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Diversität bei Make-up Marken Inklusive Beauty für alle

Diverse Make-up Brands: Rihanna bei Fenty Beauty Launch bei Ulta
© Kevin Mazur / Getty Images
Diversität wird überall gepredigt, doch nur wenige Marken tragen sie auch in ihrer DNA. Diese Make-up-Brands sind Vorreiter, wenn es um inklusive Farbauswahl, alternative Schönheitsideale und genderfreie Beauty geht. 

Inhaltsverzeichnis

Diversität – was bedeutet das eigentlich bei Make-up? Eine große Auswahl an Foundation Farben anzubieten ist erst der Anfang – und trotzdem noch kein Standard. Doch nur mehr Nuancen reichen nicht aus, um als diverse Make-up Marke zu gelten. 

Diversität bei Make-up – darauf kommt es an

Nicht nur die Anzahl der verschiedenen Farbtöne ist entscheidend, sondern auch dass sie gleichmäßig auf verschiedene Hauttöne aufgeteilt sind: 20 helle Abstufungen und 5 dunkle Nuancen sind nicht divers. Auch die Untertöne spielen eine große Rolle – viele Produkte sind so formuliert, dass sie vor allem auf heller Haut schmeichelhaft aussehen. Das trifft neben Foundation auch auf Lidschatten, Bronzer, Rouge und sogar auf Lippenstifte zu. Auch Farbbezeichnungen stellen ein Problem dar: Was bedeutet die Farbe "Nude"? Hautfarben? An welchem Hautton sieht dieser Lippenstift dann "nackt" aus? 

Welche Gesellschaft bilden junge, weibliche, weiße Models mit perfekter Haut und vollen Lippen ab? Große Poren, dunkle Augenringe und Unreinheiten werden sofort retuschiert. Dieses selbstkritische Gefühl, das man beim Betrachten der perfekt inszenierten Fotos bekommt, sollte niemand spüren müssen. Ebenso sollten Beauty-Kampagne, bei denen jemand sich nicht repräsentiert fühlt, am Tisch keinen Platz mehr bekommen.  

Diversität greift jeden Menschen in seiner Einzigartigkeit auf und entkräftet die "Norm". Beauty sollte nicht auf ein spezifisches Geschlecht, Alter oder Hautbild zugeschnitten – und besonders keine Hautfarbe ausgeprägter vertreten. Diese Make-up-Marken machen es sich zur Aufgabe überholte Konventionen in Frage zu stellen und einen sicheren Raum für alle Individuen zu schaffen, die Spaß mit Make-up haben wollen. 

1. Fenty Beauty

Rihanna machte es vor – viele andere Promis zogen nach. 2017 launchte die Sängerin und Unternehmerin ihre Make-up-Marke Fenty Beauty. Ihr Alleinstellungsmerkmal: Schon beim Launch präsentierte sie 40 Foundation-Farben für jeden Haut- und Unterton. Kein Wunder, dass der Ansturm sofort groß war und die sehr hellen und dunklen Farben oft wochenlang ausverkauft waren. Endlich fühlte sich jeder gesehen – damit inspirierte Rihanna auch andere Marken, ihre Shade-Range upzudaten. Mittlerweile ist die Foundation sogar in 50 Nuancen erhältlich! Die Swatches, also Proben der Produkte auf der Haut, zeigt Fenty außerdem immer auf verschiedenen Hauttönen – immerhin sieht ein rotes Rouge auf jeder Haut verschieden aus. 

2. Milk Make-up

Sich nicht mit Diversität schmücken, aber trotzdem und selbstverständlich danach agieren: Milk Make-up macht es richtig. Die cleane und vegane amerikanische Marke sticht durch ihren diversen Anspruch auch bei der Auswahl ihrer Mitarbeiter:innen heraus. Auch wenn Milk Make-up vor allem aufgrund der Performance besonders bei Profis beliebt ist, sollten auch Schmink-Anfänger:innen einen Blick auf die Produktpalette werfen: Der Hydro Grip Primer und der Sunshine Undereye Tint zählen zu den Holy Grail Produkten in jeder Schmink-Schublade! Mannigfaltigkeit bei Models, Marketing und Brand-Ambassedors wird ebenfalls groß geschrieben. Sogar die Verpackungen der Produkte sind genderneutral, sodass jede:r gerne zugreift. 

3. Haus Laboratories 

Sie ist Stil-Ikone, Oscar-Preisträgerin und natürlich Singer-Songwriterin. Seit 2019 ist Lady Gaga auch noch Gründerin einer veganen, tierversuchsfreien und diversen Kosmetikmarke. Ganz wie sie selbst steht Haus Laboratories für Inklusivität und Selbstakzeptanz. Gaga verkündet: "Wir wollen wirklich, dass sich die Menschen frei fühlen und sich selbst lieben, egal wie sie sich identifizieren. Dies ist eine Party, zu der jeder eingeladen ist. Jeder ist eingeladen, alle Regeln zu brechen!" Noch steckt die Produktpalette in den Kinderschuhen, aber die Lidschatten Pigmente und Lip Lacquer sind für alle ein Highlight.

4. Jecca Blac

Unretuschierte Kampagnen-Fotos? Für Jecca Blac kein Problem! Make-up-Artistin Jessica Blackler gründete die Kosmetikmarke, um transsexuellen Personen einen sicheren Raum zu bieten, mit Make-up zu experimentieren. Auf der Fahne der genderfreien Marke steht:

Sei authentisch zu dir selbst, feiere deine Einzigartigkeit und sei furchtlos – du siehst fabelhaft aus. 

Im Team der Marke sind mehrere transsexuelle Frauen angestellt, um transsexuellen Personen auf ihrem Weg zur Transition zu unterstützen. Einen Teil ihres Gewinns spendet die Marke an eine Wohltätigkeitsorganisation, die das Bewusstsein für geschlechtliche Nicht-Konformität bei Kindern und jungen Erwachsenen schärft. 

5. Uoma

Uoma bedeutet wunderschön. "Schönheit beginnt in dem Moment, in dem du dich entscheidest, du selbst zu sein", ist die Botschaft der Marke. Sie setzten sich aktiv dafür ein, die Regeln der Inklusion und Vielfalt neu zu schreiben, um eine Welt der Schönheit zu schaffen, die wirklich für alle da ist. Die black owend Brand weiß, dass authentische Schönheit die ultimative Form der Selbstdarstellung ist – mit ihren Make-up-Produkten feiern sie alle Individuen in ihrer Lebendigkeit und Farbe. 51 Foundation-Farben spiegeln diese Markenidentität wider. 

Gala

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