Eddie Redmayne
© Getty Images Eddie Redmayne

Eddie Redmayne "Ich habe von Hugh Jackman gelernt"

Heute kommt die preisgekrönte Musicalverfilmung "Les Misérables" in die deutschen Kinos. Neben Hugh Jackman und Anne Hathaway begeistert darin der Brite Eddie Redmayne mit toller Stimme. Mit Gala.de sprach er über seinen Erfolg und verriet, warum seine Freundin manchmal von ihm genervt ist

Eddie Redmayne hätte allen Grund, den abgehobenen Hollywoodstar zu geben: Der 31-Jährige spielte mit Prinz William am renommierten Eton College Rugby, modelte für Burberry, ist mit Robert Pattinson befreundet und durfte auf der Leinwand bereits Scarlett Johansson und Michelle Williams küssen. Für die Musicalverfilmung "Les Misérables", in der er den Jurastudenten "Marius Pontmercy" spielt, reist er gerade um die Welt, schließlich gilt der Streifen als großer Oscar-Favorit.

Beim Interview in Berlin ist Eddie Redmayne von all dem aber nichts anzumerken. Er erzählt offen von einem Wochenende in der Hauptstadt mit seiner Freundin Hannah Bagshawe ("Wir waren im DDR-Museum"), entschuldigt sich für seine nicht-vorhandenen Deutsch-Kenntnisse und nimmt sich für seine Antworten Zeit. Der Brite wirkt bescheiden, freundlich und ehrlich begeistert von seinem Job - vor allem von "Les Misérables". Schon als kleiner Junge sang Eddie Redmayne mit seinen Brüdern auf Familienausflügen leidenschaftlich gerne die Songs aus dem Musical, nun darf er es auf der großen Leinwand tun. Bei uns ist der Film ab dem 21. Februar im Kino zu sehen.

Preisverleihung: Golden Globes 2013

Wie war es, in einer Rolle nur zu Singen anstatt zu Sprechen?

Bis wir wirklich am Filmen waren, hatten wir alle einen Weg gefunden, das Singen wie Sprechen zu betrachten. Es hat auch geholfen, dass alles live aufgenommen wurde. Interessant war die monatelange Arbeit mit dem Gesangslehrer im Vorfeld, durch die unsere Stimmen und Körper sich so an das Singen gewöhnt hatten, dass es keinen Unterschied mehr machte. Ich habe am Set gar nicht mehr darüber nachgedacht, ob es sich gut anhört, sondern es ging um die Gefühle meiner Rolle.

War es schwierig, danach wieder damit aufzuhören?

Die Musik bleibt wirklich in deinem Kopf – meine Freundin war schon ein bisschen genervt von mir! Schon eine Woche nach den Dreharbeiten wollte ich die Songs unbedingt wieder hören, obwohl ich ja ein Jahr lang mit dem Musical verbracht hatte. Das muss man Claude-Michel (Schönberg, Komponist des Musicals, Anm. der Redaktion) hoch anrechnen.

Ihre Kollegin Anne Hathaway hat gesagt, dass Sie der Einzige der Schauspieler seien, der auch eine Musikkarriere haben könnte...

Das ist sehr nett von ihr, aber es stimmt überhaupt nicht. Am Set waren viele, die eine Gesangsausbildung hatten und man hat gemerkt, welchen Unterschied das macht. Ich würde niemals denken, dass ich in diese Welt gehöre. Mir macht das Singen wirklich Spaß, aber ich kenne meine Grenzen.

Was haben Sie bei den Dreharbeiten zu "Les Misérables" am meisten gelernt?

Als Mensch habe ich von Hugh Jackman gelernt, der das beste Beispiel dafür ist, wie man sich in diesem Business verhalten sollte. Wie man ein fantastischer Schauspieler und gleichzeitig ein großartiger Mensch sein kann, wenn man so ein verrücktes Leben hat. Er hat ja eine Familie und schafft es irgendwie, das alles außergewöhnlich gut zu jonglieren. Von Hugh habe ich wirklich am meisten gelernt, auch von seiner Bescheidenheit.

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