Whitney Houston tänzelte unkoordiniert über die Bühne, kam schnell aus der Puste und krächzte sich mehr schlecht als recht durch ihren Song "Million Dollar Bill". Beim anschließenden Interview mit "X Factor"-Moderator Dermot O’Leary war sie dann völlig von der Rolle: Die Diva wirkte verwirrt, stammelte und starrte immer wieder auf den Boden. "Was ist nur mit Whitney los?", fragten britische Medien angesichts des Auftritts besorgt. Sind die Spätfolgen ihrer jahrelangen Kokain- und Cracksucht doch viel gravierender als bislang angenommen?

"Insbesondere regelmäßiger Crackkonsum kann schlimme Langzeitschäden verursachen. Die Hirnleistung lässt spürbar nach. Aussetzer, Gedächtnislücken oder Störungen des Sprachzentrums treten dann besonders häufig auf", sagt Klaus-Dirk Kampz Gründer und Geschäftsführer der Suchtklinik "My Way Betty Ford" in Bad Brückenau zu Gala. Symptome, die in diesen Tagen auch bei Whitney Houston deutlich sichtbar werden. Ähnlich wie bei "X-Factor" trat die 46-Jährige vor Kurzem auch bei "Wetten, dass..?" auf - sie wirkte geistesabwesend und orientierungslos.

Crack und Kokain: Gemeinsam mit ihrem damaligen Mann Bobby Brown stürzte Whitney imm wieder ab.
Crack und Kokain: Gemeinsam mit ihrem damaligen Mann Bobby Brown stürzte Whitney immer wieder ab.
(Foto: © WireImage.com)

Man könnte den Eindruck gewinnen, dass sie sich vor der Öffentlichkeit fürchtet. Denkbar ungünstige Voraussetzungen für ihre erste große Live-Tour nach elf Jahren, die am 6. April 2010 in Paris starten soll. 25 Konzerte in ganz Europa stehen bislang auf dem Plan, mindestens ebenso viele US-Auftritte soll es geben. Doch hat die Soul-Lady wirklich die nötige Kraft? Erinnerungen an Michel Jackson werden wach, der sich bei den Vorbereitungen zu seinen Comeback-Shows übernommen hatte.

In den USA wird hinter vorgehaltener Hand getuschelt, dass Whitney trotz diverser Rehab-Aufenthalte weiterhin Kokain konsumiere. In diesem Fall würde die "I Look To You"-Tour für sie ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellen, warnt der Kieler Neurologe Prof. Hartmut Göbel: "Bei Drogenabhängigen könnte bereits ein 90 Minuten dauernder Bühnenauftritt zu akuten Herz- und Kreislaufstörungen, im Extremfall gar zu einem Herzinfarkt oder Herzstillstand führen." Aber selbst wenn Whitney Houston heute tatsächlich wieder völlig clean sei, solle sie unbedingt darauf achten, dass sie sich nicht zu viele Auftritte hintereinander zumutet und permanent unter ärztlicher Beobachtung steht, meint Suchtexperte Klaus-Dirk Kampz. Dann allerdings könne sich die Tour sogar positiv auswirken und zur weiteren gesundheitlichen Stabilisierung beitragen. Auch die Spätfolgen müssten nicht zwangsläufig von dauerhafter Natur sein, erklärt er: "Es ist erstaunlich, wie gut sich der menschliche Organismus regenerieren kann. Auch abgestorbene Gehirnzellen können sich unter optimalen Bedingungen wieder nachbilden. Das ist allerdings ein Prozess, der viele Jahre dauert."

Derangierte Diva Nach ihrem Auftritt in der britischen TV-Show "X Factor" wirkte Whitney Houston verwirrt und hatte sichtlich damit zu kämpfen, die Fragen des Moderators zu beantworten. Auch ihre Performance enttauschte: Kraftvoll seien nur die Background-Sängerinnen gewesen, urteilten Krit
Nach ihrem Auftritt in der britischen TV-Show "X Factor" wirkte Whitney Houston verwirrt.
(Foto: © Splashnews.com)

Bleibt also abzuwarten, wie gut sich Whitney langfristig tatsächlich von ihren Drogenexzessen mit Ex-Ehemann Bobby Brown, 40, erholt. Wie tief sie im Drogensumpf steckte, verriet sie jüngst Talkqueen Oprah Winfrey: "Ich war oft im Dauerrausch, zog damals sieben Monate lang meinen Pyjama nicht mehr aus und litt unter schlimmen Halluzinationen." Eines ist leider jetzt schon sicher: Von ihrer einst so einzigartig kraftvollen Stimme ist nicht mehr viel übrig. Vor Whitney liegt ein hartes Stück Arbeit, wenn sie sich bei ihrer anstehenden Tour nicht blamieren will, sagt Kate Hall, Sängerin und Vocal Coach bei der ProSieben-Castingshow "Popstars Du & Ich": "In ihrer jetzigen Verfassung könnte sie maximal drei Songs hintereinander singen und wäre dann total heiser. Gesangstechnisch anspruchsvolle Balladen wie "I Will Always Love You' könnte Whitney momentan sowieso nicht ansatzweise überzeugend performen. Sie müsste passagenweise auf Playback zurückgreifen", prophezeit die Expertin gegenüber Gala. Nur wenn sie in den kommenden Monaten täglich ein konsequentes Stimmtraining absolviere und auch körperlich wieder in Top-Form komme, bestehe die Chance, zumindest einen Teil ihrer einstigen Stimmgewalt zurückzugewinnen.

Ihre Fans haben da offenbar ihre Zweifel. Außer in England blieb die Ticket-Nachfrage für die Shows bislang weit hinter den Erwartungen zurück: In einigen Arenen sind erst 25 Prozent der Kontingente verkauft. Und zu allem Überfluss meldet sich jetzt auch noch ihr Ex-Gatte mit einer Enthüllungs-Biographie zu Wort. In "The Truth, The Whole Truth And Nothing But" behauptet Bobby Brown, dass Whitney eigentlich auf Frauen stehe und ihn nur deshalb geheiratet habe, um ihr damals so perfektes Image zu wahren ... Der Zeitpunkt, um schmutzige Wäsche zu waschen, ist denkbar ungünstig, braucht der labile Star doch gerade jetzt all seine Kraft, um wieder zu alter Form aufzulaufen und die Arenen doch noch auszuverkaufen. Whitney Houston hätte ein Happy End verdient.

Alexander Nebe
Mitarbeit: Helena Kochova, Antonia Reidel



Kommentare unserer Leserinnen und Leser

10/05/2010 | 23:00von Gast

Whitney Houston Aint Done Yetzu sehen bei... YT....

10/05/2010 | 22:59von Gast

Komisch das Sie jetzt nichts Berichten!!!<br />wie
kommt das denn?? Ach ja Frau Houston liefert Momentan
ziehmlich gute Auftritte ab was???<br />Schade das Sie
der Meinung sind das ein positiver Bericht nicht gelesen
wollen w&uuml;rde...<br />es gibt viele die einen
positiven Bericht &uuml;ber Frau Houston gerne lesen
w&uuml;rden... warum??? weils der Wahrheit
entspricht...<br />hier ein link
diesbez&uuml;glich....<br />/>vielleicht zollen
Sie ja dieser bewundertswerten und einzigartigen Frau ja ein
bisschen Respekt und schreiben einen positiven
Bericht....<br />denn negativ Schlagzeilen gibts doch
Momentan echt genug....<br />(Sandra Bullock, Tiger
Woods, etc. pp.!!!)<br />und dann m&uuml;ssen Sie
nicht auf Menschen rumtrampeln die es nicht verdient
haben....<br />LG aus Frankfurt

12/11/2009 | 19:41von Hello Kitty

Du bist echt voll Scheise!!!!!!!!!!!!

04/11/2009 | 20:29von Nicki

Ach Du meine Güte, jetzt wird eine 'Mrs.
Nobody', sprich Kate Hall zum Thema Stimmengewalt von
Whitney Houston befragt. Auf eine noch schlechtere
"Z-Prominente" hätte man wirklich nicht
zurückgreifen können. Das ist ja so, als ob man
ein Kleinkind zum Thema Relativitätstheorie befragen
würde....! Sorry für den Vergleich, aber
"Mrs. Hall" sollte sich nun wirklich nicht
einbilden, ein glaubwürdiges Statement zum Thema
Whitney Houston abgeben zu können.

02/11/2009 | 15:58von maja

@stoffel könnt schwören, dass du
dich vorher unter anderem Namen mit diesem ghetto slang
vorschulen englisch hier rumgetrieben hast.. vielleicht
Lenny oder Geronimo??? Ha.. erwischt.. hat zwar nichts mit
diesem Thema zu tun, aber ich konnte nicht anders ;-) wo
lernt man es, sich soo dermassen unterbelichtet zu
artikulieren?? echtes talent??? was weißt du denn von
talent?? ok, eines hast du wirklich: verbal durchfall zu
papier zu bringen!

31/10/2009 | 15:14von gitti

och whitney, egal was dir angedichtet wird, bist immer noch
´ne coole puppe !!!

31/10/2009 | 11:25von shelby

kate hall muss es ja wissen ich meine hallo? sie ist
vocalcoach bei popstars, dann hat man natürlich was auf
dem kasten!nein im ernst ich finde wh auftritte waren
für die lange bühnenpause echt gut und nie im
leben so schlecht wie hier dargestellt!

31/10/2009 | 09:36von stoffel

houston is at her very end. sie pfeift auf dem letzten loch.
@AJO und Rico: u r as brainless as Houston, because u insult
journalists. jetzt schafft Houston durch ihren Abgang
endlich Platz für echtes Talent, ohne krack und koks,
aber mit stimme.

30/10/2009 | 11:53von AJO

Der Artikel ist nicht nur geschmacklos. Er ist
rufschädigend. Herr Nebe begibt sich hier -
Pressefreiheit hin, Pressfreiheit her - auf einen ziemlich
wackeligen Boden. Mit Behauptungen à la "In den
USA wird hinter vorgehaltener Hand getuschelt ..."
erfüllt man - und das ohne wenn und aber - den
Tatbestand des § 187 StGB. Richtig interessant wird in
Frau Houstons Fall (Der Artikel wurde pünktlich zum
Ticket-Vorverkaufsstart platziert) die
Schadensersatzregelung. Ob da Herrn Nebes Zeilenhonorar wohl
ausreicht?

29/10/2009 | 19:29von rico

Wow der wohl schlecht recherchierteste und
erbärmlichste Artikel, den ich jemals las. Ich will
mich nicht beklagen, dass auf einen Megastar rumgehackt
wird, das gehört zur heutigen Presse wohl dazu. Was
mich am meisten stört sind die "weisen"
Beobachtungen und Ratschläge einer Kate Hall, die in
der Popstars-Show von Kandidaten schwärmt, die nicht
ansatzweise singen können. Über eine
Ausnahmekünstlerin dann so zu urteilen, die sich mit
jeder Performance wieder zu ihrem Titel "The
Voice" kämpft, ist lächerlich. Ich meine, wer
ist Kate Hall??? Richtig, man kennt sie nicht. Warum?
Richtig, weil sie nie in der Lage war überhaupt mal
ansatzweise einen Hit zu landen. Kritik ist sicher
angebracht, aber nicht von solch einer Dame. Über die
möglichen Spätfolgen des Drogenkonsums kann man
nicht streiten, sie gehören sicher dazu. Anstatt sich
jedoch darüber lustig zu machen und andauernd die Leute
daran zu erinnern, welche Fehler Frau Houston begann, sollte
man auch die Kraft und Willensstärke dieser Frau
beleuchten. Das ist sonst einfach unfair und absolut
niveaulos. Dass ihre Konzerte sehr wohl gefragt sind, zeigt
z.B. das Zusatzkonzert in Frankfurt. Aber gut, wenn man
falsche Kommentare unter den verwendeten Bildern setzt, war
auch hier anscheinend die Zeit zu knapp, ordentliche
Journalistenarbeit zu betreiben.Kann mich den Vorredern nur
anschließen. Whitneys Rückkehr mit dem Tod von
Michael Jackson quasi zu vergleichen, ist absolut
geschmacklos und unangebracht! Hier wird ekelhaft über
zwei Showgrößen berichtet, die mehr erreichten,
als Gala-Reporterinnen, die mal schnell versuchen mit ihren
absoluten Nichtskönnen Grundschülern nachzueifern.
Die Gala war immer ein mir geschätztes Blatt, was ich
gerne las, jedoch ist es anscheinend zu einem billigen
Klatschblatt geworden, was sich mit seinen
Äußerungen anderen Klatschblättern
angleichen muss.Zu den Schreibern dieses Artikel: Hut ab, es
ist auch nicht leicht so schlecht zu schreiben!



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