Anti-Age: Schmucke Hände

Die Nachfrage nach kosmetischen Hand-Treatments steigt. Wir verraten die wichtigsten Behandlungsmethoden - und geben Tipps für die tägliche Pflege

Madonna kann ein Lied davon singen: Ein Blick auf ihre Hände, und schon ist ihr jugendlicher Look als Mogelpackung entlarvt. Deshalb trägt sie fast immer Handschuhe. Hat die Pop-Diva zu wenig gecremt? Ist ein Hand-Lifting missraten? Wenigstens ein paar Jahre wegzuschummeln müsste doch drin sein …

1. Eins plus in Sonnenschutz: "Hand!Spa Sun 50" von Alessandro, ca. 17 Euro; 2. Kur-to-go: mit State-of-the-Art-Pflegestoffen vorgetränkte "Hand-Filler"-Handschuhe von Filorga, ca. 48 Euro (etwa 15-mal verwendbar)

Das Thema Hände liegt in der Luft. Laut "Daily Mail" haben 2013 bei britischen Ärzten 18 Prozent mehr Menschen als im Vorjahr um eine Handverschönerung gebeten. Auch beim Münchner Dermatologen Stefan Duve wird das Thema schöne Hände in letzter Zeit "erheblich öfter angesprochen". Neuerdings kommen sogar auffällig viele Männer in seine Praxis, um ihren Händen eine Verjüngungskur zu spendieren. Meist echte Naturburschen, "vor allem Cabriofahrer, Golfer und Strandliebhaber, also Männer, die viel an der frischen Luft sind – und damit an der Sonne".

Wer den Lauf der Dinge nicht akzeptieren will, findet beim Dermatologen Hilfe: Peelings, Laserstrahlen, Injektionen, Behandlungen mit Fillern oder Eigenfett und sogar Liftings. Mehr dazu lesen Sie auf der folgenden Seite. Früh mit der Pflege anfangen lohnt sich. Und wer auf den Händen zwar Pigmentflecken registriert, aber keine Lust auf ein Treatment hat, dem sei ein Psycho-Trick empfohlen: "Reframing" nennt man die Technik, vermeintliche Problemein einem positiven Licht zu sehen und sie damit völlig neu zu bewerten …

Wie Beauty-Docs Hände verschönern

An der Oberfläche

Pigmentflecken auf den Handrücken?

Chemische TCA-Peelings (ab 250 Euro) können helfen – wenn man Risiken wie Rötungen in Kauf nimmt. Besonders effektiv knackt ein Laser die Spots: Die Strahlen zertrümmern die Pigmente und ebnen so den Hautton in ein bis drei Sessions (ab 600 Euro). Gegen Fältchen helfen leichte Peelings (etwa durch Mikrodermabrasion, ab 120 Euro) oder Mesotherapie, bei der Vitamin- und Hyaluronsäure-Cocktails injiziert werden (ab 100 Euro). Oberste Pflicht nach jedem Tuning: akribischer UV-Schutz, täglich LSF 50 nutzen, bei extremer UV-Exposition Handschuhe tragen.

In der Tiefe

Wirken die Hände ausgezehrt, schlägt die Stunde der Volumen gebenden Filler. Beliebt sind Hyaluronsäure (hält bis zu neun Monaten, ab 500 Euro) und semipermanente Filler wie „Radiesse“ (hält bis zu 18 Monaten, ab 800 Euro). Aufwendiger ist die Behandlung mit Eigenfett. Das muss zwar an einer anderen Körperstelle gewonnen werden, wirkt im Idealfall aber dauerhaft (ab 1500 Euro). Ist noch etwas Unterhautfettgewebe vorhanden, kann es mit „Fraxel“-Laser oder Ultraschall aufgepolstert werden (ab 1000 Euro). Hervortretende Gefäße werden – wie an den Beinen – durch Injektionen verödet (ab 120 Euro). Sehr selten sind Handliftings: Egal wie geschickt vernäht wird, die Narben bleiben immer sichtbar (ab 1500 Euro).

Gut zu wissen

Vorsicht ist das oberste Gebot bei jedem Hand- Treatment! "Jeder Heilungsprozess in der Haut wird durch Talgdrüsen begünstigt", sagt Dermatologe Stefan Duve – und warnt: "Weil die auf den Händen rar sind, muss man bei allen Behandlungen sehr sorgsam vorgehen."

1. Top-Seller gegen Pigmentflecken: "Even better"-Handcreme von Clinique, ca. 40 Euro; 2. Allround-Genie: "Resist"-Handcreme von Paula's Choice, ca. 18 Euro; 3. Bio-Power-Duo: "Gold Handmulsion Day", ca. 125 Euro, und "Silver Hand Treatment Night", ca. 200 Euro, beides von Julisis; 4. Weichzeichner – wirkt gegen Pigmentflecken und raue Haut: "Time to smooth"-Handcreme von Ahava, ca. 23 Euro

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