Eli Roth
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Eli Roth Was Jungs heiß macht

Eli Roth über Cyber-Sex und seine Berliner Partynächte mit Quentin Tarantino

Er führte Regie

bei umstrittenen Schockern wie "Hostel", überzeugte in "Inglourious Basterds" neben Brad Pitt als Schauspieler und produzierte jetzt "Der letzte Exorzismus". Am Startwochenende in den USA spielte der Horrorfilm, der nun auch bei uns läuft, 15 Millionen Euro ein. Beim Gala-Interview in Berlin war Eli Roth dementsprechend gut drauf.

Eli Roth, 38, und Quentin Tarantino, 47, sind Kumpels und Kollegen.
© WireImage.comEli Roth, 38, und Quentin Tarantino, 47, sind Kumpels und Kollegen.

In "Der letzte Exorzismus" geht es um Besessenheit und Teufelsaustreibung. Glauben Sie auch privat an das Übersinnliche?

Es gibt sicher viele Dinge, die wir mit unseren Schulweisheiten nicht erklären können. Leider ist mir persönlich noch kein Geist oder Ähnliches erschienen. Ich wünschte, es wäre so!

Vor Ihrem Durchbruch als Regisseur hatten Sie einen extravaganten Job ...

Stimmt, ich arbeitete in den Neunzigerjahren im Sex-Chat auf der Homepage von "Penthouse". Von der Kohle habe ich meine ersten Kurzfilme finanziert.

Sie hatten also Cyber-Sex mit Männern?

So sieht’s aus. Ich habe mich als texanische Blondine ausgegeben - und ich muss meinen Job wohl ganz gut gemacht haben.

Wie kommen Sie darauf?

Nach einiger Zeit bekam ich regelmäßig Fanpost, und einige Typen wollten mich sogar persönlich treffen - Jungs wissen eben ganz genau, was andere Jungs heiß macht. Als ich den Typen die Wahrheit sagte, wollten sie nicht glauben, dass ich ein Kerl bin.

Quentin Tarantino war vor acht Jahren ihr Entdecker und Förderer. Seitdem sind Sie beide dicke Kumpels. Ziehen Sie oft zusammen um die Häuser?

Dafür fehlte zuletzt leider die Zeit. Aber als wir 2008 für ein halbes Jahr gemeinsam "Inglourious Basterds" in Berlin drehten, haben wir es schon ab und zu krachen lassen.

Und wo haben Sie gefeiert?

Zum Beispiel im "Berghain", für mich die perfekte Party-Location. Ich kann verstehen, dass man selbst in New York oder Los Angeles über diesen Club spricht. Da geht es wirklich wild zu.

Was mögen Sie noch an Berlin?

Die Stadt hat dieses ganz besondere, magische Flair, das mich sehr an das New York der frühen Neunzigerjahre erinnert. In Berlin gibt es eine so lebendige und coole Künstler-Community, weil Maler, Schriftsteller, Dichter oder DJs hier immer noch relativ günstig leben können. Hoffentlich bleibt das noch lange so!

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Was Jungs heiß macht
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Eli Roth über Cyber-Sex und seine Berliner Partynächte mit Quentin Tarantino
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2010-10-06T15:20:00+0200
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