Maria Furtwängler
© ThomasRusch.com Maria Furtwängler

Maria Furtwängler "Ich möchte einfach nur leben!"

Maria Furtwängler ist attraktiv, erfolgreich, beliebt - und trotzdem gerade dabei, ihr Leben zu ändern. Im Interview mit "Gala" sprach sie über starke Frauen, schnellen Sex und ihre "Tatort"-Pläne

Maria Furtwängler ist eine außergewöhnliche Frau.

Eine, die sich mit 46 Jahren gerade noch einmal neu erfindet. Die von sich sagt: "Ich habe das Gefühl, dass ich keine Erwartungen mehr erfüllen oder Rollen gerecht werden muss. Jetzt geht es nur noch darum, dass ich aus mir selber heraus Dinge ausprobiere. Ich möchte einfach nur leben!" Franziska Meletzky, die Regisseurin der aktuellen "Tatort"-Doppelfolge, beschreibt die Zusammenarbeit mit Maria Furtwängler so: "Sie ist immer top vorbereitet und angenehm experimentierfreudig. Vor allem aber hinterfragt und analysiert sie jede Szene. Und wenn sie etwas ändern möchte, dann hat das immer einen guten Grund. Ihr Denken ist nicht durch Eitelkeit motiviert." Der Umgang mit Maria Furtwängler sei angenehm gewesen, gerade weil sie die Drehbücher sehr intensiv lese. Von einigen Drehbuchautoren und Regisseuren wird sie dafür gefürchtet ...
Franziska Meletzky: "Bei uns war das anders. Zumal ich finde, dass sie bei der Drehbucharbeit wirklich ein großes Talent hat. Uns treibt beide die Sehnsucht nach der bestmöglichen Geschichte an."

Einmal selber schreiben, vielleicht sogar einen Film produzieren: Auch das sind Zukunftspläne von Maria Furtwängler. Entspannter mag ihr neues Leben sein. Langweiliger wird es aber sicher nicht.

Maria Furtwänglers Make-up-Wunsch fürs Shooting: "Bitte dezent, bloß nicht überladen!"
© ThomasRusch.com, Assistenz: Martin Geisler; Styling: Brigitte M. Wilhelm, Haare+MakeUp: Gabi Speckbacher beide für@lesartists.comMaria Furtwänglers Make-up-Wunsch fürs Shooting: "Bitte dezent, bloß nicht überladen!"

Der neue "Tatort" mit Ihnen ist richtig stark geworden - und das, nachdem Sie bereits öffentlich über einen Abschied als Kommissarin nachgedacht haben. Was ist da passiert?

Ich hatte nach zehn Jahren tatsächlich irgendwann das Gefühl, dass sich das Thema Tatort für mich erledigt hat. Denn als Darstellerin kann ich ja nicht - wie bei anderen Projekten - jedesmal neu entscheiden: Das mag ich, das mag ich nicht. Und ehrlich gesagt fand ich die Drehbucharbeit in den letzten Jahren mitunter anstrengend.

Daraus wollten Sie Konsequenzen ziehen?

Ja. Ich habe eine Zeit lang gedacht: Das hast du gemacht, nun ist es Zeit zu gehen. Da kam mir dann die Idee, die aktuelle Doppelfolge für meinen Abgang zu nutzen. Wir hatten auch schon verschiedene Varianten überlegt, wie der wohl aussehen könnte. Ich zum Beispiel dachte mir, Charlotte Lindholm dreht am Ende einfach durch, weil sie die Anführer mal wieder nicht bekommt, nur das Fußvolk, und dann greift sie selber zur Waffe!

Es kommt dann aber doch anders ...

Richtig. Denn ehrlich gesagt sind die ersten Drehbuchentwürfe hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben. Da habe ich entschieden: So einen Abschied hat Charlotte nicht verdient, das ist nicht stark genug. Stattdessen ist etwas sehr Schönes passiert. Ich habe mich sehr ausführlich auf diese zwei Folgen vorbereitet und intensiv am Drehbuch mitgearbeitet und mich neu in meine Rolle verliebt.

In der "Tatort"-Doppelfolge "Wegwerfmädchen" und "Das goldene Band" (9. und 16. Dezember, 20.15 Uhr, ARD) ermittelt Furtwängler als Charlotte Lindholm. Es geht um Zwangsprostitution in Hannovers besten Kreisen.
© NDR/Gordon MuehleIn der "Tatort"-Doppelfolge "Wegwerfmädchen" und "Das goldene Band" (9. und 16. Dezember, 20.15 Uhr, ARD) ermittelt Furtwängler als Charlotte Lindholm. Es geht um Zwangsprostitution in Hannovers besten Kreisen.

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