Beauty-Tipp: Apitherapie – Bienenstiche gegen Falten?

Hollywoodstars probieren ja so manch ungewöhnliche Methode aus, um sich ihr jugendliches Aussehen möglichst lang zu erhalten. Einer der wohl seltsamsten Trends, der zurzeit die Schönheitsindustrie erobert, ist die sogenannte Apitherapie, bei der Bienengift gegen Hautunebenheiten eingesetzt wird.

Bienenstiche gegen Falten – funktioniert das wirklich?

Wenn es darum geht, neue und verrückte Beauty-Trends auszuprobieren, ist auf Hollywood Verlass. Die Stars sind auf ihr jugendliches Aussehen angewiesen und deshalb in Sachen Verjüngungskur besonders experimentierfreudig.

Ein Hype, der zurzeit auch bei uns Schlagzeilen macht, ist die sogenannte Apitherapie. Vor allem seit Hollywoodschönheit sich in einem Interview mit der New York Times für diese noch relativ unbekannte Methode ausgesprochen hat, wächst das Interesse merklich. Doch was ist Apitherapie – und hilft sie wirklich?

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13.06.2018

Mit Bienen gegen die Falten

Was im ersten Moment befremdlich wirkt, ist in Wahrheit eines der ältesten naturheilkundlichen Verfahren der Welt. Vor allem in Asien wird Bienengift seit Jahrhunderten zur Bekämpfung von Krankheiten eingesetzt. In Deutschland war das Wissen um seine Wirksamkeit lange vor allem den Imkern vorbehalten. Doch mittlerweile gewinnt das Verfahren immer mehr an Beliebtheit. Obwohl seine Wirksamkeit nicht eindeutig wissenschaftlich bewiesen ist, wird Bienengift sowohl bei der Behandlung von Krankheiten wie Rheuma oder Multiple Sklerose eingesetzt wie auch als Mittel gegen Hautalterung. In einigen Kreisen wird es sogar als natürliche Alternative zu Botox gehandelt.

Bienenstich vs. Bienengift

Bienengift (auf lateinisch: Apitoxin) besteht aus verschiedenen Sekreten, welche die Honigbiene beim Zustechen verspritzt. Dadurch tritt eine örtliche Entzündungsreaktion auf, die Haut schwillt kurzfristig an und wirkt dadurch glättet. Zudem soll es angeblich die Produktion von Kollagen in der Haut fördern, da augenblicklich viel Blut an die betroffene Stelle fließt, um der Entzündung entgegen zu wirken. In der Kosmetikindustrie gibt es zurzeit zwei Arten, auf die das umstrittene Mittel eingesetzt wird: Zum einen bringen immer mehr Firmen Cremes, Gesichtsmasken und Waschgele auf den Markt, die Apitoxin enthalten und damit dem Körper suggerieren, er wäre von einer Biene gestochen worden. Zum anderen kann man sich aber auch direkt stechen lassen: Dafür werden vom Kosmetiker Bienen gereizt und dann auf die zu behandelnde Hautstelle gesetzt. Mittlerweile ist es allerdings auch möglich, das Bienengift zu sammeln und dann mittels Spritze in die gewünschte Hautpartie zu injizieren.

Botox + OPs

Du siehst so anders aus!

Aus den ehemaligen "Friends"-Kolleginnen Jennifer Aniston und Courteney Cox sind über die Jahre ganz enge Freundinnen geworden. Zusammen alt werden, ja, aber zusammen älter aussehen? Das scheint für die beiden gar nicht infrage zu kommen.
Gut 10 Jahre später sehen die beiden nämlich so aus: Bei Courteney ist der Besuch beim Beauty-Doc nicht zu übersehen, bei Jennifer wird noch gemunkelt, wie die Verjüngungskur nach der Trennung von Justin Theroux wohl genau ausgesehen hat.  Beste Freundinnen teilen eben alles, und wenn's das Aufgeben der eigenen Mimik ist.
Jennie Garth spielte ab 1990 zehn Jahre lang die "Kelly Taylor" in der US-Kultserie "Beverly Hills, 90210". Sie blieb zwar weiterhin recht erfolgreich im Film- und TV-Business, die ganz große Karriere hat die schöne Blondine aber nicht gemacht.
Nach drei Ehen und drei Töchtern ist die im April 1972 geborene Jennie Garth noch genauso hübsch wie früher. Ihre doch sehr glatte Haut verrät aber, dass die überzeugte Vegetarierin dem Botox über die Jahre wohl doch Chancen gegeben, es glücklicherweise aber nicht masslos übertrieben hat.

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Vorsicht Allergie!

Diese Methoden sind nicht unumstritten. Ärzte warnen davor, Apitoxin ohne medizinische Beobachtung einzusetzen. Grund dafür ist, dass viele Menschen schlicht nicht wissen, ob sie auf Bestandteile des Serums allergisch reagieren oder nicht. Tritt eine solche Reaktion unverhofft auf, können die Folgen dramatisch, wenn nicht sogar tödlich sein. Tödlich ist die Behandlung aber in jedem Fall für die betreffende Biene: Diese stirbt nämlich, sobald sie zugestochen und ihren Stachel verloren hat.

Apitherapie – mehr als nur ein Stich

Auch wenn der derzeitige Fokus der Schönheitsindustrie auf dem Bienengift liegt, umfasst der Begriff Apitherapie noch weit mehr. So ist schon seit Langem die antibiotische Wirkung von Honig bekannt, weshalb dieser zur Behandlung von Verbrennungen und anderen offenen Wunden angewendet werden kann. Auch ist Honig ein gern genutzter Bestandteil für Cremes und andere Hautpflegeprodukte. Eine andere Methode der Apitherapie kann der Einsatz des sogenannten Propolis (Bienenharz) sein, das antiviral wirkt und zum Beispiel gegen Herpes hilft. Auch zur Haarpflege, vor allem der Bekämpfung von Schuppen, wird es gern genutzt.

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