Starporträt

Til Schweiger

Til Schweiger hat es weit gebracht: Von "Manta, Manta" und "Lindenstraße" bis nach Hollywood - und immerhin auch schon mal an die Seite Angelina Jolies

Bekannt als Til Schweiger
Vorname Tilman Valentin
Name Schweiger
Geburtstag 19. Dezember 1963
Alter 52 Jahre
Geburtsort Freiburg im Breisgau / Deutschland
Größe 1,78 m
Sternzeichen Schütze

Was Sie wissen sollten - Biografie

Nach seiner Zeit bei der "Lindenstraße" röhrte Til Schweiger Anfang der 90er erstmals mit der benzinhaltigen Ruhrpottklamotte "Manta, Manta" über die Kinoleinwand. Drei Jahre später folgte "Der bewegte Mann" und Schweiger wurde zu einem der gefragtesten deutschen Mimen – bis heute.

Ab nach Hollywood

Seit Jahren zählt der gebürtige Freiburger zur ersten Riege der nationalen Schauspielzunft. Einer, der es innerhalb weniger Jahre von der "Lindenstraße" bis nach Hollywood geschafft hat. Dort sah man ihn in durchaus erfolgreichen und gelobten Filmen – allerdings nur in Nebenrollen. Der amerikanische Markt ist eben hart. So spielte Schweiger etwa den Widerpart von Angelina Jolie in "Tomb Raider II", an der Seite von Clive Owen in "King Arthur", im starbesetzten Episodenfilm "Happy New Year", sowie einen Feldwebel in Quentin Tarantinos Kultfilm "Inglourious Basterds". In Deutschland ist das anders, hier würde er sich nie mit einer Nebenrolle zufrieden geben. Am liebsten spielt Schweiger seine Paraderolle des ruppigen Machos mit Herz. So jemanden, wie den Draufgänger "Axel", mit dem er 1994 im "Bewegten Mann", nackt auf einem Wohnzimmertisch kauernd, seinen Durchbruch schaffte.

Schweiger kann nicht nur Macho

Schweiger ist oft sein Hang zum Seichten vorgeworfen worden: Nicht sein Talent, sondern sein knackiger Hintern sei der Grund für seinen Erfolg. So etwas ärgert den ehrgeizigen Schweiger (Abiturnote: 1,7) und er verweist dann auf gefühlvoll erzählte Filme wie "Knockin' on Heavens Door" oder "Barfuß", seinen "wichtigsten Film", den er kurz nach seiner Rückkehr nach Hamburg drehte. Dass es dennoch seine romantischen Komödien sind, die an den Kinokassen am besten ankommen, ist nicht weiter verwerflich. Der Regisseur Til Schweiger hat mit "Keinohrhasen", "Zweiohrküken" und "Kokowääh" Filme für die ganze Familie geschaffen - und seinen eigenen Nachwuchs medienwirksam mit vor die Kameras geholt. Aber auch vor ernsten Themen schreckt Schweiger nicht zurück: Mit "Honig im Kopf" und Dieter Hallervorden in der Hauptrolle eines an Alzheimer erkrankten ehemaligen Arztes inszeniert er ein sensibles und gefühlvoll erzähltes Stück Kino.

Schweiger eckt gerne mal an

Doch Everybody's Darling ist Schweiger ganz und gar nicht. Die einen belächeln ihn für sein Mainstream-Kino, die anderen lieben gerade sein Verständnis von gutem Filmstoff. Aber auch fernab der Leinwand hat Schweiger es drauf, gerne mal anzuecken. Als 2011 bekannt wurde, dass er zukünftig im Hamburger "Tatort" den Kommissar Nick Tschiller verkörpern wird, ließ er die Gelegenheit nicht aus, gleich mal über den Vorspann des deutschen Klassikers herzuziehen. Diesen bezeichnete er nämlich als "outdated" und "irgendwie dämlich" und bekam für seine Äußerungen ordentlich auf die Mütze. Nicht die einzige Kontroverse, die Schweiger ins Rollen brachte. Noch im selben Jahr forderte er in der Talkshow von Markus Lanz eine Meldepflicht für Sexualstraftäter. In den USA, wo Schweiger einige Jahre mit seiner Ex-Frau Dana gelebt hatte, sei dies ganz üblich und er wüsste nicht, "was daran verwerflich sein soll".

Er tut Gutes

Aber immerhin tut Schweiger mit seiner Prominenz auch Gutes. So engagiert er sich gegen Kinderarmut in Deutschland und arbeitete mit diversen Stiftungen zusammen, um die Kinderarmut in Deutschland zu reduzieren. Im Sommer 2015 gründete der Schauspieler, Regisseur und Produzent die "Til Schweiger Foundation", die mit gebündelter Kraft die Chancengleichheit unter Kindern und die Teilhabe an Bildung fördern soll. Also, was auch immer man vom Multitalent Schweiger halten mag, der auch gerne mal auf Facebook seinen Unmut sehr deutlich und mit übertrieben vielen Ausrufezeichen zum Ausdruck bringt – immerhin mischt er sich ein!