In den vergangenen sieben Tagen bereiste die Enkelin von 'Zeit'-Ikone Theo Sommer Deutschland und las einem einschlägigen Publikum witzige wie anzügliche Petitessen aus der frisch erschienenen Kurzgeschichtensammlung 'Foreign Affairs' vor. Auf der Werbetour kamen auch pikante Einlagen wie ein Fotoshooting neben einem männlichen Nacktmodel mit knackigem Hintern nicht zu kurz.

Dennoch will die Wahlkalifornierin den Ruf des Partygirls langsam ad acta legen und das herkömmliche Luder-Image mit dem der seriösen Schriftstellerin zumindest kombinieren. Gegenüber der Berliner 'B.Z.' formuliert die Autorin ihren Selbstanspruch wie folgt: "Ich zeige gerne meine Sinnlichkeit, habe es satt, eingeschränkt zu werden. Du kannst als Frau beides sein: Hure und Heilige. Sexuell und intellektuell."

Sommers Komplizin in dem gewagten Unterfangen ist ihre libanesische Busenfreundin Esma Annemon Dil, mit der sie das neue Werk gemeinsam verfasst hat. Wie 'weissbooks.w'-Verlegerin Anya Schutzbach im Gespräch mit 'Europolitan.de' erläutert, haben die beiden Jungautorinnen die in 'Foreign Affairs' gebündelten Erzählungen nämlich abwechselnd verfasst.

Von der gelungenen Mischung aus subtiler Ironie und süffisanter Erotik zeigen sich daher nun auch erste Stimmen im Internet begeistert. Auf 'Gala.de' verewigt sich eine Nutzerin namens 'Sunny' mit dem enthusiastischen Eintrag: "Foreign Affairs ist w o w ! Heute gekauft, angefangen zu lesen und in einem Rutsch bis zum Ende gelesen ! Kurzweilig, frivol, spannend, einfach Klasse!" Dem pflichtet Userin Stefanie bei: "Suuper! Habe in der VOGUE schon zwei Stories im Vorabdruck gelesen. Spannend!"

Doch auch Zuschauer des TV-Magazins 'RTL Exclusiv' konnten bereits einen Vorgeschmack auf Bändchen gewinnen. Ariane Sommer kredenzte den Fans der Sendung vor laufender Kamera direkt unverfroren die folgende Passage: "Eine grazile galizische Hure unter mir saugte an meinen Brüsten, während er über mir kniend stöhnte: 'Heirate mich. Oh Gott, bitte heirate mich.' 'Ja, ich will', flüsterte ich. 'Oh, ich auch', seufzte die Hure."

Letztlich zeigt sich auch die Literaturkritik von dem Werk beeindruckt. 'taz'-Blogger und Szenekenner Joachim Lottmann bezeichnete das Buch zuletzt sogar als "belletristisches Kleinod".

BANG Media International

 

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