Nur sporadisch begegnen die Bewohner und Angestellten des "American Felt Building" dem berühmtesten Miteigentümer des Hauses: Tom Cruise ist selten in New York - seine Frau Katie Holmes dafür um so häufiger. Denn während Tom, 48, das Penthouse nur als schönen Platz zum Übernachten nutzt, ist es für Katie der perfekte Ort zum Leben geworden.
Längst führen beide eine gut organisierte Fernbeziehung. Er hat seine Basis in Los Angeles, Katie und Suri aber lieben New York, seit Katie hier 2008 in "Alle meine Söhne" auf der Bühne stand. Gala machte sich auf Spurensuche im Big Apple, sprach mit Nachbarn und Mitarbeitern aus Katies Fitness-Studio, mit Angestellten in ihren Lieblingsrestaurants. Die große Frage: Wie lebt Katie ihre Ehe auf Distanz?
Räumlich glücklich getrennt: Für das Ehepaar Holmes-Cruise ist dies Lebensmodell eine echte Alternative. Wo andere Paare sich entzweien, sieht Katie eine Chance für mehr Freiräume und Möglichkeiten. Das liegt vor allem an ihrer Entwicklung: Die Zeiten, in denen sie sich in Interviews kieksend und kokettierend wie eine brünette Version von Paris Hilton präsentierte, sind vorbei. Für Entscheidungen ist in dieser Beziehung nicht mehr nur Tom zuständig. Die inzwischen 32-jährige Katie spricht heute ruhig und gelassen über ihre eigenen Pläne. In einem TV-Interview wurde sie kürzlich gefragt, ob sie nicht gern einmal mit ihrem Mann zusammen drehen würde - was das Zusammenleben ja deutlich vereinfachen würde. Ihre Antwort: "Wow, darüber habe ich mir ehrlich gesagt noch nicht ein einziges Mal Gedanken gemacht."
Wozu auch? Nach vier Jahren Ehe ist sie mehr Businessfrau als "die Gattin von" - und in dieser Rolle sehr glücklich. Ihre beste Freundin ist die Stylistin Jeanne Yang, die in New York lebt und mit der sie ihre Modelinie Holmes & Yang vertreibt. Der Aufbau der Marke hat für sie im Moment große Priorität. Nebenher wirbt sie für Haartönungen von John Frieda und das Modelabel Ann Taylor, bemüht sich um neue Rollen am Broadway und jettete auch während des Drehs ihres jüngsten Films "Jack and Jill" in Kalifornien so oft wie möglich nach Manhattan.
Sogar auf eine Feier der Hausgemeinschaft kam Katie ohne Tom, mit Suri im Schlepptau. Eine Nachbarin: "Die Kleine ist sehr süß, leider ignoriert sie alle Menschen außer ihrer Mutter völlig." Flurgespräch bei den Bewohnern des "American Felt Buildings" ist auch die Tatsache, dass Suri immer mit einem süßen Snack in der Hand das Haus betritt - "damit wird sie wahrscheinlich ruhiggestellt" - und dass Paparazzi und Fans immer exakt in dem Moment vor der Tür auftauchen, wenn Katie nach Hause kommt oder das Gebäude verlässt. Ein Mieter ist sich sicher: "Ihr PR-Team gibt den Leuten Tipps." Entsprechend unbeliebt ist Katies Entourage, der Trubel und das Gedränge vor dem Haus nerven selbst die Studenten der nahe gelegenen New York University.
Nur in L. A. ist es noch schlimmer: Dort kann sie nicht einmal einen Blumenmarkt besuchen, ohne dass Chaos ausbricht. In New York gehen die Menschen gelassener mit ihrer Prominenz um. Ein Angestellter des Gyms "Soul-Cycle" in Tribeca, wo Katie regelmäßig zu 45-minütigen Spinning-Kursen erscheint, berichtet: "Sie kommt immer schon im Sportoutfit an. Katie ist ruhig und extrem freundlich, wenn man sie anspricht - das traut sich aber kaum jemand."









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