Starporträt

William H. Macy

67 Jahre

Ob als frustrierter Autoverkäufer oder als betrunkener und kleinkrimineller Familienvater – alle lieben die Verlierertypen von William H. Macy

  • Geboren , Miami, Florida / USA
  • VornameWilliam
  • Name Hall Macy
  • Grösse 1.73 m
  • Sternzeichen Fische
  • Partner Felicity Huffman (verheiratet); Carla Santos Shamberg (geschieden)
  • Kinder Sofia Grace   (*2000); Georgia Grace   (*2002); William H. 

Biografie von William H. Macy

Eigentlich war die Schauspielerei für gar nicht die erste Wahl. Sein ursprünglicher Plan: Tierarzt werden. Als er jedoch während seines Studiums der Tiermedizin in West Virginia feststellte, dass er – laut eigenen Aussagen – ein „miserabler Student“ war, brach er sein Studium kurzerhand ab, wechselte die Uni und kam zum ersten Mal mit dem Theater in Berührung. Schnell wuchs eine große Leidenschaft. Jede freie Minute stand auf der Bühne und verdiente sich seinen Lebensunterhalt mit wechselnden Jobs als Barkeeper und Darsteller in Werbespots.

Zunächst Theater statt die große Leinwand

Nun wollte er es wissen: William ging nach Los Angeles, um seinen Durchbruch als Filmschauspieler zu schaffen. Dieses Vorhaben sollte jedoch vorerst nur ein Traum bleiben, Rollenangebote blieben aus, Misserfolg auf ganzer Linie. Also wieder eine Planänderung: Theater in New York. Und im Big Apple klappte es tatsächlich. Als Theaterschauspieler und –regisseur feierte er große Erfolge.

Ungeahnte Erfolge mit „Fargo“

Und endlich wurde auch Hollywood auf den immer etwas schnodderig wirkenden Schauspieler aufmerksam. Nach einigen kleineren Rollen in Film- und Fernsehproduktionen, landete er 1996 den ganz großen Coup.
Für den Coen-Brüder-Film „Fargo“ verkörperte er den frustrierten und in finanziellen Schwierigkeiten steckenden Autoverkäufer Jerry Lundegaard. Er heuert zwei Kriminelle an, seine Ehefrau zu entführen, um von seinem Schwiegervater Lösegeld zu erpressen. Diese Schnapsidee geht natürlich drunter und drüber und verwickelt den Autoverkäufer in eine amüsante Schwierigkeit nach der nächsten.  

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Diese Rolle hat William sich hart erkämpft. Er wollte sie so sehr, dass er auf eigene Kosten zum bereits dritten Casting geflogen ist und den Filmemachern augenzwinkernd drohte. „Im Wesentlichen habe ich zu ihnen gesagt, dass ich ihre Haustiere erschießen würde, wenn ich die Rolle nicht kriege und den Raum erst verlasse, nachdem ich eine Zusage bekommen habe.“ Und seine Hartnäckigkeit zahlte sich aus: Nicht nur, dass er Teil eines Kultfilms geworden ist, er erhielt für seine beeindruckende Leistung auch seine erste Oscar-Nominierung. 

William wieder als Verlierertyp in „Shameless“

Und noch etwas blieb dauerhaft an ihm heften nach dieser einen Rolle in „Fargo“. Sie markierte einen ganz speziellen Typen, den William in Zukunft immer wieder verkörpern wird: Abseitige Charaktere und zum Scheitern verurteilte Verlierer. Er schafft es immer wieder, diesem eher unscheinbaren Durchschnittstypen, der an seinem Schicksal verzweifelt und vom Weg abkommt, eine ganz besondere Tiefe zu verleihen.
So auch in seiner nächsten großen Paraderolle in „Shameless“. In der Serie spielt William den schamlosen, frustrierten und ständig betrunkenen Familienvater Frank Gallagher, der seine Kinder größtenteils sich selbst überlässt und stattdessen lieber krumme Dinger dreht.
Der Schritt vom Film zum Fernsehen war für William eine bewusste Entscheidung: „Meiner Meinung nach werden die besten Geschichten zur Zeit im Fernsehen erzählt. Ich liebe es einfach.“ Und wir lieben Dich, William!