Deutsche Kosmetik: Made in Germany

Klar, Schwarzbrot, Bier und Sauerkraut verbinden die meisten mit Heimat. Doch wussten Sie, dass auch im Beautyregal so einiges typisch Deutsch ist? Wir zeigen unsere Lieblingslabels!

Münchner Welle

Warum heimisch? Das Ehepaar Lengling vertreibt seine Düfte in der ganzen Welt – und mit ihnen immer ein Stück ihrer Münchner Heimat, denn der Verschluss ist ein in Silber gegossener echter Kieselstein aus der Isar. Ein weiterer Liebesbeweis für die bayrische Metropole ist aber auch der Duft "Eisbach", der mit seinem Namen und seinen Zitrusnoten an einen erfrischenden Moment im Englischen Garten erinnert.

Gülcan Kamps vor zehn Jahren

Diese Styling-Sünde bereut sie heute

Gülcan Kamps
Auch Moderatorin Gülcan Kamps hatte in der Vergangenheit den ein oder anderen Styling-Fehlgriff. Bei der Lambertz Monday Night verrät sie uns, was sie heute ganz anders macht als früher
©Gala

Aufs Korn genommen

Warum heimisch? Als Dr. Felix Grandel die Pfladermühle in der Augsburger Altstadt erbte, war das der Startschuss seiner Karriere – aber nicht als Müller, sondern als Gründer eines SkincareLabels. Der straffende Weizenkeim-Extrakt Epigran verhalf dem Ökonomen zum Erfolg. Heute dient die historische Mühle als Verwaltungssitz des Unternehmens.

Aus dem Walde komm ich her

Warum heimisch? "Heimat bedeutet für mich auch das Rückbesinnen auf Traditionen", sagt Wolfgang Rindchen – und setzt diesen Gedanken bei seinem Naturkosmetiklabel "Ebenholz" um. Für die vegane Männerlinie bezieht sich der Wiesbadener auf Rezepturen der alten Germanen, die auf die Heilkraft aus dem Wald setzten. Essenzen aus Kastanie, Eiche und Birkenblattextrakt bilden die Basis für "Ebenholz".

1. "Epigran Wirkstoffkonzentrat" von Dr. Grandel, 30 ml, ca. 33 Euro; 2. "Anti Age Kraftpflege" von Ebenholz, 90 ml, ca. 59 Euro, über www.ebenholz-skincare.de; 3. "Eisbach" von Lengling, Extrait de Parfum, 50 ml, ca. 185 Euro

Das kommt an!

Warum heimisch? Mittelerde? Nein, Mittelhochdeutsch! Der Vorläufer unserer heutigen Sprache ist total angesagt – zumindest beim Naturkosmetiklabel "Und Gretel", das mit Produktnamen wie "Knutzen" (drücken) oder "Lieth" (Licht) Erfolge feiert. Ein bisschen Berliner Hipness ist aber auch dabei: Die Verpackung von Lipgloss, Foundation & Co. nimmt den bunten Streetstyle der Hauptstadt auf.

Klassiker

Warum heimisch? Bereits seit 1958 konzentriert sich Eubos auf die Herstellung und Weiterentwicklung besonders milder Pflege – und gehört damit zu den Traditionsunternehmen Deutschlands. Vor allem das "Fest Waschstück" entwickelte sich schon in den Wirtschaftswunderjahren zum echten Kultobjekt.

Hamburg – New York

Warum heimisch? Auch wenn der Name etwas irreführend ist – die drei Jungs hinter The Brooklyn Soap Company sind tatsächlich in Hamburg zu Hause. Die Idee für ihr Vorhaben hatten sie jedoch während eines Praktikums in Brooklyn. "Anders als New York ist die Hansestadt bodenständig und ehrlich", finden die ehemaligen Schulfreunde. Diese Aspekte spiegeln sich in ihrer Pflege wider: Sie enthält rein pflanzliche Inhaltsstoffe und kommt ohne Schnickschnack aus.

O Tannenbaum

Warum heimisch? Hier begegnen sich zwei typisch deutsche Phänomene: die Tanne und die Kneipp-Tradition. Für die neuen Badekristalle "Waldspaziergang" bedient sich das Würzburger Unternehmen nicht nur am heimischen Wald, sondern bezieht die Salze auch aus der nahegelegenen Saline Luisenhall. Damit unterstützt es die letzte in Europa betriebene Pfannensaline, in der noch wie vor 150 Jahren Salz produziert wird.

Ab ins Grüne!

Warum heimisch? Relaxen im Garten – das ermöglicht CD mit einer neuen veganen Badelinie jetzt auch Stadtbewohnern, die kein eigenes Grün besitzen. Als Anregung für die dreiteilige Serie dienten Spaziergänge durch Gärten, Wälder und Wiesen, zum Beispiel durch einen Garten, der nach Holunderblüten und Quitte duftet.

1. "Knutzen – Apricot Shimmer" von Und Gretel, ca. 34 Euro; 2. "Badekristalle Waldspaziergang" von Kneipp, 500 g, ca. 6 Euro; 3. "Fest Waschstück" von Eubos, 125 g, ca. 3 Euro; 4. "Deodorant" von Brooklyn Soap Company, 100 ml, ca. 18 Euro; 5. "Heimische Gärten" von CD, 400 ml, ca. 3 Euro

An der Quelle

Warum heimisch? Der Schwarzwald ist nicht nur Touristenmagnet und Schauplatz der legendären TV-Klinik, sondern auch der Sitz von Annemarie Börlind. Neben der Produktion von Gesichts- und Körperpflege sowie Make-up wird hier auch Wasser aus dem unternehmenseigenen Brunnen geschöpft. Den hatte Mitgründer Walter Lindner 1976 auf dem Firmensitz in Baden-Württemberg bohren lassen, um seine Produkte ausschließlich mit reinstem Wasser anreichern zu können.

Berlin-Style

Warum heimisch? Schon als Teenager plante Anna Kuppel ihr eigenes Naturkosmetiklabel. Ihr Wunsch: den Nachhaltigkeitsgedanken fördern, landesweit und besonders in ihrer Heimatstadt Berlin. So wird die pflanzliche Skincare nicht nur in Deutschland produziert, bei der Herstellung seiner Produkte setzt das Label auch auf biologisch kontrolliertes Mineralwasser aus Brandenburg.

Abgedreht!

Warum heimisch? "Mit den richtigen Menschen kann ich mich überall zu Hause fühlen", meint Kaya-Line Knust, Geschäftsführerin von "Stop the Water While Using Me". Die Hamburgerin hat es sich zur Aufgabe gemacht, nachhaltig zu arbeiten. Ihre vegane Körperpflegelinie wird ausschließlich in Deutschland produziert und von hier weltweit versendet. Sie zielt vor allem darauf ab, Wasserressourcen zu schonen.

Punk rockt

Warum heimisch? "Dreckig bleiben" ist nicht etwa eine Absage an die Kosmetikindustrie, sondern ein Spruch, den Hamburger Punks geprägt haben. Auch die beiden Hanseaten von Atelier PMP zählen dazu. Für ihren ersten Duft ließen sie sich von den rauchigen Aromen der Großstadt-Szene inspirieren.

1. "Vitamin Energizer" von Annemarie Börlind, 15 ml, ca. 44 Euro; 2. "Dreckig Bleiben" von Atelier PMP, EdP, 50 ml, ca. 120 Euro; 3. "Cucumber Lime Soap" von Stop the Water While Using Me, 200 ml, ca. 10 Euro; 4. "Lights On Detoxifying Day Cream" von Aem Cosmetics, 30 ml, ca. 42 Euro

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