David Kross' Mutter nämlich kannte zufällig die Frau von Detlev Buck, dem Regisseur. Sie kannte sie nicht besonders gut, aber eben gut genug, um ihr von ihrem schauspielernden Sohn vorzuschwärmen. Diese flüchtige Bekanntschaft sollte für den Teenager zum Glücksfall werden. Frau Buck erzählte ihrem Gatten vom jungen Kross, und weil Buck gerade für seinen Film "Knallhart" nach einem Hauptdarsteller suchte, schickte er seine Tochter in Bargteheide vorbei, um sich den Bengel mal genauer anzuschauen. Als Bernadette Buck plötzlich vor seiner Haustür stand, ahnte der damals 15-jährige David nicht, dass er gerade so etwas wie ein Casting durchmachte.
Detlev Buck entschied sich für Kross. Er gab ihm nicht nur die erste Hauptrolle, sondern verpflichtete ihn wieder und wieder: erst für "Hände weg von Mississippi" und Ende 2008 für "Same Same But Different", den er zum großen Teil in Kambodscha drehte. Zwischendurch spielte Kross für Regisseur Marco Kreuzpaintner den Waisenjungen "Krabat". Die Verfilmung des Jugendromans, Seite an Seite mit den berühmten Kollegen Robert Stadlober und Daniel Brühl, machte Kross zum Teenie-Liebling.
Es ist das große Glück des Schleswig-Holsteiners, dass für die Leinwand andere Gesetze als für den Schulhof gelten: David Kross ist weder vorlaut noch überdurchschnittlich attraktiv. Er beschreibt sich selbst als "zurückhaltend" und hat ein Gesicht, an dem man im Kino hängen bleibt, in einer Fußgängerzone aber vorbeilaufen würde. Entsprechend hat er die mittlere Reife am Eckhorst-Gymnasium noch abgelegt, gab seine Abi-Pläne aber zu Gunsten des Filmgeschäfts vorerst auf.
Die Jahre im Filmgeschäft haben David Kross nicht zu seinem Nachteil verändert. Er tritt heute selbstbewusster auf, reicht nicht mehr zaghaft die Hand, sondern packt zu. Seine Antworten sind genau durchdacht. Auf die Frage, ob er als Karrierestart auch in einer TV-Soap mitgespielt hätte, antwortet er zum Beispiel so: "Ganz sicher kann ich mir nicht sein, weil sich die Frage nie gestellt hat, aber ich denke nicht, dass ich so versessen auf diesen Beruf bin, dass ich da mitgemacht hätte." Aber vielleicht ja doch, ausgeschlossen ist nichts - er will niemanden verärgern. Kross sitzt in Sachen Karriere längst auf einem hohen Ross, benimmt sich aber so, als würde er von einem Zwergpony blicken. Seit über einem Jahr ist er nun ständig unterwegs. Die nächsten Monate will er sich aber zurückziehen, endlich wieder so etwas wie Alltag haben. Außerdem müsse er sich sortieren, entscheiden, wie es weitergeht. Bei beidem wünscht man ihm Erfolg, Glück braucht David Kross längst nicht mehr.


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04/04/2009 | 21:42von Melanie
Er ist mir irgendwie sympathisch..Also was ich bis jetzt so
von ihm gehört hab^^ Find ich gut, dass er auf dem Teppich
bleibt und "normal" geblieben ist. Weiter so, du hast das
gewisse Etwas..
03/04/2009 | 22:15von Mrs Kross
Gestatten, ich heirate später David Kross.
Tja, Pech gehabt Ladys.
♥
Mrs Kross
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