Beauty-Tipp: Apitherapie – Bienenstiche gegen Falten?

Hollywoodstars probieren ja so manch ungewöhnliche Methode aus, um sich ihr jugendliches Aussehen möglichst lang zu erhalten. Einer der wohl seltsamsten Trends, der zurzeit die Schönheitsindustrie erobert, ist die sogenannte Apitherapie, bei der Bienengift gegen Hautunebenheiten eingesetzt wird.

Bienenstiche gegen Falten – funktioniert das wirklich?

Wenn es darum geht, neue und verrückte Beauty-Trends auszuprobieren, ist auf Hollywood Verlass. Die Stars sind auf ihr jugendliches Aussehen angewiesen und deshalb in Sachen Verjüngungskur besonders experimentierfreudig.

Ein Hype, der zurzeit auch bei uns Schlagzeilen macht, ist die sogenannte Apitherapie. Vor allem seit Hollywoodschönheit sich in einem Interview mit der New York Times für diese noch relativ unbekannte Methode ausgesprochen hat, wächst das Interesse merklich. Doch was ist Apitherapie – und hilft sie wirklich?

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Mit Bienen gegen die Falten

Was im ersten Moment befremdlich wirkt, ist in Wahrheit eines der ältesten naturheilkundlichen Verfahren der Welt. Vor allem in Asien wird Bienengift seit Jahrhunderten zur Bekämpfung von Krankheiten eingesetzt. In Deutschland war das Wissen um seine Wirksamkeit lange vor allem den Imkern vorbehalten. Doch mittlerweile gewinnt das Verfahren immer mehr an Beliebtheit. Obwohl seine Wirksamkeit nicht eindeutig wissenschaftlich bewiesen ist, wird Bienengift sowohl bei der Behandlung von Krankheiten wie Rheuma oder Multiple Sklerose eingesetzt wie auch als Mittel gegen Hautalterung. In einigen Kreisen wird es sogar als natürliche Alternative zu Botox gehandelt.

Bienenstich vs. Bienengift

Bienengift (auf lateinisch: Apitoxin) besteht aus verschiedenen Sekreten, welche die Honigbiene beim Zustechen verspritzt. Dadurch tritt eine örtliche Entzündungsreaktion auf, die Haut schwillt kurzfristig an und wirkt dadurch glättet. Zudem soll es angeblich die Produktion von Kollagen in der Haut fördern, da augenblicklich viel Blut an die betroffene Stelle fließt, um der Entzündung entgegen zu wirken. In der Kosmetikindustrie gibt es zurzeit zwei Arten, auf die das umstrittene Mittel eingesetzt wird: Zum einen bringen immer mehr Firmen Cremes, Gesichtsmasken und Waschgele auf den Markt, die Apitoxin enthalten und damit dem Körper suggerieren, er wäre von einer Biene gestochen worden. Zum anderen kann man sich aber auch direkt stechen lassen: Dafür werden vom Kosmetiker Bienen gereizt und dann auf die zu behandelnde Hautstelle gesetzt. Mittlerweile ist es allerdings auch möglich, das Bienengift zu sammeln und dann mittels Spritze in die gewünschte Hautpartie zu injizieren.

Botox + OPs

Du siehst so anders aus!

So kennen wir Harald Glööckler: Der erfolgreiche Designer hat in den letzten Jahren mithilfe von Botox und OPs aus sich eine Art Kunstfigur geschaffen, die ihn sicher einige tausend Euro gekostet hat. Aber können Sie sich noch erinnern, wie er aussah, bevor er mit den Besuchen beim Beauty-Doc angefangen hat?
Na, hätten Sie Harald Glööcker erkannt? So sah der "Pompöös"-Designer nämlich 1995 noch aus, mit zarten 30, natürlich und noch botoxfrei. Wir mussten mehrmals hinschauen.
Als "Spice Girl" begeisterte Melanie Brown mit ihren Bandkolleginnen Ende der Neunziger Millionen, nicht nur mit ihrer Musik, sondern auch mit ihrer natürlichen, energiegeladenen Ausstrahlung.
Dass Ex-Spice-Girl Mel B über die Jahre mal Botox ausprobiert hat, wird schon lange vermutet. Einen recht natürlichen Look, wie hier im Jahr 2014, hatte sie sich aber immer bewahrt. Wie es aussieht bis jetzt...

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Vorsicht Allergie!

Diese Methoden sind nicht unumstritten. Ärzte warnen davor, Apitoxin ohne medizinische Beobachtung einzusetzen. Grund dafür ist, dass viele Menschen schlicht nicht wissen, ob sie auf Bestandteile des Serums allergisch reagieren oder nicht. Tritt eine solche Reaktion unverhofft auf, können die Folgen dramatisch, wenn nicht sogar tödlich sein. Tödlich ist die Behandlung aber in jedem Fall für die betreffende Biene: Diese stirbt nämlich, sobald sie zugestochen und ihren Stachel verloren hat.

Apitherapie – mehr als nur ein Stich

Auch wenn der derzeitige Fokus der Schönheitsindustrie auf dem Bienengift liegt, umfasst der Begriff Apitherapie noch weit mehr. So ist schon seit Langem die antibiotische Wirkung von Honig bekannt, weshalb dieser zur Behandlung von Verbrennungen und anderen offenen Wunden angewendet werden kann. Auch ist Honig ein gern genutzter Bestandteil für Cremes und andere Hautpflegeprodukte. Eine andere Methode der Apitherapie kann der Einsatz des sogenannten Propolis (Bienenharz) sein, das antiviral wirkt und zum Beispiel gegen Herpes hilft. Auch zur Haarpflege, vor allem der Bekämpfung von Schuppen, wird es gern genutzt.

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