Beauty-Tipp: Wie oft man wirklich duschen sollte

Duschen ist für viele Menschen die Voraussetzung für einen guten Start in den Tag. Wie viel Körperpflege ist eigentlich notwendig? Reicht es wirklich, sich zwei bis drei Mal pro Woche unter die Dusche zu stellen? Oder macht das tägliche Duschen die Haut noch geschmeidiger? Wir klären die Frage, wie viel Körperpflege unser größtes Organ wirklich braucht

Nicht zu oft duschen

Es ist ein morgendliches Ritual: Bevor man das Haus verlässt, steigt man in die Dusche und sorgt für die nötige Frische. Dabei ist das gar nicht notwendig – zumindest aus hygienischen Gründen.

Denn unsere Haut hat einen eingebauten Schutzmechanismus. Kommt die Haut mit Seife und Wasser in Berührung, zerstören wir diesen zuverlässigen Schutz, der Bakterien und Keime abwehrt. Bei Menschen mit normaler Haut regeneriert sich dieser Säurefilm wieder. Im Gegensatz zu Mensch mit trockener Haut. Bei ihnen wird die sowieso schon sensible Haut noch mehr beansprucht.

Jessica Paszka

Hautkrise nach Beauty-Behandlung

Jessica Paszka
Nach einer Gesichtsbehandlung hat Jessica Paszka kurzfristig ihr Strahlen verloren.
©Gala

Nicht mit der Körperpflege übertreiben

Aber auch Menschen mit normaler Haut sollten sich nicht all zu oft duschen. Zwar ist eine gute Körperhygiene Voraussetzung für das richtige Wohlbefinden. Duschen wir jedoch zu oft und übertreiben es mit der Körperpflege, machen wir unser größtes Organ anfälliger für Keime. Wir beschädigen unsere natürlichen Hautfilm und riskieren Ekzeme und andere Hautinfektionen.

Vor allem Menschen, die unter einer Hautkrankheit wie Neurodermitis leiden, reizen ihre Haut zusätzlich und machen die sowieso schon bröckelige Barriere noch durchlässiger. Nach dem Duschen sollten deshalb pflegende, nachfettende Lotionen verwendet werden.

Unabhängig vom Hauttypen raten Dermatologen dazu, nicht zu heiß zu duschen. Das heiße Wasser trocknet die Haut zusätzlich aus, was Risse zur Folge haben könnte. Verwenden Sie also lieber lauwarmes Wasser, damit Ihre Haut geschmeidig bleibt. Seifenfreie Duschgele schonen Ihre Haut zusätzlich.

Bikini + Co.

Nasse Nixen

Marie Nasemann lässt für die Umwelt die Hüllen fallen. Auf diesem Urlaubsfoto verzieht die einstige GNTM-Kandidatin das Gesicht, weil so viele Mücken um sie herumfliegen. Sie schreibt: "Klimaszenarien zeigen, dass es selbst beim kleinstmöglichen Temperaturanstieg in Zukunft mehr Mücken geben wird. Gerade in Europa werden in etwa 20 bis 30 Jahren auch Arten heimisch, die Tropenkrankheiten wie Dengue, Malaria und Gelbfieber übertragen können." In der Tat bestätigt das "Ärzteblatt" diese dramatisch Entwicklung. Marie Nasemann liefert damit einen weiteren Grund, warum wir alle etwas klimaneutraler leben sollten.
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Zwei- bis dreimal pro Woche duschen

Wie oft Sie sich unter die Brause stellen sollten, hängt von vielen Faktoren ab. Selbst nach dem Sport oder extrem schweißtreibenden Aktivitäten reicht es vollkommen aus, wenn Sie die Stellen, an denen sich viel Schweiß bildet, mit einem feuchten Waschlappen abwischen. Besonders der Intimbereich und die Hände sollten täglich gereinigt werden.

Wenn Sie trotzdem nicht aufs tägliche Duschen verzichten wollten, sollten Sie darauf achten, dass Sie nur kurz unter die Dusche steigen und nicht alle Hautpartien mit Seife eincremen.

Welches Pflegeprodukt Ihre Haut braucht, hängt von Ihrem Hauttyp ab

Generell gilt: Je öfter Sie sich mit Waschlotionen duschen, umso mehr entziehen Sie ihr Feuchtigkeit. Haben Sie trockene und sensible Haut, sind Sie umso mehr auf Ihren natürlichen Hautschutz angewiesen. Sie sollten daher auf Pflegeprodukte verzichten, die ihr noch zusätzlich Feuchtigkeit entziehen. Verwenden Sie Duschgele im pH-Bereich von neutral (ph 7) bis sauer (pH5) und verzichten Sie lieber auf hautreizende Peelings.

Wenn Ihre Haut oft brennt, juckt oder sich rötet, sollten Sie beim Kauf zudem darauf aufpassen, dass die Waschlotion so wenig wie möglich Tenside, Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe enthalten. Sie reizen die Haut und sorgen für Irritationen.

Zwar halten fettige Hauttypen häufiges Duschen besser aus, weil sich bei ihnen die Hautzellen schneller regenerieren. Dennoch sollte man lieber milde Duschgels verwenden, weil die Haut sonst dazu angeregt wird, noch mehr Fett zu produzieren.

Generell gilt: die Dosis macht das Gift. Wenn das Quecksilber im Sommer in die Höhe schießt, bringt eine kalte Dusche oft die vermeintlich nötige Abkühlung. Doch der Schein trügt: Der Kühleffekt wirkt nur kurz. Wenig später wird dadurch die Hautdurchblutung angeregt, der nächste Schweißausbruch kommt.

Viel länger hilft dagegen, auf das Abtrocknen zu verzichten und das Wasser auf der Haut verdunsten zu lassen.

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