Anti-Aging: Die Pflanzenwelt als Vorbild

Viele Pflanzen entfalten ihre ganze Schönheit auch unter schwierigsten Bedingungen. Bei Krokus, Rose & Co. forschen Anti-Aging-Experten nach dem Geheimnis der ewigen Jugend "Gala" präsentiert acht Highlights

An einem einzigen, nicht vorhersehbaren Tag im Herbst blühen im marokkanischen Atlasgebirge violette Krokusse. Für wenige Stunden öffnen sie ihre Blüten, um sich zu vermehren. Auf diesen Moment warten die Pflückerinnen lange. Schon vor Sonnenaufgang sind sie gewappnet, um die gerade noch geschlossenen Pflanzen aus dem Boden zu ziehen. Ihre Beute: Safran. Jede Blüte enthält drei feine rotgoldene Stempelfäden, die vorsichtig entnommen werden.

Augenpflege "Or Rouge" von YSL, 50 ml, ca. 385 Euro. Ab März exklusiv an YSL-Countern

Safran gilt als der teuerste Pflanzenstoff der Welt. Er ist seit Jahrhunderten für seine heilenden Kräfte bekannt und wird als kostbares Gewürz geschätzt. Die im Atlas geernteten Fäden kommen aber nicht in der Küche zum Einsatz, sondern in der Kosmetik. "Safran enthält potente Antioxidantien und entzündungshemmende Stoffe, die die Haut schützen und in ihren Reparaturfunktionen unterstützen", erklärt Chris Kilham, der als "Medicine Hunter" mit Heilpflanzen aus aller Welt vertraut ist. Die Stempelfäden des Krokus der marokkanischen Hochebene enthalten 150 Substanzen. Eine besonders hohe Konzentration hat ein Wirkstoff, der jüngst zum Anti-Aging-Star gekürt wurde. "Wir haben im Safran das Glykan-Molekül Crocin entdeckt, das die Haut effektiv gegen Alterserscheinungen schützt", berichtet Dr. Bruno Bernard, Forschungsbeauftragter von L'Oréal. "In fünf Jahren Forschung haben wir über 100 verschiedene Safranpflanzen untersucht. Wir fanden eine einzige mit einem so hohen Crocin-Wert." In Or Rouge, der neuen Anti-Aging-Pflege von YSL (eine der Marken des L'Oréal-Imperiums), fördert das hochaktive Glykan die Kommunikation und den Stoffwechsel in den Hautzellen. Es wirkt stressmindernd und antioxidierend. Rötungen, Lachfältchen, erweiterten Poren und anderen sichtbaren Zeichen der Zeit wird der Kampf angesagt.

Rotes Gold

An keinem anderen Ort auf der Welt enthalten die Safran-Stempelfäden der Krokusse eine so hohe Glykankonzentration wie in dem von YSL entdeckten Anbaugebiet im marokkanischen Atlasgebirge. Rahmenbedingungen wie Höhe, Bodenqualität, Regenmenge, Temperatur, Lichteinwirkung und Winterstürme sorgen für eine Ernte der besonderen Art. Und die ist notwendig: Für ein Kilogramm Safran werden 150 000 Krokusblüten benötigt. Mit der eigens entwickelten "Glycan Fraction Concentration"-Methode werden die enthaltenen Glykane aus den getrockneten Safranfäden extrahiert und zu einer Essenz konzentriert, die die besondere chemische Struktur des Safrans in sich trägt.

"Le Lift" von Chanel, erhältlich in drei verschiedenen Texturen, je 50 ml, ca. 109 Euro

Mobiler Regenwald

Die Wurzeln der empfindlichen Edulispflanze sind reich an schützenden und antioxidativen Molekülen. Um diese so nachhaltig und effektiv wie möglich zu gewinnen, kultiviert Chanel die Pflanze nach dem Prinzip der Elizitation: Sie wächst in mobilen Gewächshäusern ohne Erde. Die Wurzeln werden alle drei Minuten mit einem nährstoffreichen Sprühnebel benetzt. So wird die Produktion der effektiven Moleküle um das 50-fache erhöht. In der "Le Lift"-Creme sorgen die Edulis-Wirkstoffe für eine Neustrukturierung des Hautgewebes, mehr Spannkraft und Elastizität.

Sich für die Gesunderhaltung der Haut an den Regenerationsmechanismen von Pflanzen zu orientieren, ist für Chris Kilham nur logisch. "Pflanzen sind sehr anpassungsfähig und trotzen extremen Wetterbedingungen, um sich vor dem Absterben zu schützen“, erklärt er. "Überträgt man diese Mechanismen auf den Menschen, bedeutet das, dass sich Hautzellen auf die gleiche Weise schützen können." Kilham erforscht und lehrt das Wissen von Naturvölkern, das uns in der westlichen Zivilisation abhanden gekommen ist. Obwohl wir nach wie vor von Pflanzen umgeben sind, wir sie täglich riechen, essen und schmecken, haben wir verlernt, uns auf ihre Heilkräfte einzulassen. Dabei zeigen sogar zarteste Blüten unglaubliche Kraft, wie zwei besonders durchsetzungsfähige Exemplare beweisen: Das Alpenglöckchen und das winzige Lila Steinbrech blühen unter den Gipfeln der höchsten Schweizer Berge auf bis zu 4500 Höhenmetern. Wenn sich ihre kleinen Blüten im Frühjahr unter dem Eis öffnen, schmelzen sie sich mithilfe der in ihren Blättern gespeicherten Energie einen Weg durch Schnee und Eis in Richtung Sonnenlicht. "Diese Lebensformen verfügen über außergewöhnlich starke Zellschutzmechanismen", erklärt Dr. Daniel Stangl, Director of Innovation im Hause La Prairie. Um die Eigenschaften dieser anpassungsfähigen Gewächse für die Haut nutzen zu können, kooperiert La Prairie mit einer Schweizer Gärtnerei, die auf hochalpine Lebensformen spezialisiert ist. In riesigen Gewächshäusern werden hier Boden- und Klimabedingungen geschaffen, die sonst nur in höchsten Höhen zu finden sind, nur um die zwei Überlebenskünstler nachhaltig für die Verwendung in der "Cellular Swiss Ice Crystal Cream" zu züchten.

Botox + OPs

Du siehst so anders aus!

So kennen wir Natali Vrtkovska aus der diesjährigen Bachelor-Staffel. Doch wie Follower bemerken, hat sich nach ihrem Aus eine Sache in Natalis Gesicht verändert...
Follower sehen: Natalis Nase ist viel kleiner, als noch wenige Wochen zuvor. Jetzt bestätigt die Ex-Kandidatin gegenüber "Bild" die Schönheitskorrektur, sagt: "Das war jetzt keine Entscheidung, die ich sofort gemacht habe. Das Thema verfolgte mich schon seit meiner Pubertät".
Im Jahr 2016 ist January Jones allen noch als "Betty Draper" im Gedächtnis. Bei einem Radio-Interview auf der Comic-Con könnte ihre Erscheinung jedoch nicht unterschiedlicher sein, als die der künstlich inszenierten 50er Jahre Hausfrau in "Mad Men". Kaum geschminkt, mit leichten Falten vom Lachen steht January Jones gut gelaunt Frage und Antwort. 
Im September erscheint January Jones noch im unaufgeregten natürlichen Look zur "The Politician"-Premiere in New York. Zugegeben die Stirn von January wirkt schon etwas geglättet, aber an den Augen sind noch deutlich ihre sympathischen Lachfalten zu erkennen. 

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Um zu erkennen, welche Blume über besonders gute Abwehrmechanismen verfügt, muss man übrigens nicht unbedingt Experte sein. "Die Kraft einer Pflanze ist häufig an der Blüte erkennbar: Wenn sie brillante rote, orange, gelbe oder lila Blätter trägt, ist sie mit Sicherheit voll von schützenden Antioxidantien", erläutert Chris Kilham. Aber bitte ernten Sie jetzt nicht gleich die ersten Krokuswiesen ab ...

Anti-Aging + Pflege

Die Beauty-Tricks der Stars

Nach vielen Jahren im Business weiß Heidi Klum, was ihrer Haut gut tut und was nicht. "Ich habe in meinem Modelleben so oft teure Sachen benutzt, von denen ich sofort unreine Haut bekommen habe", erzählt sie. Hightech-Kosmetik vermeide sie daher komplett. Lieber benutze sie natürliche Pflegeprodukte aus zum Beispiel Nelkenöl.
Model Irina Shayk hat einen eiskalten Beauty-Trick parat: Sie legt sich Eiswürfel auf ihr Gesicht. Diesen Tipp des "natürlichen Liftings" hat Irina von ihrer Mutter bekommen. Das verriet sie im Interview mit dem amerikanischen "W Magazine". 
Hinter Herzogin Meghans "Markle Sparkle" steckt eine ganz besondere Gesichtsmassage, die sich als absolute Wunderwaffe entpuppt, wenn es um perfekte Konturen, eine pralle Haut und einen gesunden Teint geht. Vor allem wenn dieses "Inner Facial" von Nichola Joss durchgeführt wird, auf deren Technik Meghan nun schon seit einigen Jahren schwört. Die Londonerin massiert das Gesicht vom Mund aus mit speziellen Handschuhen durch und modelliert mit diesem "Inner Facial" die Haut von innen heraus.
Kourtney Kardashian zeigt viel, aber nicht alles! Die dreifache Mutter präsentiert sich in einem durchsichtigen Body auf Instagram. Ihre Nippel hat sie dabei mit einem hautfarbenen Tape abgeklebt. Damit die Brustwarze nicht verletzt wird, sollte ein Mini-Wattepad zwischen Kleber und Haut gelegt werden. Sonst könnte es beim Abnehmen der Tapes schmerzhaft werden. Tipp: Vor dem Entfernen das Tape mit Öl oder warmen Wasser anfeuchten und vorsichtig abziehen. 

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Erbsenzähler

In den Labors der Marke Sisley setzt man auf die Vorzüge der Erbse. Aus ihr wird durch "Fraktionierung" ein Extrakt gewonnen, das als wichtigster Aktivstoff in der neuen Pflegelinie Sisleyouth zum Einsatz kommt. Wie ein Bodyguard stärkt die Erbsenessenz die schützende Hülle, die die erwachsenen Stammzellen in der Haut umgibt. Die Stammzellen sorgen für einen ständigen Erneuerungsprozess der Epidermis und unterstützen so besonders jüngere Haut in ihrer Regeneration gegen frühzeitige Alterung. Die kann durch Alltagsstress und einen ungesunden Lebensstil ausgelöst werden.

1. "Sisleyouth" von Sisley, 40 ml, ca. 145 Euro; 2. "Cellular Swiss Ice Crystal Cream" von La Prairie, 50 ml, ca. 265 Euro; 3. "Capture Totale Serum de Teint" von Dior, 30 ml, ca. 79 Euro

Eisprinzessinnen

Lila Steinbrech und Alpenglöckchen haben die Kraft, bei minus 38 Grad auf 4500 Höhenmetern zu blühen. Die Schweizer Schneealge verfügt über einen weiteren Mechanismus, der vor der in extremen Höhenlagen herrschenden UV-Strahlung schützt. Sie bildet Mikrokristalle mit roten Pigmenten, die das Sonnenlicht abschirmen, und breitet sich wie ein Teppich auf der Schneedecke aus.

"Absolue L'Extrait Yeux" von Lancome, Regenerationsritual für die Augenpartie, 15-ml-Tiegel und sechs Augenmasken, ca. 380 Euro

Ihre Inhaltstoffe sind Teil des "Swiss Ice Crystal Complex". Der soll in der neuen Anti-Aging-Creme von La Prairie dafür sorgen, dass die Haut vor Klimaextremen, Luftverschmutzung, Schlafmangel und Stress geschützt wird.

Tropenpower

In den Regenwäldern von Madagaskar entdeckten Dior-Forscher eine Blüte mit faszinierenden selbstregenerierenden Kräften: Die 20 Samenkörner der Longoza-Pflanze sind prall gefüllt mit aktiven Molekülen, die auch die Regeneration der Stammzellen in der menschlichen Haut anregen können. Von Hand geerntet, werden die Körner zu Pulver gemahlen und dekantiert, die enthaltenen Moleküle werden extrahiert, konzentriert und veredelt. Sie spielen die Hauptrolle in dem neu entwickelten Longoza-Cellular-Komplex, der in der "Capture Totale"-Linie für einen straffen, strahlenden Teint sorgen soll.

Rosenpower

1973 kreierte ein berühmter Rosenzüchter eine besonders schöne Sorte: die Lancôme-Rose. Die Pflanze blühte so auffallend üppig, war so vital und widerstandsfähig, dass die Wissenschaftler der Lancôme-Labors nach einer Möglichkeit suchten, das Schönheitsgeheimnis der Blume – es steckt in ihren Stammzellen - in eine Pflegelinie zu integrieren.

"Anti-Age Global Le Sérum" von Yves Rocher, 30 ml, ca. 44 Euro

Sie entwickelten ein biotechnologisches Verfahren namens Fermogenese, bei dem sich die extrahierten Rosenstammzellen in einer Nährlösung so langsam vermehren können, dass ihr Stoffwechsel und ihr Regenerationsvermögen bewahrt bleiben. Jeder „Absolue L’Extrait“-Tiegel enthält zwei Millionen der hoch aktiven Stammzellen, die der Haut neue Lebenskraft und jugendliches Aussehen verleihen sollen.

Garden of Bio-Tech

Im Botanischen Garten von Yves Rocher wird seit mehr als 50 Jahren geforscht. Inzwischen wachsen dort 1100 Pflanzenarten. Jüngster Bewohner ist Echinacea Angustifolia. Deren native Pflanzenzellen werden in einer recyclebaren Nährlösung in Bioreaktoren ohne umweltschädigende Rückstände sorgsam kultiviert und gewonnen, bevor sie in den "Anti-Age Global"-Pflegeprodukten zum Einsatz kommen. Eingebettet in die effektiven Produktformeln der Linie kurbeln sie die Regeneration der hauteigenen Stammzellen an und arbeiten so gegen die wesentlichen Zeichen der Hautalterung.

"Plantscription Powerful Lifting Cream" von Origins, 50 ml, ca. 74 Euro (ab Februar im Handel)

Indische Schönheit

Für Plantscription haben sich die Pflanzenexperten der Origins-Labors von der Ayurveda-Lehre inspirieren lassen: Gaggul, das Harz des indischen Commiphora-Mukul- Baumes, wird seit Jahrtausenden für seinen stoffwechselfördernden Effekt verehrt. Der Wirkstoff Commipherolin ist in der Lage, die Zahl der Lipide zwischen den Hautzellen zu steigern. Das macht Gaggul zum wahren Anti-Aging-Experten.

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