Beauty-Tipp: Foundations für einen makellosen Teint

Foundation's Thirteen – hier kommt unsere smarte Power-Truppe für einen makellosen Teint. GALA präsentiert 13 Tipps und Tricks direkt von den Laufstegen

1. Farbskala

Den individuell richtigen Makeup-Ton zu finden ist nicht einfach angesichts des riesigen Angebots, bei dem dann auch noch jedes Label seine eigene Farbskala hat. Tragen Sie beim Kauf ein helles Oberteil und testen Sie bei Tageslicht! Ansonsten könnten Farbreflexe und das künstliche Licht im Laden den Eindruck verfälschen. Streichen Sie am Übergang vom Kieferknochen zum Hals drei Töne dünn nebeneinander auf. Und nehmen Sie sich Zeit! Foundation oxidiert durch Luft und Körperwärme, die Farbe verändert sich dadurch noch. Perfekt ist am Ende die "unsichtbarste" Nuance.

2. Pinsel statt Finger

Gönnen Sie sich gute Tools, so wie die Profis. Zoe Taylor zum Beispiel, Make-up Artist bei Chanel in Großbritannien, hat ein ganzes Arsenal von Pinseln. Bei feiner Haut korrigiert sie nur Rötungen oder Schatten. Dafür stempelt sie mit einem stumpfen Pinsel die Farbe sanft ein. Ölige, großporige Haut grundiert sie mit einem flachen Modell: "Das geht schnell und gleichmäßig." Für ein natürliches Finish und bei flüssigen Foundations arbeitet sie mit dem Pinsel, der unterschiedlich lange Haare hat, streicht damit kreuz und quer übers ganze Gesicht.

Eva Longoria

Sie zeigt ihren grauen Ansatz - und wie sie ihn wieder los wird

Eva Longoria
Der Haaransatz von Eva Longoria ist während der Isolation komplett ergraut.
©Gala

3. Grundlagenforschung

Früher machten Primer das Make-up einfach nur haltbarer. Jetzt mildern sie auch noch Rötungen und Poren und verstärken die Leuchtkraft. Mit Primern auf Ölbasis kann man sich sogar die Vorab-Pflege sparen. Das ist angenehm, denn weniger Schichten führen immer auch zu einem leichteren Hautgefühl. Den Primer aber gut einziehen lassen, sonst wird das Make-up fleckig.

1 Pinsel ab 36 Euro, von Chanel, z. B. über www.harrods.com; 2 "Les Beiges Healthy Glow Foundation", ca. 53 Euro, von Chanel; 3 "Photo Finish Primer Oil" von Smashbox, ca. 37 Euro

4. Mehr ist mehr

Sie machen gerne Selfies oder haben demnächst einen wichtigen Fototermin? Dann ist die "Baking"-Technik genau richtig. Hier werden mehrere Produkte übereinander angewendet. Iris Martin, Astor-Make-up-Expertin, empfiehlt: "Jede Schicht gut einziehen lassen, damit sie sich mit der Haut verbindet. Dann verblenden, damit es keine harten Übergänge gibt." Auf jede Schicht wird mit einem feuchten Schwämmchen transparenter Fixierpuder aufgetragen.

5. Sculpting

Um Gesichter optisch zu modellieren, setzt Norman Pohl, National Make-up-Artist von Dior, auf den 3-D-Effekt, auf "Face Sculpting". Zunächst wird der Teint wie üblich ausgeglichen. Über diese Basis mit einem Braunton künstliche Schatten setzen – vom Haaransatz bis zur Höhe der Ohren, unter den Wangenknochen und den Kieferknochen. Je dunkler, je dramatischer! Highlights direkt daneben erzeugen Höhen. Lange Gesichter verkürzt man optisch durch horizontales Konturieren. Und runde Formen wirken durch Diagonalen schmaler.

6. Gute Kombi

Die Kombination aus zwei Faktoren bestimmt maßgeblich, wie natürlich unser Make-up wirkt: die Dicke der Haut und die Auftragsdicke der Foundation. Weil die Haut an der Stirn, am Nasenrücken und um die Augen herum dünner ist, genügt da eine feine Make-up-Schicht. Wangen, Nasenflügel, Kinn und Kiefer vertragen mehr: Hier finden sich vergrößerte Poren und oft auch Pigmentflecken. Für eine bessere Kontrolle in mehreren dünnen Schichten arbeiten statt nur eine einzige massiv aufzutragen.

7. Schwamm drüber!

Arbeitet man mit mehreren Nuancen, ist ein Blender, ein Schwämmchen, ein Must-have-Tool. Gerade Anfänger können Übergange damit easy verwischen. Den Blender vorab und zwischendurch mit etwas Thermalwasser einsprühen, dann nimmt er nicht so viel vom Produkt auf.

1 "Diorskin Diorblush Sculpt" von Dior, ca. 45 Euro; 2 "Mattitude Anti Shine Make Up" von Astor, ca. 8 Euro; 3 "Dream Blender" von Maybelline New York, ca. 7 Euro

8. Anti-Hangover

Wieder mal zu lange gefeiert … Die Haut wirkt ziemlich fahl und grau, vom gewünschten Glow keine Spur mehr. Jetzt sind doppelte Einsatzkräfte unerlässlich! Verwenden Sie ein Make-up, das dank spezieller Wirkstoffe, zum Beispiel dem Ruscus-Extrakt, die Mikrozirkulation ankurbelt, also das Gewebe gut durchblutet. Besonders schön, wenn es feine Goldpartikel enthält: Die kaschieren Rötungen und Unebenheiten und garantieren neue Leuchtkraft.

9. Strobing de luxe

In der Disco sorgt das Stroboskop für Lichtblitze, in der Kosmetik lassen beim Strobing gezielte Highlighter einzelne Partien erstrahlen. Das unterscheidet diese Methode vom Sculpting. Die Reflexe werden auf Wangen, Nasensteg, ins Lippenherz und in die äußeren Augenwinkel gesetzt. Extra betont wird der höchste Punkt der Wangen. Eduardo Ferreira, International Make-up-Artist für Bobbi Brown, verrät, wie Strobing alltagstauglich wird: "Den Highlighter statt über die Grundierung bereits unter eine leicht deckende Foundation setzen. Das macht einen subtilen Glow."

10. Anti-Aging

Ihre Haut ist schon länger jung, und die Foundation setzt sich deshalb schnell in den Fältchen ab? Ronald Bauer, National Make-up Artist Lancôme, mixt vor dem Auftragen immer etwas Feuchtigkeitspflege ins Make-up, vermischt alles in den Handflächen und trägt es dann in kreisförmigen Bewegungen auf. Die Pigmente verbinden sich dadurch gut mit der Haut und "verrutschen" nicht mehr so leicht.

11. Nachhilfe

Völlig klar, dass sich nach einem langen Tag irgendwann auch die beste Grundierung verabschiedet. Wichtig beim Ausbessern: immer dieselbe Textur verwenden, sonst wird das Ergebnis fleckig. Lassen Sie neue und alte Schichten mithilfe von Wärme verschmelzen. Dazu die Handflächen kräftig aneinanderreiben, dann auf die auszubessernden Stellen legen. Wirkt der Teint einfach nur matt, sorgt ein Klecks Serum beim Touch-up für Frische. Eine kleine Menge mit den Fingern vorsichtig ins Gesicht einarbeiten.

12. Concealer

Keine Experimente! Concealer unbedingt über der Foundation auftragen, so kann man zwischendurch leichter nachbessern. Rötungen und Pickelchen kaschiert man mit einem leichten Grünstich. Dunkle, bläuliche Augenringe verbessert man mit pfirsichbis gelbfarbenen Nuancen. Umrandet man nach dem Auftragen des Lippenstifts die Konturen zusätzlich mit Concealer, pusht das die Farbe, und sie läuft nicht in die Lippenfältchen.

1 "Touche Éclat Teint" von YSL, ca. 49 Euro; 2 "Highlighting Powder" von Bobbi Brown, ca. 48 Euro); 3 "Teint Visionnaire" von Lancôme, ca. 50 Euro; 4 "CK One All Day Perfection Concealer" von Calvin Klein, ca. 19 Euro

GALA-Beautychefin Frie Kicherer beim Make-up-Workshop in Tokio

13. Face-Mapping im Selbstversuch

Asiatinnen sind bei Beauty-Trends immer weit vorn, deshalb schaute sich GALA-Beautychefin Frie Kicherer jetzt wieder mal in Japan um. Von Noriko Okubo, die als Make up & Hair Artist für die Labels Shiseido und Serge Lutens arbeitet, erfuhr sie alles über die neue Methode des Face-Mappings. Es handelt sich um eine Art Guide, der die Wirkung des Make-ups bei jeder einzelnen Trägerin entschlüsselt. Analysiert werden sichtbare Parameter wie Länge, Breite und Form von Gesicht und Augen, Wangen- und Kinnkontur, Abstand von Nase und Lippen. Vor allem berücksichtigt man aber auch Charakter und Charisma und deren Wechselwirkung mit der Optik. Aus all diesen Erkenntnissen ziehen die Make-up-Experten ihre Rückschlüsse und wählen die passende Schminktechnik aus. Auf diese Weise soll sich jede Frau mit ihrem Make-up voll und ganz identifizieren können, ob sophisticated oder natürlich. Bei Frie Kicherer analysierte Noriko Okubo den Mischtyp: Augen, Brauen und obere Gesichtshälfte sind eher rund, was für Eleganz und Sanftmut spricht. Nase und Kontur sind scharf und präzise gezeichnet – Zeichen für Aktivität und Natürlichkeit. Die Augen wurden in diesem Fall kaum geschminkt, die Lippen dafür knallrot.

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