Kolumne: Call of Beauty: Gib uns Sporen!

Klingt abenteuerlich, hilft aber: Warum uns Mikroorganismen schöner machen

Gwyneth Paltrow pimpt ihre Pflegemasken mit probiotischem Pulver

Die Einnahme eines weißen Pulvers gehört nicht nur bei zum täglichen Morgenritual. Gemeint sind natürlich keine aufputschenden Drogen, sondern gesundheitsfördernde Milchsäurebakterien, sogenannte Probiotika. Sie sollen als Immunschutzwächter im Darm für eine Balance der Bakterienflora sorgen. Aber warum eigentlich nur da?

Schließlich sind wir am ganzen Körper von Mikroorganismen besiedelt. Biowissenschaftler erforschen seit Jahren, wie das extrem fragile Ökosystem aus guten und bösen Bakterien in der Balance gehalten werden kann. Ihre Erkenntnisse nutzt die Kosmetikindustrie mit Produkten zum Auftragen oder Einnehmen.

1. Schutzspray: "AO+Mist von Mother Dirt, 100 ml, ca. 44 Euro; 2. Nahrungsergänzung: "Beautiful Supplement Pomegranate" von Equi London, 240 g, ca. 77 Euro, über net-a-porter; 3. Pimpt jede Pflege: "Superstart Skin Renewal Booster" von Elizabeth Arden, 30 ml, ca. 59 Euro

Besonders konsequent ist David Whitlock, Wissentschaftler und Gründer von "Mother Dirt": Er wendet die Beobachtung, dass sich Pferde zur Fellpflege im Dreck wälzen, an. Sein innovatives Spray mit lebenden Bakterien aus schmutziger Erde ist der Grund, weshalb Whitlock angeblich seit zwölf Jahren weder duscht noch badet (stattdessen nutzt er sein Spray und riecht überhaupt nicht ungewaschen). So hält er den Säureschutzmantel seiner Haut permanent aufrecht, denn der braucht nach einer Einseifung sechs Stunden, bis er sich regeneriert. das probiotische Prinzip - die schlechten Keime verdrängen und den guten dabei helfen, den optimalen pH-Wert wiederherzustellen - klappt aber auch bei moderater Körperpflege. Ein bisschen Dreck schadet nie...

1. Deckt Rötungen ab: "Redness Solutions Instant Relief"-Mineralpuder von Clinique, ca. 34 Euro; 2. Belebt mit Aromatherapie: "Firm and Revitalise Dry Body Oil" von Aurelia, 100 ml, ca, 68 Euro; 3. Glättet Knitterfältchen: "ZZ Sensitive"-Augencreme von Annemarie Börlind, 15 ml, ca. 22 Euro


Blutegel, Bienengift + Co.

Die skurrilsten Beauty-Geheimnisse der Stars

Was hinter dem "Hollywood EGF Facial" von Georgia Louise steckt, klingt erst einmal wie ein Scherz. Verwendet wird dabei nämlich ein Serum, das ein Enzym beinhaltet, das aus Zellen der Vorhaut beschnittener Säuglinge aus Korea gewonnen wird. Diese lange Erklärung sparen sich viele Hollywood-Schönheiten, die darauf schwören. Sie kürzen es mit "Penis-Facial" ab. Kate Beckinsale als auch Sandra Bullock und Cate Blanchett polstern damit ihren Teint auf. 
"Schnecken-Facial" für ein jüngeres Hautbild? Für ihre Morning-Show des britischen Radiosenders "Heart" testet Emma Bunton eine eher ungewöhnliche Beauty-Anwendung. Ihr Co-Moderator Jamie Theaston legt dem "Spice Girl" Schnecken aufs Gesicht. Ein Beauty-Trend aus Asien, bei dem der Schneckenschleim für ein straffes und ebenmäßiges Hautbild sorgen soll. 
Herzogin Catherines Anti-Aging-Maske hat es in sich. Ihren jugendlichen Teint hat die royale Schönheit vor allem dem Gift von Bienen zu verdanken.
Dieser Beauty-Trick ist wirklich nichts für schwache Nerven! Miranda Kerr unterzieht sich Blutegel-Facials, bei denen man sogar die kleinen Zähnchen spüren könnte. Zumindest gesteht sie, dass dieses Beauty-Treatment ein wenig verückt sei. Uaaaahhh!

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