B. Schöneberger + Co.Die neuen Power-Mütter
Viele Frauen wollen für den Erfolg im Job nicht auf eine Familie verzichten. Das kann anstrengend werden. Wie beides zu schaffen ist? "Gala" hat bei prominenten Müttern nachgefragt
Vom Frühstückstisch ins Meeting,
vom Büro zum Elternabend - und dabei immer leistungsfähig und gut gelaunt sein. Das kann doch auf Dauer keine Mutter leisten! Diese Ansicht vertritt zu mindest weit über die Hälfte der Befragten einer aktuellen Gesellschaftsstudie: Karriere mit Kindern, das sei in Deutschland unmöglich, heißt es. Und viele Frauen lassen sich verunsichern, verzweifeln an eigenen Perfektionsansprüchen und vermeintlichen Alleskönnerinnen.
Dabei gibt es ihn gar nicht, den vollendeten Spagat zwischen Schnuller und Schreibtisch, Büro und Bollerwagen. Nicht mal bei denen, die reichlich Geld und Hilfe haben. "Also ich wüsste nicht, wie der gehen soll", gestand Superstar Gwen Stefani, 43, erst kürzlich in einem Interview. "Manchmal wird mir alles ein bisschen zu viel, dann bin ich überfordert und heule rum." Rückschläge kommen also in den besten Familien vor - kein Grund, sich zu schämen, oder?
"Auf keinen Fall", sagt Unternehmensgründerin Dana Schweiger im Gespräch mit "Gala". Die 44-Jährige ist alleinerziehende Mutter von vier Kindern und arbeitet täglich für ihre Firma "Bellybutton". "Keiner macht alles perfekt", sagt sie. "Viele Sachen bleiben liegen, weil man es zeitlich nicht hinkriegt. Und das ist völlig in Ordnung, manche Dinge müssen einfach warten." Die Kunst liegt für viele Frauen darin, sich dann nicht selbst verrückt zu machen. Denn damit steht man sich nur im Weg. Das sagt auch Frauke Ludowig, Redaktionsleiterin und Moderatorin von "Exclusiv - Das Star-Magazin" und Mutter von zwei Töchtern, im "Gala"-Gespräch: "Immer mit einem schlechten Gewissen durch die Gegend zu laufen ist für nichts förderlich - weder für die Familie noch für den Beruf."
Nur: Warum sind viele Mütter so selbstkritisch? Vergleichen sie sich zu oft mit sogenannten Supermamis von Angelina Jolie bis Ursula von der Leyen? Oder ist das Verhalten von Berufstätigen mit Kindern durch die ewigen Diskussionen um Herdprämie und Frauenquote einfach stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt? "Mir war vorher nicht bewusst, dass man als arbeitende Mutter so in die Diskussion gerät", sagt etwa Collien Ulmen-Fernandes zu "Gala". Die Schauspielerin und Moderatorin hat mit Ehemann Christian Ulmen im April ihr erstes Kind bekommen. Knapp zwei Monate später stand sie als Host bei "The Dome" auf der Bühne. Eine Zeitspanne, über die Victoria's-Secret-Angels nur müde lächeln können: Heidi Klum brauchte 2009 ganze sechs Wochen, um sich von der Entbindung ihrer jüngsten Tochter Lou zu erholen - dann schwebte sie wieder über den Laufsteg. In Colliens Fall hagelte es Kritik: "Natürlich hat es mich berührt, als ich wieder angefangen habe zu arbeiten und Leute sagten: Wie kann sie nur?", erzählt die 30-Jährige. "Eine Mutter muss sich da viel mehr anhören als ein Vater."
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![Chris Hemswort hat ein sehr vertrauensvolles Verhältnis zu seiner Mutter: "Meine Mama sagte immer zu mir, von uns drei Jungs "bist du das Mädchen, Chris". Ich habe mit ihr über viel mehr Sachen geredet als meine [zwei] Brüder. Ich war ein gesprächiges Kind", wird der Schauspieler von "Out" zitiert. Chris Hemswort hat ein sehr vertrauensvolles Verhältnis zu seiner Mutter: "Meine Mama sagte immer zu mir, von uns drei Jungs "bist du das Mädchen, Chris". Ich habe mit ihr über viel mehr Sachen geredet als meine [zwei] Brüder. Ich war ein gesprächiges Kind", wird der Schauspieler von "Out" zitiert.](http://image.gala.de/v1/cms/H-/beste-mutter-hemsworth-10mai-bu_4845863-wide-wide_2col.jpg?v=6877197)



