Starporträt

Tom Ford

56 Jahre

Er kreiert die Kleidungsstücke, aus denen Red-Carpet-Träume sind: Modedesigner Tom Ford. Und inzwischen steht er auch erfolgreich hinter der Kamera  

  • Geboren , Austin, Texas / Vereinigte Staaten
  • VornameThomas Carlyle
  • Name Ford
  • Grösse 1.83 m
  • Sternzeichen Jungfrau

Biografie von Tom Ford

Hinter jedem strahlenden Promi steht ein begnadeter Modedesigner, der die Stars in edle Roben und maßgeschneiderte Anzüge steckt. Einer, der es so ganz nach oben geschafft hat, ist Celebrity-Liebling .

Erst die Arbeit – dann das Vergnügen

Großer Erfolg bei großen Modehäusern

Doch zum Glück sollte sich Tom Ford bei Gucci als sehr passende Wahl herausstellen: Zwar startete er dort zunächst nur als Designer für die Damenlinie, nach nur sechs Monaten durfte er sich aber auch den Männerkollektionen widmen und wurde 1994 schließlich ganz zum Creative Director ernannt. Schnell stellte sich auch der große Erfolg ein: Die Verkaufszahlen schossen in die Höhe und Guccis Image wurde Dank einer gehörigen Prise Sexyness, sowohl auf den Laufstegen als auch in den Werbekampagnen, ziemlich aufgebessert. So wurde Wunderdesigner Tom Ford auch bei anderen Häusern gefragt: Beim Label heuerte man ihn ebenfalls an feierte ihn für seine Kreationen. Doch natürlich hat auch die schönste Erfolgsgeschichte irgendwann mal ein Ende und so gingen Tom Ford und Gucci 2004, nach langjähriger erfolgreicher Zusammenarbeit, aufgrund von Differenzen getrennte Wege.

Der Traum bleibt das eigene Label

Und der wusste schon früh, dass er mal etwas Großes erreichen wollte. In Texas aufgewachsen zog es den jungen Tom bereits als Teenager aus der Kleinstadt ins turbulente New York City, um Kunstgeschichte an der "New York University" zu studieren. Nach einem Jahr schmiss er sein Studium aber schon wieder hin und startete ein Architekturstudium an der Kunst-Uni Parsons.

Erste Schritte im Modebusiness

Schon während dieser Zeit wurde auch seine Liebe zur Mode deutlich. So verbrachte Ford während des Studiums ganze eineinhalb Jahre in Paris, wo er als Praktikant bei Chloé arbeitete. Und auch sein letztes Jahr zurück in New York an der Parsons widmete er dann dem Modedesign-Studium, machte aber seinen Abschluss noch in Architektur. Ob Körper oder Hauswände, Ford hatte auf jeden Fall seinen Blick für Ästhetik erkannt.

Umzug nach Italien

Kein Wunder also, dass er auch nach der Uni gerne in diesem Feld bleiben wollte. Mit Hartnäckigkeit konnte er sich schon damals seinen Traum erkämpfen: Einen Monat lang soll Tom Ford jeden Tag die Designerin Cathy Hardwick angerufen haben – bis sie ihm endlich eine Zusage gab. Nach zwei Jahren als Designassistent wechselte er 1988 zum Label Perry Ellis, doch die Lust an der amerikanischen Mode schien ihm zunehmend vergangen – 1990 zog Tom Ford nämlich nach Italien und fing beim italienischen Modehaus Gucci an, obwohl das damals alles andere als beliebt war und sogar kurz vor dem Bankrott stand.

Großer Erfolg bei großen Modehäusern

Doch zum Glück sollte sich Tom Ford bei Gucci als sehr passende Wahl herausstellen: Zwar startete er dort zunächst nur als Designer für die Damenlinie, nach nur sechs Monaten durfte er sich aber auch den Männerkollektionen widmen und wurde 1994 schließlich ganz zum Creative Director ernannt. Schnell stellte sich auch der große Erfolg ein: Die Verkaufszahlen schossen in die Höhe und Guccis Image wurde Dank einer gehörigen Prise Sexyness, sowohl auf den Laufstegen als auch in den Werbekampagnen, ziemlich aufgebessert. So wurde Wunderdesigner Tom Ford auch bei anderen Häusern gefragt: Beim Label Yves Saint Laurent heuerte man ihn ebenfalls an und feierte ihn für seine Kreationen. Doch natürlich hat auch die schönste Erfolgsgeschichte irgendwann mal ein Ende und so gingen Tom Ford und Gucci 2004, nach langjähriger erfolgreicher Zusammenarbeit, aufgrund von Differenzen getrennte Wege.

Glück im Job – und in der Liebe

Und hinter diesem Namen verbirgt sich natürlich auch ein für die Öffentlichkeit interessantes Privatleben: Wie so viele seiner Modedesigner-Kollegen ist auch Tom Ford homosexuell. Seine Sexualität entdeckte er schon als Jugendlicher, als er gerne in dem legendären Nachtclub Studio54 feiern ging. Heute sind seine wilden Partyzeiten allerdings vorbei, denn schon seit 1986 ist er mit dem US-amerikanischen Journalisten zusammen und zur Ruhe gekommen. Tom Ford und sein Freund sind sogar verheiratet, was in den konservativen USA leider keine Selbstverständlichkeit ist, und haben auch einen gemeinsamen Sohn, Alexander John Buckley Ford, der 2012 geboren wurde und das Familienglück komplettierte.

Neue Herausforderung: Tom Ford wird Regisseur

Tom Ford scheint ein Typ Mensch zu sein, dem schnell langweilig wird, der Herausforderungen liebt und sich dem Leben stellt. 2009 schuf er, quasi aus dem Nichts, das filmische Meisterwerk "A Single Man" und viele fragten sich, warum ein Designer plötzlich zum Regisseur wird und einen Film dreht. Für Tom Ford hingegen stand schon länger fest, dass er sich selbst als Designer sieht, dessen wahre künstlerische Seite vom Filmemachen lebt. Spätestens als bekannt wurde, dass Ford für sein Regiedebüt die Hollywoodgrößen Colin Firth und Julianne Moore gewinnen und Firth sogar eine Oscar-Nominierung als bester Hauptdarsteller abstauben konnte, war wohl auch der letzte Zweifler von den Qualitäten des einstigen Modemannes überzeugt. 2016 lieferte Tom Ford mit "Nocturnal Animals" seinen lang ersehnten zweiten Spielfilm. Mit Jake Gyllenhaal und Amy Adams schuf er erneut einen hoch gelobten Film, der ihm sogar eine Golden-Globe-Nominierung für seine Regie einbrachte. Bei so vielen Talenten dürfen wir also gespannt sein, mit was uns Tom Ford in Zukunft überraschen wird.