GALA hat mit ihm über das Thema gesprochen.

Guido Maria Kretschmer

Zu einem perfekten Outfit gehört nicht nur die perfekte Jacke zum Kleid, sondern auch das passende Schmuckstück sowie die passende Brille. Ein Umstand, den Guido Maria Kretschmer, 54, natürlich schon längst erkannt hat, weshalb er die perfekten Accessoires ganz einfach nach seinem eigenen Geschmack designt. Gerade launchte der "Shopping Queen"-Moderator seine zweite Seh- und Sonnenbrillenkollektion mit "Edel-Optics" in seiner neuen Wahl-Heimat Hamburg.

Ob der Designer grundsätzlich ein Brillen-Fan ist und ob er das stylische Accessoire auch manchmal einsetzt, um sich vor Fans zu verstecken, erzählt er im GALA-Interview.

Gala: Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer zweiten Seh- und  Sonnenbrillenkollektion mit "Edel-Optics"! Was war Ihnen beim Design besonders wichtig?

Guido Maria Kretschmer: Ich wollte Modelle designen, die besonders gut durchdacht sind und eine große Bandbreite von Gesichtsformen abdecken, das war die größte Herausforderung: Ein Look, der einfach vielen Menschen steht und durch verschiedene Farben und Gläser trotzdem individuell ist. Ich habe selten an etwas mitgearbeitet, an dem ich so lange herumgefummelt habe, bis es wirklich perfekt war. 

Haben Sie persönlich auch einen Faible für Sonnenbrillen?

Ja, ich habe ja auch lange im Süden gelebt und deswegen weiß ich auch genau, was eine gute Sonnenbrille ausmacht, ein bisschen Glas reicht da nicht. Sonnenbrillen müssen das Gesicht abdecken, das Auge schützen und stylisch sein. Und das Schöne ist ja, das man sich hinter ihnen auch verstecken kann, um ein bisschen geheimnisvoller zu wirken oder eben auch sehr präsent zu sein. Eine Sonnenbrille ist für uns Designer mehr als ein Lichtschutz, es ist ein Lebensgefühl. 

Wie viele Sonnenbrillen besitzen Sie?

Bis letzte Woche hatte ich drei, jetzt habe ich aber bestimmt fünf oder sechs, weil mir "Edel-Optics" meine Lieblingsbrillen angepasst hat. Ich dachte am Anfang erst, dass mir nur eine einzige geschickt wird, aber dann habe ich direkt so viele bekommen, da war ich am Anfang echt überrascht. Jetzt habe ich ganz schön viele Brillen.

GALA hat vor ein paar Wochen Dieter Bohlen interviewt, der erzählt hat, dass er über 500 Sonnenbrillen besitzt…

Oh was? Das finde ich aber krass. Ne, das finde ich übertrieben. 500 Sonnenbrillen? Wann will er die denn alle tragen?

Sie haben eben gesagt, dass man sich hinter einer Sonnenbrille gut verstecken kann. Tragen Sie im Alltag oft Sonnenbrillen, um unerkannt zu bleiben?

Nein, ich nutze Sonnenbrillen nicht, um unerkannt zu bleiben. Obwohl, vielleicht doch manchmal im Sommer an Plätzen, wo wirklich unheimlich viel los ist, aber das gelingt mir dann meistens auch nicht. Und sobald jemand "Hallo Guido" sagt, habe ich die Brille auch schon längst abgenommen. Als Schutzschild nutze ich Brillen nicht, aber ich kann verstehen, wieso so manche Promis das manchmal versuchen, schließlich erkennen andere Leute auch nicht immer direkt, wie die Gefühlslage des anderen aussieht. Augen sind ein großes Indiz für die Stimmung und wenn mich jemand anschaut, bin ich direkt ganz nah an der Person dran. Das ist vielleicht für viele eine große Hemmschwelle, aber ich mag es nicht, mit Menschen distanziert umzugehen. 

Werden Sie also gerne von Fans auf der Straße angesprochen?

Ich bin jetzt nicht super scharf darauf, dass im Supermarkt alle schreien "Guido wie geht’s?", manchmal denke ich mir dann auch, dass das ein bisschen zu viel ist - vor allem, wenn ich wirklich mal in Eile bin und schnell zum Bahnhof muss, dann ist das etwas schwierig. Aber grundsätzlich finde ich es nicht dramatisch, wenn Menschen auf mich zukommen. Meine Fans sind sowieso immer total nett zu mir, da habe ich wirklich Glück. Wenn man gedisst wird, ist das natürlich etwas anderes.

Das heißt, Sie bekommen nur positives Feedback?

Ja, Gott sei Dank, toi toi toi (klopft dreimal auf eine Holzkommode). Bisher hat noch keiner geschrien "Da isser wieder, der Irre" (lacht). Meine Fans sind wirklich freundlich und es wäre ja verrückt, wenn ich mich in meiner eigenen Heimat verstecken würde. Ich würde mein normales Leben für den Ruhm niemals vernachlässigen. Ich war schon immer sehr eng mit meinen Mitmenschen verbunden. Aber wenn der ein oder andere dann wirklich kein Ende findet, sage ich auch schon mal, dass ich weiter muss. Oder Frank greift ein. Im Supermarkt hat er letztens zum Beispiel gesagt: "So, jetzt muss der Guido meine Taschen tragen, nur deswegen habe ich ihn mitgenommen" (lacht). Frank kann solche Sachen immer ganz charmant verpacken. Aber es wäre ja auch wirklich bescheuert zu sagen: "So jetzt bin ich bekannt, aber will keinen Kontakt zu meinen Mitmenschen."

Verwendete Quellen: eigenes Interview

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