Corona-Krise: Das hilft gegen schlechte Haut im Home-Office

Die Corona-Krise verändert gerade unseren ganzen Alltag - und ja, auch unsere Haut. Viele kämpfen gerade mit massiven Hautproblemen. GALA sprach mit einem Experten über die Pflege während dieser ungewöhnlichen Zeit.

Schlechte Haut Zuhause? Das kennen jetzt viele

Wir arbeiten von Zuhause, dürfen uns nicht mehr mit Freunden draußen treffen und können nicht mehr in den Urlaub fahren. Darunter leiden nicht nur Wirtschaft, Psyche und soziale Kontakte - sondern auch unsere Haut. GALA sprach mit Dr. Murat Dağdelen, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie über Hautprobleme und die richtige Pflege zu Corona-Zeiten.

Hautprobleme im Home Office - GALA fragt einen Experten

GALA: Warum verändert sich unsere Haut so sehr, wenn wir Zuhause arbeiten?
Dr. Dağdelen: Der Körper nimmt Sauerstoff zu 95 Prozent über die Lunge und zu 5 Prozent über die Haut auf – liegt eine unzureichende Zufuhr (zum Beispiel bei zu wenig Frischluft) vor, können die Zellen nicht mit genügend Nährstoffen versorgt werden.

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Der Effekt: Die Haut sieht fahl aus und ist anfälliger für Trockenheit oder Irritationen.

Zudem kann es zu einem Vitamin-D-Mangel kommen, wenn wir nicht genügend Sonnenlicht an unsere Haut lassen. Da wir Vitamin D nicht in ausreichenden Mengen über die Nahrung aufnehmen können, benötigt der Körper Sonnenlicht, um es selbst zu produzieren. Vitamin D unterstützt die Regeneration der Haut und stärkt ihre Abwehrfunktion, unser Immunsystem, unsere Muskulatur und beugt zum Beispiel Haarausfall vor. Außerdem hebt eine ausreichende Versorgung unsere Laune.

Wie kann man seiner strapazierten Haut denn jetzt Gutes tun?
Wenn möglich, sollte man die Haut trotz Heimarbeit täglich mit Sauerstoff und auch Vitamin D versorgen. Gehen Sie wenigstens für 20 Minuten täglich an die frische Luft oder nehmen Sie die Sonnenstrahlen am geöffneten Fenster auf. Das Auftragen von Sonnenschutz dabei nicht vergessen, um der vorzeitigen Hautalterung und Hautkrebs vorzubeugen.

Muss ich meine Pflegeroutine jetzt verändern?
Da wir uns nun viel daheim aufhalten, kann man der Haut eine Auszeit zur Regeneration gönnen. Man sollte die Haut nicht mit übermäßig vielen Reinigungs- und Pflegeschritten übersättigen. Es ist wichtig, dass sie ihre natürliche Schutzbarriere aufrechterhält. Die tägliche milde Reinigung und eine dem Hauttyp entsprechende Pflege bleiben essenziell.

Mal eine Gesichtsmaske oder ein Peeling zu machen, ist natürlich auch förderlich und regt die Regenerationsprozesse der Haut an.

Make-up frei? Ja, bitte!

Ist jetzt eine gute Zeit, um auf Make-Up zu verzichten? 
Ja, wenn möglich sollten Sie jetzt auf das Tragen von Make-up verzichten, um die Haut atmen zu lassen. Es kann die Poren verstopfen, die Talgproduktion anregen und so das Hautbild verschlechtern. Vor allem wer unter Hautunreinheiten oder sogar starker Akne leidet, sollte versuchen, die Haut möglichst wenig zu reizen und nicht noch mehr Entzündungen zu provozieren.

Aber ungeschminkt in der Chat-Besprechung mit Kamera ist für viele sicher eine Herausforderung …
Natürlich kann man für virtuelle Meetings Make-up auftragen, wenn man sich ‚oben ohne‘ unwohl fühlt – fettige Hauttypen sollten darauf achten, Produkte zu verwenden, die nicht komedogen sind, um die Talgproduktion nicht noch anzuregen. Außerdem sollte das Make-up mit einem gereinigten Pinsel oder Schwamm aufgetragen werden, anstatt mit den Händen, um möglichst wenige Erreger an die Haut zu tragen.

Ich rate aber dazu, sich danach wieder abzuschminken und seiner Haut eine Erholungsphase zu gönnen.

Ausschlaggebend ist in jedem Fall eine auf die Bedürfnisse der Haut abgestimmte Reinigung und Pflege – dann sollte auch der Griff zum Make-up erlaubt sein.

Und wird meine Haut dann wieder ganz anders, wenn ich zurück ins Büro gehe?
Das kann man so pauschal nicht beantworten, sondern es kommt darauf an, wie anfällig die Haut auf äußere Einflüsse reagiert. Wer ohnehin zu problematischer Haut neigt, die auf bestimmte Inhaltsstoffe oder Hitze- und Kältewechsel empfindlich reagiert, könnte Veränderungen der Gesichtshaut bemerken – sei es Trockenheit, Neurodermitis oder Ausbrüche unreiner Haut.

Dies kann ein Ausdruck der Haut von Stress sein, der sich aber auch schnell wieder legen sollte.

Die UV-Strahlung, der wir uns insbesondere aussetzen, wenn wir uns draußen aufhalten, treibt außerdem eine vorzeitige Hautalterung voran. Daher empfehle ich jedem, täglich eine Tagescreme aufzutragen, die mindestens LSF 30 beinhaltet – auch dann, wenn die Sonne nicht direkt scheint. 

Verwendete Quellen: Eigenes Interview

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