Kolumne: Call of Beauty: Alles, bloß keine dicken Schichten

Diese Neuheiten sorgen jetzt dafür, dass sich ihre Vorgänger aus dem Staub machen


Als Teenager hatte ich eine glücklicherweise sehr kurze Phase, in der ich Babypuder zweckentfremdete – für mein Gesicht. Nachdem man mir dezent zu verstehen gab, dass ich damit so bleich aussehe wie Marie-Antoinette oder das Schlossgespenst von Versailles, machte ich erst mal eine strikte Puderpause. Doch ganz ohne ging es auch nicht. Und so experimentierte ich mit diversen losen und Kompaktpudern herum.

Das Ziel: Mein Gegenüber sollte sich nicht länger in meiner Nase spiegeln können. Tatsächlich jedoch machte sie nach dem Bestäuben eher den Eindruck, als gehöre sie in ein anderes Gesicht. Zum Beispiel das meines Gegenübers. Denn die Puder waren für meinen Teint fast immer zu dunkel und vor allem zu gelbstichig.

Inzwischen gibt es längst eine riesige Auswahl, die selbst für super helle Typen wie mich mit eher rötlichem Unterton passend sind. Da es mir aber ohnehin in allererster Linie um den Matt-Effekt und weniger ums Kaschieren geht, ist heute farbloser Puder ohne Braun-Pigmente das Produkt meiner Wahl.

Wie zum Beispiel mein neuer transparenter Favorit von Clarins. Der hat praktischerweise auch gleich Blotting Papers in der Schwämmchen-Schublade dabei. Genauso toll für unterwegs, wenn man auf losen Puder nicht verzichten möchte: der Neue von Givenchy. Sein violetter Ton gibt der Haut außerdem ein sanftes Leuchten. Genau wie die lichtreflektierenden blauen Pigmente im Puder von Estée Lauder für Kendall Jenner. Der lässt den Teint gerade auch auf Fotos schick aussehen. Seinen typischen Veilchenduft und einen rosy Glow schenkt mir Guerlain – zum 30. Geburtstag des bunten Puder-Perlen-Klassikers "Météorites".

Und auch wenn ich inzwischen keine Regenbogen-Einhörner mehr sehen mag, kann ich vom neu aufgelegten Rainbow-Powder von Shiseido, den ich auch als Blush und Eyeshadow benutze, gar nicht genug bekommen.

Fazit: Die Zeit der Grauschleier, den früher selbst mancher Transparent-Puder auf meiner Haut hinterließ, ist vorbei. Die neue Generation besteht aus echten Matt-Cracks. Leichte Müdigkeitserscheinungen bekommen, ohne viel Staub aufwirbeln, blaustichige Puderpigmente in den Griff.

Make-up-Fauxpas

Von Puder-Pannen und schlimmen Farben

Auch zur Gedenkfeier in der Royal Albert Hall am Abend vorher erscheint Herzogin Meghan in einem komplett schwarzen Look. Der knielange Mantel von Stella McCartney bezirzt durch eine auffällige Schleife am Bauch. Passend dazu kombiniert sie dazu eine schwarze Umhängetasche, ebenfalls von Stella McCartney. Ein eigentlich perfekter Look - wäre da nicht die Strumpfhose... 
Beim genaueren Blick in Meghans hübsches Gesicht fällt eine Kleinigkeit ins, oder besser gesagt, ums Auge: ihr viel zu heller Concealer. In Kombination mit dem bronzefarbenen Rouge ergibt sich ein starker Kontrast, der so mit Sicherheit nicht vorgesehen war. 
Das französische Modehaus hat bereits ihr Hochzeitskleid angefertigt. Zugegeben, wirklich vergleichbar sind die beiden Kleider natürlich nicht. Dennoch versetzt uns dieser Anblick gedanklich zurück zum 19. Mai 2018, dem Hochzeitstag von Prinz Harry und Herzogin Meghan - und wir geraten ein wenig ins Schwärmen. 
Tatsächlich glänzt Herzogin Meghan am Oberarm - sehr unregelmäßig. Es sieht so aus als hätte sie ihre glänzende Body-Lotion nicht ganz gleichmäßig verteilt oder ein wenig zu viel Produkt verwendet. 

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