Jorge Gonzalez
© Philip Andre Hegger Jorge Gonzalez

Jorge Gonzalez Jorge hebt ab!

Neue Fernsehshows, eine Zweitkarriere als Schauspieler, sein erstes Buch - an Jorge Gonzalez führt in diesem Jahr kein Weg vorbei

Er springt in die Luft, kraftvoll, wieder und wieder!

Diese Energie möchte man haben... Jorge Gonzalez hat Power für zehn, und er nutzt sie geschickt. In den vergangenen zwei Jahren hat sich der 45-jährige Stylist, Choreograf und High-Heels-Fan als Catwalk-Trainer bei Heidi Klum einen Namen gemacht. Jetzt geht er neue Karrierewege - als Schauspieler und, wie kürzlich durchsickerte, als Juror bei "Let's Dance". Aber das ist noch nicht alles. "Gala" sprach mit dem Kubaner über seine Pläne, seine Rückzugsorte - und wie er den Deutschen Mut zum Glamour machen will.

Unglaublich, wie Sie beim Fotoshooting getanzt haben! Woher können Sie das so gut?

Das liegt mir im Blut. Ich tanze, seit ich zwei Jahre alt war. Auf Familienfeiern habe ich meinen Papa und meinen großen Bruder gesehen, und dann habe ich auch angefangen, mit dem Popo zu wackeln. Meine Eltern haben uns immer ermutigt zu tanzen - Rumba, Salsa, Contradanza... Nur als ich dann Balletttänzer werden wollte, war bei meinem Papa Schluss. Das war für ihn das Gegenteil von Machismo! (lacht)

Und Sie trauen sich zu, andere Tänzer zu beurteilen?

Ja, natürlich. Ich sage immer: Die Technik allein macht keinen guten Tänzer. Entscheidend ist, was für Emotionen du beim Tanzen rüberbringst. Perfekte Technik ohne Passion - das ist wie eine hübsche Frau, der das gewisse Etwas fehlt.

"Ich tanze, seit ich zwei Jahre alt war". Demnächst wird Jorge als Juror bei "Let's Dance" die Tanzkünste anderer Prominenter beurteilen.
© Philip Andre Hegger"Ich tanze, seit ich zwei Jahre alt war". Demnächst wird Jorge als Juror bei "Let's Dance" die Tanzkünste anderer Prominenter beurteilen.

Dann sind Sie ja goldrichtig als neuer Juror bei "Let's Dance"! Aber ist es Ihnen nicht schwergefallen, Ihren Job als Laufstegtrainer bei "Germany's next Topmodel" aufzugeben?

Ja, sehr. Die Sendung war meine große Chance, mein Durchbruch. Ich habe ihr viel zu verdanken. Und ich habe es geliebt, mit den Chicas zu arbeiten. Aber ich kann es nicht mit meinen vielen neuen Projekten vereinbaren.

Es hieß, Heidi Klum sei sauer über Ihre Absage gewesen. Stimmt das?

Mir gegenüber hat sie das nicht gezeigt. Ich habe eine sehr nette Mail von ihr erhalten, in der sie mir Glück wünscht. Natürlich hat sie auch geschrieben, dass sie es schade findet. Aber Heidi ist ein Profi und kennt solche Situationen. Sie versteht das.

Werden wir denn jetzt ganz auf den "Chicas Walk" verzichten müssen?

Oh nein, ich plane, eine "Chicas Walk"-Academy zu eröffnen, in der ich für ganz normale Chicas Kurse geben kann. Viele Frauen kommen zu mir, weil sie sich nicht trauen, High Heels zu tragen. Durch meine Hilfe entdecken sie eine ganz neue Seite an sich, nämlich die Waffen der Frau. Bei vielen Frauen wird das Selbstbewusstsein durch so einen Kurs grandios. Ich sage immer: So wie du gehst, so gehst du durchs Leben!

High Heels sind Ihr Markenzeichen. Bekommen Sie eigentlich Post von Schuhfetischisten?

Viele schicken mir Fotos von extremen High Heels. Oder sie schreiben: "Jorge, du hast mir Mut gegeben." Ein junger Mann hat mich in einen Berliner Szeneclub eingeladen, in den Männer gehen, die gerne in High Heels tanzen. Auch die Herren von nebenan probieren gerne mal Damenschuhe aus. Man glaubt gar nicht, wie viele heterosexuelle Männer High Heels tragen.

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