Beauty-Tipp: Physiognomie: Gesichterlesen für Einsteiger

Die Physiognomie beschäftigt sich mit dem äußeren Erscheinungsbild des Menschen, insbesondere mit seinen charakteristischen Gesichtszügen. Die Lehre geht davon aus, dass bestimmte Merkmale des Gesichts auf den Charakter eines Menschen schließen lassen. Wir verraten Ihnen alles Wissenswerte rund um diese spannende Theorie der Gesichterforschung

Physiognomie - Hängen Gesicht und Charakter zusammen?

Jeder Mensch beurteilt Menschen automatisch auf den ersten Blick. Ein Mensch, der viel lacht, wird automatisch als sympathisch empfunden. Hängen die Mundwinkel nach unten, lassen die Gesichtszüge auf einen traurigen Charakter schließen.

Aufgrund der Körpersprache können wir schnell eine erste Einschätzung davon machen, welchen Charakter eine Person hat. Das Zusammenspiel von Körperhaltung, Mimik und Gestik offenbart uns, einen ersten Eindruck über die Persönlichkeit unseres Gegenübers.

GALA Exklusiv

Deutsche Promis beim Styling für die Lambertz Monday Night

Fernanda Brandao, Giulia Siegel, Gala-Redakteurin Jolla
Wir begleiten zwei deutsche Promidamen bei den Styling-Vorbereitungen für die Lambertz Monday Night. Am Ende gibt es sogar eine kleine Überraschung: Wer liegt da im Hotelbett?
©Gala

Die Physiognomie geht jedoch noch einen Schritt weiter: Anhänger der Lehre sehen einen Zusammenhang zwischen den individuellen anatomischen Gegebenheiten des Gesichts und dem Charakter eines Menschen.

Beispielsweise sollen große Nasenlöcher auf ein großzügiges Wesen hinweisen, während kleine Nasenlöcher auf einen sparsamen Menschen deuten.

Bewerbungsgespräch: Sieben Tipps für einen gelungenen Auftritt

Bewerbungsgespräch

Sieben Tipps für einen gelungenen Auftritt

Umstrittene Lehre

Mit der Physiognomie haben sich schon große Gelehrte wie Aristoteles, Charles Darwin und der schweizer Pfarrer und Philosoph Johann Casper Lavater befasst. Alle sahen einen Zusammenhang zwischen den anatomischen Merkmalen und dem Charakter eines Menschen.

Doch diese Verbindung zwischen Persönlichkeit und physiologischen Eigenschaften machten sich später die Nationalsozialisten zu eigen. Sie nutzten die Physiognomie für ihre Rassenkunde und wollten damit die Vorherrschaft der nordischen Rasse beweisen und andere Menschen abwerten.

Dadurch bekam die Physiognomie den Ruf ein Mittel der Nazi-Ideologie zu sein, wovon sie sich noch immer zu befreien versucht.

Physiognomie in der chinesischen Medizin

Tatsache ist, dass die Physiognomie schon weit vor der Zweckentfremdung der Nazis ein Thema war. So ist die Physiognomie ein wichtiger Aspekt der chinesischen Medizin. Dabei legt sie den Fokus auf die drei verschiedenen Gesichtspartien: die Stirn, den mittleren Bereich des Gesichts von den Augen bis zur Nase und die untere Gesichtspartie, die Mund Kiefer und Kinn beinhaltet.

Dabei soll die Stirn den Intellekt und den Geist widerspiegeln. Der mittlere Bereich des Gesichts soll für die Seele stehen. Die untere Gesichtspartie soll den Körper repräsentieren.

Sind alle drei Gesichtspartien ausgeglichen, wird dem Menschen ein ausgewogenes Gemüt zugeschrieben. Ist ein Bereich des Gesichts größer als die anderen Partien, werden ihm bestimmte Eigenschaften zugeschrieben.

Yoga

Pflegen Sie Körper und Seele

Sieht gefährlich aus, ist aber gut für die Spann- und Dehnkraft des Körpers
Entspannung pur. Beim Yoga findet auch der Geist die Ruhe, die er braucht
Weichei-Sport war gestern. Immer mehr Männer besuchen regelmäßig das Yoga-Studio
Yoga-Anfänger sollten immer mit einem Lehrer arbeiten, um Haltungsfehler zu vermeiden

12

Physiognomie heute

Auch heutige Anhänger der Physiognomie sehen einen Zusammenhang zwischen der Dominanz bestimmter Gesichtspartien und dem Charakter.

So sind Physiognomiker der Ansicht, dass eine ausgeprägte Stirnpartie auf einen hohen Intellekt hinweist. Menschen, die eine dominante mittlere Gesichtspartie haben, sollen hingegen sehr empfindsam sein und eine gute Intuition haben. Personen mit einem markanten Kinn sollen laut der Physiognomie zielorientiert und impulsiv sein. Wer ein rundes Kinn hat, soll besonders diplomatisch sein.

Die Lehre findet besonders bei Menschen aus Berufsfeldern anhang, die sich schnell ein Bild ihres Gegenübers machen müssen. Dies gilt vor allem für Verkäufer und Personalverantwortliche eines Unternehmens.

Mittels der Körpermerkmale kann ein Bewerber beim Vorstellungsgespräch schnell eingeschätzt werden. Die physiologischen Eigenschaften geben ein unmittelbareres Bild wieder als die Körpersprache und die Kleidung, die jeder individuell beeinflussen kann.

Doch auch wenn man sich schnell durch die Physiognomie ein bewusstes oder unbewusstes Urteil macht, sollte man nicht zu sehr in Klassifizierungen denken, sondern die Menschen stets als Individuen betrachten.

Themen

Erfahren Sie mehr: