Starporträt

Tom Tykwer

52 Jahre

Tom Tykwer ist nicht nur hierzulande ein gefeierter Filmemacher, auch international hat sich der gebürtige Wuppertaler längst einen Namen gemacht

  • Geboren , Deutschland / Wuppertal
  • VornameTom
  • Name Tykwer
  • Grösse 1.88 m
  • Sternzeichen Zwillinge
  • Partner Marie Steinmann (verheiratet)
  • Kinder Anton  (*2009)

Biografie von Tom Tykwer

Der Filmregisseur, Drehbuchautor, Filmproduzent und Filmkomponist Tom Tykwer ist eine der wenigen deutschen Filmgrößen, die auch außerhalb unserer Landesgrenzen für Aufmerksamkeit sorgen. Diesen unfassbaren Erfolg, vor allem als Regisseur, verdankt Tykwer natürlich einer großen Portion Fleiß, aber ohne Frage auch seiner Leidenschaft fürs Geschichten erzählen. Grund genug, um einen Blick auf seine außergewöhnliche Biografie zu werfen.

Die Liebe zum Film

Schon früh begeisterte sich der kleine Tom für die Welt des Films. Als Achtjähriger begann er, eigene Super8-Filme zu drehen und sicherte sich neben der Schule diverse Jobs in Programmkinos in seiner Heimatstadt Wuppertal. Vergebens bewarb er sich nach der Schule für ein Regiestudium an Filmhochschulen, also packte er seine Sachen und zog nach Berlin, um erst mal irgendetwas zu studieren. Die Wahl fiel auf Philosophie, doch seine Liebe galt nach wie vor dem Film. Er jobbte weiterhin in Lichtspielhäusern, arbeitete als Drehbuchlektor und drehte Kurzfilme, ehe er 1988 Leiter des legendären Programmkinos Moviemento in Kreuzberg wurde.

Erste Erfolge

Doch sein Traum war nicht das Vorführen von Werken anderer Filmemacher, sondern selber Filme zu erschaffen. Tom Tykwer brauchte einen langen Atem, arbeitete unentwegt an seinen Filmen und konnte rasch erste Kurzfilme verwirklichen. Nachdem er 1994 zusammen mit Stefan Arndt, Dani Levy und Wolfgang Becker die Produktionsfirma "X-Filme Creative Pool" gegründet hatte, konnte er mit  "Die tödliche Maria" und "Winterschläfer" beachtliche Anfangserfolge abliefern.

Großer Durchbruch mit "Lola rennt"

Den großen Durchbruch brachte allerdings erst sein dritter Spielfilm "Lola rennt". Die Geschichte ist schnell erzählt: Lola (Franka Potente) muss in 20 Minuten 100.000 Mark auftreiben, um ihren Freund Manni (Moritz Bleibtreu) zu retten. Die Inszenierung des Films allerdings ist innovativ und experimentell, denn anhand derselben Ausgangssituation werden drei verschiedene Varianten der Story in ungewöhnlicher Struktur erzählt. Experiment geglückt! "Lola rennt" wird zum erfolgreichsten deutschen Kinofilm der Saison 1998/1999, wird auch im Ausland ein Erfolg und räumt zahlreiche Preise ab.

Auf nach Hollywood

Von nun an war sowohl die deutsche, als auch die internationale Filmszene vom Wunderkind Tykwer begeistert. Und so wunderte es niemanden, dass 2002 mit "Heaven" seine erste internationale Produktion entstand. Während er sich damals mit Cate Blanchett schon eine Hollywoodgröße für die Hauptrolle sicherte, ließ er 2008 mit Clive Owen und Naomi Watts im Film "The International" wieder einiges auffahren. Zwischenzeitlich drehte er "Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders", eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Patrick Süskind, das von Kritikern zwar nicht gerade gefeiert wurde, dafür aber zum großen Publikumserfolg avancierte.

Dreamteam Tom Tykwer und Tom Hanks

Mit der tragisch-komischen Beziehungsgeschichte "Drei" ging es 2010 zunächst wieder etwas ruhiger zu, ehe sich Tykwer zwei Jahre später an eine imposante, amerikanische Produktion wagte. An der Seite von Andy und Lana Wachowski inszeniert er den Science-Fiction-Film "Cloud Atlas", der mit Tom Hanks, Halle Berry, Susan Sarandon und Hugh Grant überaus prominent besetzt ist. Und weil sich das Team Tykwer/Hanks als äußerst produktiv und harmonisch bewährt hat, war es für Tykwer gar keine Frage, wen er für seinen nächsten Film "Ein Hologramm für den König" besetzten würde. Nur Tom Hanks kam in Frage und der sagte sofort bereitwillig zu. Keine Frage, Tom Tykwer hat den Sprung auf die Weltbühne des Kinos geschafft.

Tom Tykwer dreht neue Serie: "Babylon Berlin"

Doch neuerdings, seit Serien gehyped und als Kunstform ähnlich ernst genommen werden wie Spielfilme, wagt sich auch ein Tom Tykwer auf das TV-Serien-Parkett. Seit 2016 dreht er an einer Show unter dem Arbeitstitel "Babylon Berlin", die in Zusammenarbeit mit der ARD und dem Pay-TV-Sender Sky entstehen soll. Und die lassen sich das Fernsehspektakel ordentlich was kosten. Kosten pro Stunde: Rund 2,5 Millionen Euro, so Produzent Jan Mojto. Man würde aber insgesamt unter 40 Millionen Euro bleiben, sagt Produzent Stefan Arndt – somit wird "Babylon Berlin" die bislang teuerste deutsche Fernsehproduktion werden. Gedreht wird heimlich und abgeschottet von der Öffentlichkeit in und um Berlin, sowie in der Medienstadt Babelsberg. Am Ende sollen zwei Staffeln mit je acht 45-minütigen Episoden über die Mattscheiben flimmern. Für solch ein Mammutprojekt braucht es natürlich neben Starregisseur Tykwer auch Deutschlands Schauspielelite mit an Bord: Volker Bruch, Liv Lisa Fries, Toby Dammit, Benno Fürmann, Hannah Herzsprung, Matthias Brandt, Lars Eidinger und Fritzi Haberlandt. Na, wenn das mal keine erstklassige Fernsehunterhaltung made in Germany verspricht!