Bräune: Unser erstes Sonnen-Date

Der Frühling wärmt die Seele und macht gute Laune. Aber Vorsicht, er hat auch ein paar Tücken! Die UV-Strahlen sind jetzt besonders intensiv - und weiße Winterbeine kommen plötzlich zum Vorschein. Doch für beides gibt's jetzt kluge Gegenrezepte

Sonnen-Date

Jetzt kommt alles raus

Die Wollpullis sind eingemottet, die Balkonkästen bepflanzt, die Flipflops stehen bereit. Aber wer fühlt sich tatsächlich schon von Kopf bis Fuß bikinitauglich? Die ersten starken Sonnenstrahlen fördern Winter-Altlasten zutage: Reibeisenpartien an Schultern und Armen und dazu Fersen, so ausgedörrt wie ein Flussbett in der Sahara. Was nun hilft, ist ein bisschen Disziplin - und sehr viel Creme. Auch Rubbel-Peelings sorgen dafür, dass sich trockene Hornschuppen im Handumdrehen verabschieden. Um möglichst viele Maßnahmen unter einen Hut zu bekommen, raten Dermatologen zum cleveren Duschen: nicht zu heiß (maximal 38 Grad) und nicht zu lange (fünf Minuten). Währenddessen den Body peelen und sofort nach dem Duschen, wenn die Haut noch feucht ist, eincremen. Das schließt nämlich noch mehr Feuchtigkeit ein.

1. Gold-Bronze-Make-up "Skinsheen Leg Spray", von Mac, ca. 28 Euro; 2. "Huile Prodigieuse Or" enthält Goldpartikel, von Nuxe, 50 ml, ca. 25 Euro; 3. Für raue Fersen: "Urea 10% Foot Cream", von LCN, 100 ml, ca. 11 Euro

Buttermilch-Beine?

Zum Strand-Outfit wollen winterweiße Beine einfach nicht passen. Also muss schnell Farbe her! Wer sich vor Selbstbräuner-Unfällen fürchtet, greift zum Body-Make-up. Es lässt sich einfach aufsprühen, hinterlässt sofort eine zarte Bräune, färbt nicht ab und verschwindet mit Seife unter der Dusche. Wer geschickt ist, kann sich mit dem Make-up sogar die Beine optisch schmaler modellieren.

Hatschi

Am Meer hat man gute Chancen, dem Pollenflug zu entkommen. Für all jene Allergiker, die keine Chance auf einen Strandurlaub haben, gibt es eine Alternative, um die Symptome zu lindern. Ärzte der Berliner Charité konnten belegen, dass Allergene nicht nur über Atemwege, sondern auch über die Poren eindringen. Einen guten Schutz leisten enzymhaltige Cremes, die die Hautbarriere stabilisieren.

Pflegeumstellung

Mit steigenden Temperaturen ändern sich auch die Bedürfnisse der Haut. Es lohnt sich also, zum Sommer hin nicht nur den Kleiderschrank, sondern auch das Pflege-Arsenal auszumisten. Weniger Fett ist jetzt mehr. Statt nach Lipiden verlangt die Haut nun nach Feuchtigkeit und Antioxidantien, um gut auszusehen. Steckt beides in speziellen Masken (am besten einmal die Woche auflegen) oder in leichten Gel-Cremes fürs Gesicht.

Die richtigen Produkte für die noch weiße Winterhaut

1. "Toleriane Ultra" von La Roche-Posay beruhigt irritierte Haut und stärkt die Hautbarriere, 40 ml, ca. 20 Euro, in Apotheken; 2. Schutzschild fürs Gesicht: "pH5 Creme" von Eucerin, 75 ml, ca. 15 Euro, in Apotheken; 3.Stärkt die Abwehr: Feuchtigkeitsmaske "Hydra Floral Anti-Pollution", von Decléor, 50 ml, ca. 30 Euro; 4.Glättet und tönt das Gesicht sommerlich frisch: Gel-Creme "Lisse Minute Autobronzant" mit einem Hauch Selbstbräuner, von Clarins, 30 ml, ca. 28 Euro

1. Nagellack "Lotus Effekt/ Fresh Excited", von Manhattan, ca. 4 Euro; 2. "Creme de Blush" No. 5 - in Pink! Von YSL, ca. 37 Euro; 3. Chanels Gloss "Lèvres Scintillantes" aus der Les-Fleurs-Kollektion, ca. 26 Euro

Für Mai-Gesichter

Jetzt ist die perfekte Zeit für frische Make-up-Experimente. Verstauen Sie das Beige undRosé mal für eine Weile in der Badezimmerschublade - und wagen Sie sich an "richtige" Farben heran. Besonders an die, um die Sie sonst einen Bogen machen. Mint, Orange und Fuchsia gehören zu den sommerlichen It-Colours, die vor allem neben den ersten Sommersprossen wunderschön aussehen. Einfach mal testen! Lässt sich ja alles wieder abwaschen...

Die Welt am Sonnentag

In unseren Breitengraden nehmen es viele mit dem Schutzfilter nicht so genau. Doch gerade im Frühling ist die Ozonschicht besonders durchlässig. Außerdem trifft sie auf sehr blasse Haut, die sich nur langsam an UV-Licht gewöhnt. Daher machen Cremes mit hohem Lichtschutzfaktor jetzt richtig viel Sinn. Die sogenannte Eigenschutzzeit - der Zeitraum, bis ungeschützte Haut durch die Sonne rot wird -, liegt bei hellhäutigen Europäern in dieser Jahreszeit bei nicht mal zehn Minuten. Tagescremes mit Breitbandfiltern und Zell-Bodyguards wie Vitamin C und E oder Lycopin, das in Tomaten steckt, helfen, die hauteigene Schutzzeit zu verlängern.

Am besten immer griffbereit halten:

1. eine Creme mit hohem Schutzfilter, z. B. "Getönte Sonnencreme" mit LSF 50, von Avène, 50 ml, ca. 16 Euro; 2. Feuchtigkeitstagescreme mit integriertem Lichtschutz: "Day Wear" von Estée Lauder, 30 ml, ca. 30 Euro;3. Sonnenschutz ist die sinnvollste Anti-Aging-Maßnahme: "Abyssine Creme + SPF 23", von Kiehl's, 50 ml, ca. 52 Euro; 4. Weißelt nicht und ist auf der Haut kaum zu spüren: das Fluid "Ultra Facial Defense SPF 50" von Skin Ceuticals, 30 ml, ca. 29 Euro

Themen

Erfahren Sie mehr: