Kolumne: Call of Beauty: Glatte Haut durch Säure

Chemische Peelings sind die Geheimwaffen der Hollywood-Stars. Warum Säure unsere Haut noch schöner macht!

Strahlender Teint durch chemische Peelings

Manchmal möchte man eine Lupe zur Hand nehmen, um in den Fotogesichtern der Stars noch eine kleine Unebenheit oder ein Indiz für ihr wahres Alter zu entdecken. Alles nur Fake? Alles Retusche? Von wegen! Dank Säurebehandlung ist die Hautbeschaffenheit vieler Berühmtheiten tatsächlich besser – gekrönt von diesem magischen Glow. Säure, das klingt nach bestialischer Folter, aber chemische Peelings gibt es in verschiedenen Intensitäten – selbst für Sensibelchen.

Jennifer Aniston: Ihren Glow verdankt sie Star-Facialist Mila Moursi mit Studios in L. A. und New York und dessen exklusiver Pflegelinie auf Basis natürlicher Fruchtsäuren

bekannte sich öffentlich zu den tiefschürfenden Peelings, die sie beim Arzt absolviert. "Du siehst zwar eine Woche aus wie ein Brandopfer! Die alte Haut schuppt sich ab, es ist entsetzlich, aber das Ergebnis ist toll", beschreibt Aniston ihre härtesten Acid-Trips. Am intensivsten wirken Trichloressigsäure (TCA-Peeling) und Phenol. Diese Lösungen dürfen, auch in leichteren Variationen, nur von Medizinern verabreicht werden – Phenol-Treatments sogar nur unter Vollnarkose. Dafür reicht die Wirkung bis in die tiefsten Hautschichten, wo sie auch das Bindegewebe stimuliert, sodass Narben und Falten verschwinden und die Haut zehn Jahre jünger aussieht.

Echte Säurejunkies dürfen das Wunderpeeling allerdings nur alle zehn bis 20 Jahren wiederholen (TCA einmal im Jahr), denn Phenol gilt als eine Substanz, die im Körper auf Herz, Leber und Niere wirken kann. Ewige Jugend für Herz-Rhythmus-Störungen? Mittels eines Peelings, das fast so aufwendig ist wie ein Facelift? Nicht immer macht sauer lustig.

Botox + OPs

Du siehst so anders aus!

Aus den ehemaligen "Friends"-Kolleginnen Jennifer Aniston und Courteney Cox sind über die Jahre ganz enge Freundinnen geworden. Zusammen alt werden, ja, aber zusammen älter aussehen? Das scheint für die beiden gar nicht infrage zu kommen.
Gut 10 Jahre später sehen die beiden nämlich so aus: Bei Courteney ist der Besuch beim Beauty-Doc nicht zu übersehen, bei Jennifer wird noch gemunkelt, wie die Verjüngungskur nach der Trennung von Justin Theroux wohl genau ausgesehen hat.  Beste Freundinnen teilen eben alles, und wenn's das Aufgeben der eigenen Mimik ist.
Jennie Garth spielte ab 1990 zehn Jahre lang die "Kelly Taylor" in der US-Kultserie "Beverly Hills, 90210". Sie blieb zwar weiterhin recht erfolgreich im Film- und TV-Business, die ganz große Karriere hat die schöne Blondine aber nicht gemacht.
Nach drei Ehen und drei Töchtern ist die im April 1972 geborene Jennie Garth noch genauso hübsch wie früher. Ihre doch sehr glatte Haut verrät aber, dass die überzeugte Vegetarierin dem Botox über die Jahre wohl doch Chancen gegeben, es glücklicherweise aber nicht masslos übertrieben hat.

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Alpha-Hydroxysäuren (AHA) und Fruchtsäure

Eine sanfte Abreibung bewirken Alpha-Hydroxysäuren (AHA) sowie Fruchtsäuren, die aus Zitronen, Äpfeln, Trauben, Zuckerrohr und Milch gewonnen werden. Sie gelten als "Einstiegssäuren", stimulieren die Erneuerung von Kollagen, binden Feuchtigkeit und stabilisieren (z. B. bei öliger oder Aknehaut) den Säureschutzmantel. Niedrig dosiert (bis zu 15 Prozent) finden sie sich in Kosmetikprodukten für die tägliche Pflege oder in Home-Care-Fruchtsäurepeelings.

Dabei spielt der exakte PH-Wert eine zentrale Rolle. Je geringer er ist, desto intensiver wirkt die enthalten Säure. Dr. , Professorin für Kosmetikwissenschaft an der Universität Hamburg, empfiehlt, sich nur von Experten in der Apotheke oder einem Dermatologen bei der Produktauswahl beraten und optimal einstellen zu lassen. Dann eignen sich Fruchtsäuren für jeden Hauttyp auch als ständige Pflegebegleiter. Schon geringere Konzentrationen lösen Aha-Erlebnisse aus. "Die Haut wird zwar dünner, allerdings in der obersten Schicht der Epidermis, wo nur die leblosen Zellen abgetragen werden", sagt Dr. . "Es kommt zu einem beschleunigten Zell-Turnover, die Zellen reifen schneller und schöner heran. Auch das Melanin verteilt sich regelmäßiger."

Angelina Jolie: Sie schwört auf regelmäßige "Triad Facials" bei ihrem New Yorker Beauty-Arzt Dr. David Colbert. Darin enthalten: Mikrodermabrasion, Lasertreats, Peeling mit Glycolsäure. Diese hat die kleinsten Moleküle und gilt als extrem gründlich.

Dieser Glow-Effekt hat Suchtpotential. Wer mehr will, geht für eine Kur zu den Profis: Eine ausgebildete Kosmetikerin darf je nach Hauttyp Konzentrationen bis zu 30 Prozent verwenden, Ärzte bis maximal 70 Prozent. Die Hautreaktionen während der knapp fünfminütigen Einwirkzeit variieren von leichtem Bitzeln, Rötungen mit Hitzewallung wie nach einem Sonnenbrand bis hin zu Hautabschuppung. Die besten Ergebnisse gibt es nach vier bis sechs Sitzungen, die alle zwei Wochen in der sonnenarmen Saison von November bis März absolviert werden. Danach wird es schwierig, denn AHAs erhöhen wie alle Säuren die Lichtempfindlichkeit der Haut – ein hoher Lichtschutz ist daher nach jedem Profipeeling ein absolutes Muss!

Stars im Schönheitssalon

Waschen, schneiden, feilen

Mindestens genauso unterhaltsam wie ihre Moderationen sind Barbara Schönebergers Instagram-Posts. Der beliebte TV-Star gewährt auf dem Kanal regelmäßig Einblicke in ihren Alltag als Moderatorin und Sängerin. Hier schickt sie Grüße aus Maske, in Form eines witzigen Selfies. 
Mit einer goldfarbenen Tuchmaske im Gesicht gönnt sich Daniela Katzenberger erst mal ein heißes Bad. Gibt es nach getaner Arbeit am Abend etwas schöneres? 
"Auch ok wenn Männer über 40 sich mal ne Feuchtigkeitsmaske machen oder?", fragt Detlev Soost seine Instgram-Follower. Wir finden das vollkommen in Ordnung, lieber Detlev. 
Giulia Siegel sagt unter diesem Instagram-Foto selbst, dass sie alles für ihre Haut tut. Sogar wenn die Beauty-Maske beim Trocknen lustige Falten schlägt.

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