Augenpflege : Zehn Fragen, zehn Antworten

Augenpflege spaltet die Beauty-Gemüter. Ist sie wirklich notwendig? Wir klären auf und verraten, worauf es jetzt ankommt

Alles im Blick: Die richtige Augenpflege ist nicht zu unterschätzen

1. Brauche ich überhaupt eine Augenpflege?

Nur zwölf Prozent der deutschen Frauen pflegen ihre Augenpartie täglich. Das ist das verblüffende Ergebnis einer Studie von Olaz. Tatsache ist aber, dass der Bereich um die Augen viermal dünner ist als die übrige Gesichtshaut und kaum feuchtigkeitsbewahrende Talgdrüsen besitzt. "Sonne, Mimiken und Trockenheit hinterlassen hier zuerst ihre Spuren", sagt Jana Dobric, Inhaberin des Reviderm Skinmedics in Hamburg. Die Expertin rät, ab 25 Jahren präventiv eine Augenpflege zu benutzen. Folgen lassen sich im Alter nur eingeschränkt revidieren.

2. Wie viel Produkt sollte ich auftragen?

Mehr wirkt mehr? In diesem Fall nicht. Die Augenpartie ist extrem dünn und kann gar nicht so viel Creme aufnehmen, wie wir ihr oft (vor allem nachts) zumuten. Im Gegenteil: Bei zu viel Großzügigkeit reagiert sie eher zu Schwellungen. "Zu viel Produkt verursacht einen unnötigen Pflegeüberschuss, der ins Auge kriechen kann und nicht nur einen unangenehmen Schmierfilm hinterlässt, sondern auch zu Reizungen und Schwellungen führt“, meint Dobric. Eine Linsengröße von Creme reicht völlig aus – und zwar für beide Augen.

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3. Tupfen, klopfen oder schmieren?

"Häufig beobachte ich, dass Frauen zu rabiat mit der sensiblen Augenpartie umgehen", erklärt die Expertin. Ihr Tipp: die Pflege sanft mit dem Ringfinger (hier üben wir am wenigsten Druck aus) von außen nach innen einmassieren. Übrigens: Die Pflege der Augenpartie fängt schon beim Abschminken von Mascara & Co. an. Tränken Sie ein Wattepad mit einem milden Makeup-Entferner, legen Sie dieses aufs Auge, kurz einwirken lassen und sanft nach unten abziehen.

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4. Wo wird die Augencreme aufgetragen? 

Die Pflege gehört – klar – vor allem unter die Augen. Aber auch die Partie unter den Augenbrauen verträgt einen Pflegeboost, um die Gefäße der Äderchen, die durch die dünne Haut scheinen, zu stärken. "Wichtig ist nur, dass nicht zu viel Creme auf dem Augenlid oder zu nah am Tränenkanal aufgetragen wird", rät Jessica Hilberath, Kosmetik-Trainerin bei Payot. Auch hier besteht die Gefahr, dass die Pflege wortwörtlich ins Auge geht. 

5. Was muss ich bei den Inhaltsstoffen beachten? 

Klar, gute Inhaltsstoffe sind wichtig – bei der Augenpflege ist aber mindestens genauso essenziell, was nicht auf der INCI-Liste steht. "Unbedingt vermeiden sollten Sie Ethylalkohol und allergiekritische Inhaltsstoffe wie Duftstoffe (Parfum) oder Kriechöle auf Basis von Mineralölen (Paraffinum Liquidum) oder Silikone (Dimethicone)", meint Jana Dobric. Besonders verträglich sind Produkte ohne Emulgatoren auf der Basis von hautidentischen Lipiden, etwa Ceramide. 

6. Braucht die Partie einen extra Sonnenschutz? 

Wenn Sie nicht ständig mit der großen Sonnenbrille rumlaufen wollen – unbedingt! "Nur eine hochwirksame Sonnenpflege bewahrt die Haut vor Schäden – das gilt auch für den Bereich um die Augen". Da in Ihrer regulären Sonnencreme womöglich reizende Inhaltsstoffe (siehe Punkt 5) enthalten sein können, ist es auch hier ratsam, eine separate Pflege zu verwenden. Auch Luftverschmutzung belastet die zarte Augenpartie extrem. Neben der Augenpflege empfiehlt die Expertin, zusätzlich Spezialprodukte wie Augen-Masken zu verwenden, um das Feuchtigkeitsniveau stabil zu halten. 

7. Was hilft gegen Bildschirmaugen? 

Sobald die Sonne scheint, zücken wir die Sonnenbrille. Aber was ist eigentlich mit dem Bildschirmlicht aus Laptop, Smartphone & Co.? Studien zufolge dringt das HEV-Licht (High Energy Visible) – wie auch UV-Strahlen – in die (Netz-)Haut und kann nicht nur zu trockenen Augen, sondern auch zu chronischen Erkrankungen führen. Immer beliebter werden daher Brillen mit integriertem Blue-Light-Filter. Achten Sie bei Ihrer Augenpflege außerdem auf schützende Pflanzenextrakte wie blauen Mönchspfeffer oder Andorn. 

8. Bringen Eye Sheets wirklich was?

Stars wie Diane Krüger tragen die aufklebbaren Augenmasken mittlerweile wie das neue Trend-Accessoire. Kein Wunder! Die Pads sind mit einem hoch konzentrierten Serum getränkt, das – je nach Inhaltsstoff-Liste – augenblicklich für den wacheren, strafferen oder frischeren Blick sorgt. Ganz nebenbei wirken die Pads kühlend und gehen damit vor allem Schwellungen an. Bingo!

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9. Eine für alles – oder lieber Spezialisten? 

Fakt ist: Wer unter einem spezifischen Problem, wie Schwellungen, dunklen Schatten oder feinen Linien, leidet, sollte auf ein Produkt setzen, das mit einer abgestimmten Wirkstoffkombination genau diese Causa angeht. Produkte, die mehrere Probleme gleichzeitig lösen, klingen in der Theorie zwar praktisch, sind aber nicht ganz so effektiv wie die Solisten. Falls Sie Ihrer Augenpartie jedoch generell nur etwas Gutes tun wollen, ohne ein spezifisches Anliegen zu haben, können Sie durchaus auch zu hochwertigen Multitasking-Produkten greifen. 

10. Was hilft denn nun gegen…? 

FALTEN: Vorbeugend gegen Trockenheitsfältchen hilft eine Pflege mit Hyaluronsäure. Aber auch Antioxidantien wie Vitamin E und Kollagenbooster wie Vitamin C sind essenziell. 

DUNKLE SCHATTEN: Verantwortlich sind Kapillargefäße, die durch die dünne Augenpartie scheinen und dank Stress und Müdigkeit begünstigt werden. Setzen Sie auf eine Augenpflege mit farbkorrigierenden Pigmenten. 

SCHWELLUNGEN: Hier ist oftmals der Lymphfluss gestört, sprich Lymphflüssigkeit kann nicht richtig abfließen. Durchblutungsfördernde Inhaltsstoffe wie Koffein, aber auch kühlende Applikatoren bringen ihn wieder in Schwung.

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Anne Menden scheinen die 15 Jahre bei GZSZ gut bekommen zu haben, denn ihr Gesicht hat sich in all der Zeit kaum verändert. Allein die Haare trägt sie nun nicht mehr blond, sondern in einem schönen Kastanienbraun. 
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