Yves Saint Laurent + Kunstauktion Ein teurer Spaß

Der Chinese Cai Mingchao hat bei der "Jahrhundert-Auktion" zwei Bronzestatuen für 31 Millionen Euro ersteigert, obwohl er zahlungsunfähig ist

Für 31 Millionen Euro hatte der Chinese Cai Mingchao zwei Bronzestatuen aus dem 18. Jahrhundert ersteigert. Nun will er das Geld für die Figuren aus Yves Saint Laurents Kunstsammlung nicht zahlen. Damit beging Mingchao Vertragsbruch. Er habe sich verpflichtet gefühlt, so der Chinese, die Objekte (ein Hasenkopf sowie ein Rattenkopf) für sein Land zu erwerben, ausreichend Geld dafür habe er aber nicht.

In der Auktion vergangene Woche hatte China einen Stopp gefordert, scheiterte damit jedoch vor dem französischen Gericht. Nach Ansicht der Pekinger Kulturbehörde war die Versteigerung illegal und sah in der Auktion einen Verstoß gegen die internationalen Konventionen zur Rückgabe der Beutekunst. Im Jahr 1860 wurden die beiden Bronzefiguren von französischen und britischen Truppen erbeutet und aus dem kaiserlichen Sommerpalast in Peking entwendet.

Nun liegt es an dem Auktionshaus "Christies", wie mit Mingchao weiter verfahren wird: Entweder wird ein Angebot an den nächsthöchsten Bieter unterbreitet oder für die beiden Kunstobjekte wird noch einmal extra eine Auktion eröffnet. Auf jeden Fall wird der Spaßbieter für seine Tat zur Kasse gebeten, da "Christies" die Statuen kostenpflichtig einlagern wird. Zudem wird der Preis mit einem hohen Strafzins belegt.

jan