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Geschwollenes Gesicht Gründe und Mittel dagegen

Geschwollenes Gesicht
© Shutterstock
Wer kennt es nicht: Man wacht morgens auf, schaut in den Spiegel und muss feststellen, dass man ein völlig geschwollenes Gesicht hat. Wir erklären, woran es liegen könnte und was man dagegen tun kann.

"I woke up like this" posten schöne Influencer gern und zeigen sich (angeblich) kurz nach dem Aufwachen ungeschminkt auf einem Selfie - die Haut glatt, gleichmäßig und mit einem beneidenswerten Glow versehen. Und hier? Ein glänzendes, geschwollenes Gesicht, das man lieber direkt wieder unter der Bettdecke verbergen würde. Die Nase wirkt völlig unproportional aufgedunsen, die Augen verschwinden hinter dicken Lidern. Kennen Sie das auch?

Wenn Ihnen das bekannt vorkommt, wissen Sie sicher auch, dass so ein geschwollenes Gesicht am Morgen wirklich nerven kann. Vor allen dann, wenn man direkt morgens einen wichtigen Termin oder eine Verabredung hat. Man wirkt müde und verschlafen, denn die Schwellungen brauchen oftmals lange, bis sie verschwinden. Doch warum schwillt unser Gesicht nachts manchmal so an?

Gründe für ein geschwollenes Gesicht am Morgen und was man tun kann

Zu viel Salz oder Geschmacksverstärker

Salz hat die Eigenschaft, Wasser zu binden. Isst man insbesondere abends salzige Speisen, kann es daher zu Wassereinlagerungen im Gesicht kommen. Geschmacksverstärker wie Glutamat rufen oft empfindliche Reaktionen hervor, die sich ebenfalls in einem geschwollenen Gesicht äußern können. Um die Schwellungen am Morgen zu vermeiden, sollte man möglichst auf unverarbeitete, frische Lebensmittel setzen und diese nicht zu sehr salzen. Fast-Food und Fertiggerichte sollten möglichst vermieden werden, da diese viel Salz und jede Menge Geschmacksverstärker enthalten. Setzen Sie eher auf entwässernde Lebensmittel.

Alkohol

Wer abends getrunken hat, wird am nächsten Morgen wahrscheinlich nicht nur ein geschwollenes Gesicht haben, sondern auch den sprichwörtlich "dicken Kopf". Auch nach dem Verzehr von Alkohol kann es zu unschönen Wassereinlagerungen im Gesicht kommen. Wer regelmäßig zu viel Alkohol trinkt, riskiert sogar, dass das Gesicht dauerhaft anschwillt.

Falsch getrunken

Auch wenn (Wasser-) Trinken wichtig ist und Wassereinlagerungen verhindert, kann es diese auch hervorrufen, wenn zur falschen Tageszeit zu viel getrunken wird. Trinken Sie große Mengen am Abend, kann die Flüssigkeit durch die Schlafposition schlechter abtransportiert werden. Sie staut sich dann schnell an den verschiedensten Körperstellen - auch im Gesicht. Das ist insbesondere bei Bauchschläfern zu beobachten, da der Rückfluss der Flüssigkeit schwerer ist als bei Rücken- oder Seitenschläfern. Trinken Sie also über den gesamten Tag verteilt ausreichend Wasser oder Kräutertee und halten Sie sich abends etwas zurück. Schon dies könnte ein geschwollenes Gesicht verhindern.

Zu wenig Bewegung

Sport und Bewegung helfen, dass die Flüssigkeit im Körper gut abtransportiert werden kann. Wer eher eine Couchpotato ist und den ganzen Tag nur sitzt, wird auf Dauer merken, dass es im Körper zu Wassereinlagerungen kommt. Die machen sich nicht nur in den Händen oder den Füßen bemerkbar, sondern auch in einem geschwollenen Gesicht. Regelmäßiger Sport hilft. Sportmuffel sollten zumindest viel spazieren gehen, Treppen steigen statt Lift oder Rolltreppe fahren und auch mal das Rad statt des Autos nehmen.

Kopfkissen zu weich

Nachts im Schlaf ist Lymphflüssigkeit im Körper unterwegs, das durch das sogenannte Lymphsystem durch den Körper transportiert wird. Insbesondere Nähr- und Abfallstoffe werden so durch den Körper geführt. Liegt man mit dem Kopf zu niedrig, kann es vorkommen, dass sich Flüssigkeit im Gesicht, vorzugsweise um die Augen herum sammelt. Die Folge: Dicke Augen und ein geschwollenes Gesicht. Wenn Sie morgens oft ein dickes Gesicht haben, versuchen Sie ihren Kopf beim Schlafen etwas höher zu lagern. Das reicht oft schon aus, um ein geschwollenes Gesicht am Morgen zu vermeiden.

Allergien

Meistens merkt man ziemlich schnell, wenn man auf etwas allergisch reagiert. Manchmal sind die Reaktionen allerdings nicht so eindeutig und äußern sich in diffusen Symptomen. Wenn Sie morgens regelmäßig ein geschwollenes Gesicht haben, könnten Sie eventuell an einer leichten Staubmilben-Allergie leiden. Durch die Ausschüttung von Histamin kann es  nämlich zu Wassereinlagerungen im Gesicht kommen. Wechseln Sie doch mal Ihr altes Kissen (eventuell enthält es Staubmilben) durch ein neues aus. Manchmal schafft das schon Abhilfe.

Menstruation

Bei vielen Frauen sorgen die Hormonschwankungen vermehrt zu Wassereinlagerungen, auch im Gesicht. Meist zeigen sich diese in der zweiten Zyklushälfte. Um sie gering zu halten, sollte in dieser Zeit möglichst viel Sport getrieben und ausreichend Flüssigkeit aufgenommen werden. Den Abtransport der eingelagerten Flüssigkeit kann man durch natürlich wassertreibende Mittel wie beispielsweise Brennnessel-Tee unterstützen. Dieser sollte jedoch nur in Maßen getrunken werden. Und lassen Sie lieber die Finger von frei verkäuflichen pharmazeutischen Entwässerungsmitteln.

Milchprodukte

Gerade bei Personen, bei denen der Abbau von Laktose (Milchzucker) nicht funktioniert, kann der Verzehr von Milchprodukten zu Schwellungen und Wassereinlagerungen im Gesicht führen. Hier können Sie einen Check beim Arzt in Erwägung ziehen oder die Milchprodukte einfach mal weglassen und abwarten, ob sie zukünftig vielleicht ohne ein geschwollenes Gesicht aufwachen.

Gestose

Wenn Sie schwanger sind und plötzlich Ödeme am Körper sowie ein geschwollenes Gesicht bei sich registrieren, sollten Sie unbedingt Ihren Gynäkologen um Rat fragen. Es könnte sich um eine EPH-Gestose handeln, die auch unter der Bezeichnung Präeklampsie bekannt ist. Hierbei kommt es zu Bluthochdruck und Wassereinlagerungen.

Zu wenig Kalium

Der Mineralstoff Kalium ist ein wichtiger Regulator des Wasserhaushaltes im Körper. Wenn Sie zu viel Natrium und zu wenig Kalium aufnehmen, kann dies zu Wassereinlagerungen und einem geschwollenen Gesicht führen. Achten Sie deshalb darauf, täglich etwa 2000 bis 2500 mg Kalium aufzunehmen. Besonders gut eignen sich dafür Lebensmittel wie:

  • Trockenobst
  • Himbeeren
  • Bananen
  • Kiwis
  • verschiedene Kohlsorten
  • Paprika
  • Tomaten
  • Kürbis

Geschwollenes Gesicht: Schnelle Hilfe

Kälte

Kälte auf der Haut sorgt dafür, dass sich die Kapillaren (feinste Verzweigungen der Blut- und Lymphgefäße) zusammenziehen. Die Schwellungen gehen zurück. Speziell für die Augen können im Tiefkühlfach gelagerte Teelöffel helfen, die auf die Unterlider gelegt werden. Ein geschwollenes Gesicht kann mit sehr kaltem Wasser gewaschen werden. Das macht am Morgen ohnehin schön wach.

Massage

Eine Gesichtsmassage bringt die Durchblutung im geschwollenen Gesicht in Schwung, so dass Flüssigkeiten wieder besser abtransportiert werden können. Hierbei kann ein Jaderoller oder -stein helfen, der gleichzeitig kühlend wirkt. Diesen am besten von innen nach außen und von oben nach unten über das Gesicht führen.

Trinken

Direkt morgens damit beginnen, ausreichen Flüssigkeit zu trinken. Nur so können die Wassereinlagerungen auch wieder aus dem Körper befördert werden. Abends mit dem Trinken allerdings nicht übertreiben - dies kann einen gegenteiligen Effekt haben und ein geschwollenes Gesicht bewirken, wenn man zum Beispiel den Kopf beim Schlafen zu niedrig lagert.

Gesichtsmaske

Auch eine Gesichtsmaske kann helfen, ein geschwollenes Gesicht am Morgen schneller abzumildern. Hierfür eignet sich eine Maske mit Koffein, das hautstraffend wirkt und die Durchblutung fördert. Auch Hyaluronsäure kann einen guten abschwellenden Effekt mit sich bringen.


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