Call of Beauty: Bequemes Bodyforming: Im Liegen sein Fett wegkriegen?

Bequemes Bodyforming ist im Trend. Unsere Kollegin machte den Selbsttest – in einer Druckwellenhose 

Funktioniert das "Bequeme Bodyforming" wirklich?

Wenn es um das Schrumpfen oder Runtertunen von viszeralem, also tief sitzendem Körperfett geht, steht reiner Sauerstoff momentan ganz hoch im Kurs.

So funktioniert der "Slimyonik Air Bodystyler"

Im Netz liest man von den skurrilsten Möglichkeiten. So setzt die japanische "Long Breath Diet" voll und ganz auf die Kraft der Lungen: Man hechelt im Ballett-Ausfallschritt ein und aus, ringt um Balance und soll dabei schlank werden. So so. Mich interessiert eher eine Wellness-Liege, die mit Druckwellen und zugeführtem Sauerstoff versteckte Fettdepots quasi im Liegen in Luft auflösen soll. Dieses Wundergerät wird bald in Fitnessclubs, Sport-Studios und Wellness-Tempeln stehen. In München wollen mir die Hersteller den "Slimyonik Air Bodystyler" vor Ort erklären. Was aussieht wie eine riesige Ski-Hose entpuppt sich als Druckkammer-Manschette. Ich muss – nur in Unterwäsche – erst in eine Hygienehose mit Füßlingen steigen, dann in das Monstrum mit den vielen Reißverschlüssen. Frau Frommer erklärt mir jeden der Schritte, die während der 45-minütigen Behandlung passieren. Die Sauerstoffbrille, so heißt der Schlauch, der mir Luft unter die Nase pustet, sitzt, die Reißverschlüsse sind bis zur Brust hochgezogen, los geht’s! 

Für sichtbare Slim-Ergebnisse empfiehlt der Hersteller etwa 10 Behandlungen, bestenfalls ein-bis zweimal die Woche. Sechs verschiedene Programme sind möglich. Zehnerkarte ab ca. 350 Euro (slimyonik.com) 

Zweiter Durchlauf: Die Entspannung setzt langsam ein 

Die Druckkammern pumpen sich langsam auf. Es fühlt sich an wie beim Blutdruckmessen, nur dass die Mega-Manschette fast den ganzen Körper fest umschlingt. Die Hose sitzt so verdammt eng am Bauch – ich kann kaum atmen und bekomme leichte Panik. Frau Frommer hält meine Hand. Die Druckwelle baut sich vom Oberbauch bis zu den Füßen in 24 Intervallen auf, übt also Stück für Stück Druck aus. Der zugeführte Sauerstoff heizt, wie der Choke beim Auto, den Fettverbrennungsmotor zusätzlich an. Das funktioniert deshalb, weil unsere Fettzellen sogenannte Triglyzeride (Neutralfette) einlagern, die aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff bestehen. Atmen wir Sauerstoff ein, oxidieren die Moleküle: Wir produzieren Kohlendioxid und Wasser – das eine wird abgeatmet, das andere wandert ins Klo. Die Druckwalze durchwandert zehnmal meinen Körper. Beim zweiten Durchlauf entspanne ich, atme tief und genieße die Massage, vor allem an den Beinen. 

Bequemes Bodyforming: Das Ergebnis

Wie viel Körperfett tatsächlich weggeatmet wurde oder ob es doch eher der Angstschweiß war, weiß ich nach der Sitzung nicht so recht. Aber ich muss nach dem Treatment sofort ins Badezimmer, und das ist ja schon mal ein gutes Zeichen. Das Lymphwasser will raus, möglichst schnell. Beim Anziehen fühlen sich meine Beine viel leichter an, die Schwellungen an den Knöcheln sind sogar ganz weg. Und das war mir die Mühe auf jeden Fall schon wert.

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Die Abnehmer

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