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Doutzen Kroes über Magerwahn "Ich bin Teil des Problems"


Supermodel Doutzen Kroes ist seit über 10 Jahren international gefragt. Dank ihres Traumkörpers verdient sie Millionen - und weiß doch um die Gefahren, die ihre Schönheit birgt

Ein glamouröses Jetset-Leben zwischen den Niederlanden und New York, Luxusreisen an die schönsten Strände der Welt und hochdotierte Werbeverträge: Doutzen Kroes hat es aus der holländischen Provinz Eastermar in die Top 10 der weltweiten Modelelite geschafft.

Ob als "Victoria's Secret"-Engel oder Werbegesicht für Luxusmarken aus aller Welt - Doutzen gehört zu den ganz Großen der Branche. Als wir die schöne Holländerin bei ihrer Bademodenpräsentation "Doutzen's Summer Stories" für Hunkemöller treffen, kommt jedoch auch ein vermeintlich unangenehmes Thema zur Sprache.

"Dieser Körper kommt nicht vom Hungern"

Angesprochen auf den anhaltenden Magerwahn in der Modelindustrie und das damit einhergehende schlechte Vorbild wird die zweifache Mutter ernst. "Ich weiß, dass ich Teil des Problems bin", so Kroes im Gespräch mit GALA. "Ich mache mir permanent Gedanken darüber, welches Körperideal ich verkörpere. Und ich nehme die Verantwortung an."

Eine Studie des Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) und des Bundesfachverbandes für Essstörungen e. V. (BFE) deckte kurz vor unserem Gespräch einen Zusammenhang von Essstörungen und TV-Sendungen wie "Germany's Next Topmodel" auf.

Studie belegt: TV-Formate fördern Essstörungen

Demnach gaben 58% der 241 befragten Mädchen und jungen Frauen mit Essstörungen an, dass GNTM sie in der Entwicklung ihrer eigenen Magersucht beeinflusst habe. Ein erschreckender Wert, der von den Machern der TV-Formate nicht ignoriert werden kann.

GALA-Redakteurin Kathrin mit Doutzen Kroes in Berlin
GALA-Redakteurin Kathrin mit Doutzen Kroes in Berlin
© Gala / Gala

Für Doutzen Kroes bedeutet ihr Leben in der Öffentlichkeit gleichermaßen Privileg und Pflicht. Sie möchte ehrlich über ihre Arbeit sprechen, statt mit der gängigen Lüge "Das verdanke ich nur viel Wasser und Yoga" ein Scheinbild zu projizieren.

"Mein Weg, damit umzugehen, ist der, dass ich auf allen erdenklichen Wegen und sehr offen zeigen möchte, wie viel Arbeit in diesem Körper steckt. Und dass ich ihn nicht bekommen habe, weil ich aufgehört habe, zu essen. Gesunde Ernährung, tägliche Sporteinheiten und eine gehörige Portion Glück bei den Genen sind dafür verantwortlich."

Gala


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