Karl Lagerfeld lästert wieder! Diesmal ergreift der Mode-Zar das Wort in der aktuellen Debatte über Magermodels. "Runde Frauen will da niemand sehen", ist sich Chanels Chefdesigner sicher.
Die Frauenzeitschrift 'Brigitte' hatte die Diskussion angeheizt. Chefredakteur Andreas Lebert kündigte an, in Zukunft auf Profi-Models zu verzichten. "Frauen wollen keine Kleiderständer mehr sehen, sie wollen sich identifizieren können", betonte Lebert kampfbereit. Oft bleibe den Zeitschriften gar nichts anderes übrig, als "dürre Mädchen" zu buchen, weil Prada, Gucci & Co. Kleidung in so kleinen Konfektionsgrößen lieferten, dass sie nur von Magermodels getragen werden könnte. Im Nachhinein würden die Bilder dann mit Photoshop bearbeitet und die Proportionen künstlich dicker gemacht. Doch das Magazin will eine Vorreiterrolle spielen, demnächst mit Leserinnen für Fotostrecken zusammen arbeiten und somit ein mutiges, aber ebenso radikales Zeichen gegen den frauenfeindlichen Magertrend in der Modeindustrie setzen. Ab 2010 will die 'Brigitte' nur noch "echte Frauen" zeigen.
Normale Frauen in Designerklamotten? Sowas ist für Lagerfeld undenkbar. Diese ganze Debatte ist in seinen strengen Augen "absurd". "Da sitzen dicke Muttis mit der Chipstüte vorm Fernseher und sagen, dünne Models sind hässlich", meckerte Lagerfeld gegenüber dem 'Focus'. Die Welt der schönen Kleider habe schließlich "mit Träumen und Illusionen" zu tun.
Hervorstehende Knochen, Beine so dünn wie anderer Frauen Handgelenke sieht der Modemacher nicht so kritisch. Magersüchtige Models? Gibt es nicht! "Das ist auch so ein Klischee wie das, dass alle Models Drogen nehmen und sich bei Sexorgien besaufen", will der exzentrische Hamburger weiß machen.