Hollywood-Star Julia Roberts und US-Außenministerin Hillary Clinton geben auf den ersten Blick ein ungleiches Paar ab. Doch die beiden Mütter und Koch-Fans haben mehr gemeinsam als man denkt und engagieren sich jetzt zusammen für das Charity-Projekt "Global Alliance for Clean Cookstoves". Wie es zu der Zusammenarbeit und ihrem Engagement für saubere Kochherde kam, erzählten die beiden prominenten Damen kürzlich in einem Interview mit dem "Time Magazine".
Im Gespräch berichtet die ehemalige First Lady, dass sie schon immer ein großer Fan von Julia gewesen sei. Bei den Dreharbeiten für die Dokumentation "Extraordinary Moms", die Julia exklusiv für das "Oprah Winfrey Network" produziert hat, lernten sie sich endlich persönlich kennen und schätzen. Da Hillary zu jener Zeit gerade rund um die Uhr für die "Global Alliance for Clean Cookstoves" im Einsatz war, wurde auch Julia auf die Aktion aufmerksam. "Sie hat sich sehr dafür interessiert und wir haben lange darüber gesprochen", erzählt Hillary. Offenbar war Julias Interesse so groß, dass sie nicht lang fackelte und sich schnell bereit erklärte, die weltweite Botschafterin für das Projekt zu werden.
Und weshalb setzen sich zwei weltberühmte Frauen gerade für ein so unscheinbares Thema wie saubere Kochherde ein? "Es ist eigentlich überhaupt nicht lapidar", beantwortet Julia Roberts die Frage. "Es umfasst so viele Probleme von Müttern und anderen Frauen weltweit, die versuchen, gut für ihre Familie zu sorgen, aber während des Kochens Giften ausgesetzt sind. Etwas, das mir in meinem Alltag eine solche Freude bereitet - Kochen - stellt eine unfassbar schreckliche Gefahr für Frauen auf der ganzen Welt dar."
Hillary erklärt im Interview, dass jährlich fast 2 Millionen Menschen, größtenteils Frauen und Kinder, an den Folgen einer für uns alle selbstverständlichen Alltagsaktivität sterben, da sie die giftigen Dämpfe fester Brennstoffe wie Holz, Mist oder Getreide einatmen. "Das sind fast so viele Menschen wie die, die jedes Jahr an Malaria und Tuberkulose sterben - zusammengenommen", gibt die Außenministerin zu bedenken. Letztlich betrifft das Problem jeden: "Und wir sehen die Auswirkungen an uns allen, denn ein Fünftel der weltweiten Rußverschmutzung in der Luft stammt von Kochherden."
Gemeinsam wollen sich Hillary Clinton und Julia Roberts deshalb für die Produktion und Bereitstellung von preiswerten und effizienteren Kochherden einsetzen. Das große Ziel der "Global Alliance for Clean Cookstoves" ist, dass bis 2020 100 Millionen Haushalte in Entwicklungsländern über sichere Kochstellen verfügen - und die Zubereitung des Essens keine gesundheitsschädliche Aufgabe mehr ist.
kse









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