Starporträt

Tyson Fury

29 Jahre

Vom untergewichtigen Frühchen zum Schwergewichtsboxer: Tyson Furys Leben verlief etwas anders als geplant. Seinen Kampfgeist konnte er sich immer bewahren

  • Geboren , Manchester / England
  • VornameTyson Luke
  • Name Fury
  • Grösse 2.06 m
  • Sternzeichen Löwe
  • Partner Paris Fury (verheiratet)
  • Kinder Prince John James  ; Venezuela 

Biografie von Tyson Fury

Tyson Fury von klein auf in den Boxhandschuhen

Aufgewachsen in zerrütteten Verhältnissen in Wilmslow, Cheshire als strenger Katholik, hat sich  zu einem der besten Schwergewichtsboxer entwickelt - mit einem Kampfgewicht von 120 Kilogramm. Dabei war es gar nicht sicher, dass er die Zeit nach seiner Geburt überhaupt überlebte. Der kleine Tyson kam als Sechs-Monats-Frühchen auf die Welt, wog kaum 800 Gramm und musste sich erstmal ins Leben kämpfen. Neben diesem Kampfgeist, wurde ihm auch das Boxen in die Wiege gelegt.

Sein Vater, der ehemalige irische Schwergewichts-Profiboxers John Fury, startete seine respektable Karriere unter dem Kampfnamen "Gypsy" im Faustkampf, eine Spotart, die in England recht anerkannt ist. Seinen Spitznamen "Zigenuer" erhielt er übrigens aufrund seiner Herkunft, weil seine Familie "Irish Travellers“ waren, ein irisches Nomadenvolk. Tyson Furys Eltern gaben ihrem Sohn den Vornamen Tyson nicht ohne Grund. Vorbild und Namenspate war der Profiboxer .

Trainiert wird Fury seit jeher vom ebenfalls boxenden Vater seiner Cousin Hughie Fury. Seinen ersten Kampf hatte Tyson am 6. Dezember 2008. Seinen ersten wichtigen Auftritt gegen einen bekannten Gegner hatte er am 23. Juli 2011 gegen Dereck Chisora. Diesen Kampf gewann er einstimmig nach 12 Runden. Privat ist Fury seit 2008 mit der schönen Paris Fury verheiratet. Er selbst bezeichnet sich als ein Mann Gottes, "gefüllt mit dessen Herrlichkeit". Da ist es nicht überraschend, dass er uns seine Frau sich entschieden vor der Ehe keinen Sex zu haben. Inzwischen sind beide verheiratet und haben eine Tochter und einen Sohn. Mit dem Sex scheint es also geklappt zu haben.

Der Klitschkobezwinger

Im November 2015 trat Fury gegen den damals amtierenden Weltmeister und weltbekannten Profiboxer an. Tyson Fury zeigte sich als Entertainer und provozierte schon Monate vorher. So trat er beispielsweise  auf der ersten Pressekonferenz im September 2015 in London als "" auf, um Klitschko aus der Ruhe zu bringen. Doch überzeugen konnte das nicht viele. Kaum jemand hielt ihn als Favoriten. Umso überraschender kam der Sieg. Einstimmig nach Punkten wurde er neuer Weltmeister im Schwergewicht der Verbände WBA (Super-Champion), IBF, WBO und IBO und schrieb somit Geschichte. Fury wurde daraufhin vom renommierten Ring Magazine zum "Boxer des Jahres 2015" gekürt.

Wahnsinn und Genie liegen nah beieinander

Dass Tyson Fury anders ist und ihn viele verrückt bezeichnet ist Fury egal. Er selbst bezeichnet sich als einen Verrückten und sagte in einem Interview: "Ich will das Gegenteil von gewöhnlich sein, denn gewöhnliche Menschen tun gewöhnliche Dinge. Ich will das Besondere tun." Bei Pressekonferenzen tritt er als Batman auf, in Videos zerbricht er eine Wassermelone mit seinem Kopf und nach dem Klitschko-Sieg gab er erstmal seinen Lieblingssong zum besten. Fury präsentiert sich als skurrilen Typen und auch seine Aussagen sind teilweise bedenklich: "Der Teufel ist im Moment sehr stark und ich glaube, das Ende ist nah. Ich glaube, die Welt steht nur noch wenige Jahre vor ihrem Ende." Ob solche Aussagen wirklich Furys geistiger Umnachtung entspringen oder ob doch Berechnung darin liegt? Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus beidem.