Dr. Conrad Murray wurde wegen der fahrlässigen Tötung Michael Jacksons angeklagt.
Der Arzt muss sich heute, 8. Februar, vor Gericht verantworten, und wird vermutlich darauf plädieren, nicht schuldig am Tod des 50-jährigen Sängers zu sein, der im vergangenen Juni an einer akuten Propofolvergiftung starb. Sein Ableben, das durch die Verabreichung des Anästhetikums ausgelöst wurde, das ihm Doktor Murray gab, wurde heute vom Gericht als Totschlag ausgewiesen.
Laut Klageschrift des Los Angeles Districts soll der Leibarzt Jacksons "rechtswidrig gehandelt, aber ohne Vorsatz Michael Joseph Jackson getötet" haben.
Falls er schuldig gesprochen wird, muss Murray einer maximal vierjährigen Haftstrafe entgegen sehen. Der Kardiologe wird von einem Kautionsbürgen begleitet werden, der die Summe von wahrscheinlich 25.000 US-Dollar Kaution bezahlen wird. Er wird außerdem nicht auf seinen Anspruch einer ersten Anhörung verzichten.
Die Strafverfolgungsbehörde hat bereits zuvor bekannt gegeben, dass die Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben werden wird. Dabei wurde Murray von Anfang an unterstellt, dass er Jackson das starke Betäubungsmittel verabreichte, um ihm in den Schlaf zu helfen und ihn stattdessen versehentlich damit umgebracht habe.
Für Murrays Erscheinen wurden strenge Sicherheitsvorkehrungen am Gerichtsgebäude in Los Angeles getroffen. Dadurch soll der Mediziner vor möglichen Angriffen von Michael Jackson-Fans geschützt werden.