Starporträt

Taylor Kitsch

36 Jahre

Angehender Eishockeyprofi, Model und Schauspieler – Der Kanadier Taylor Kitsch hat schon so einige Stationen hinter sich

  • Geboren , Kelowna / Kanada
  • VornameTaylor
  • Name Kitsch
  • Grösse 1.81 m
  • Sternzeichen Widder

Biografie von Taylor Kitsch

Hätte man den Prophezeiungen geglaubt, wäre der Schauspieler Taylor Kitsch bereits 2012 in den Hollywood-Olymp aufgestiegen. Doch so richtig wollte es mit dem fulminanten Durchbruch dann doch nicht klappen.

Kinoflops statt großer Blockbuster-Erfolge

Immerhin spielte Taylor Kitsch im Jahr 2012 in gleich drei unvorstellbar teuren Großproduktionen mit. Erst übernahm er die Hauptrolle im 250-Millionen-Dollar-Spektakel "John Carter – Zwischen zwei Welten", dann war er im 200 Millionen teuren "Battleship" zu sehen und Oliver Stone besetzte ihn neben Salma Hayek für seinen Film "Savages". Doch die Einspielergebnisse waren enttäuschend und Taylor Kitsch wurde wider Erwarten nicht als neuer Hollywoodstar gefeiert.

Wie ein Traum zerplatzte

Doch der Schauspieler, der im April 1981 im kanadischen Kelowna das Licht der Welt erblickte, fasste die Kinoflops nicht als Misserfolg auf. Im Gegenteil: "Hätte mir damals jemand gesagt, deine ersten beiden Filme werden weltweit 600 Millionen Dollar einspielen, wäre ich jubelnd umhergelaufen." Denn Taylor Kitsch weiß sehr genau, wie sich Armut und wahres Scheitern anfühlen. Wie so ziemlich jeder kleine kanadische Junge träumte auch Taylor Kitsch von einer Karriere als Eishockeyspieler. Und tatsächlich, die Chancen standen gut für den sportlichen Teenager. Mehrere Stipendien wurden ihm angeboten, der Traum rückte gerade in greifbare Nähe, als sich Kitsch während eines Spiels schwer verletzte. "Ich fiel auf das Eis und wusste, das war es für mich", erzählte er der "Los Angeles Times". "Danach bin ich erst mal in ein tiefes Loch gefallen. Ich musste mir überlegen, was ich mit meinem Leben anfangen will."

Wie eine Luftmatratze zum Luxus wird

Doch wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich die nächste. Was Taylor Kitsch mit seinem Leben anfangen wollte, regelte zunächst der Zufall für ihn. In seiner kanadischen Heimat wurde er von einem Modelscout entdeckt, zog daraufhin nach New York und versuchte sich als Male Model. Doch das Modeln war nur Mittel zum Zweck, Geld zu verdienen, denn er empfand das Posieren und die Oberflächlichkeiten der Branche als "seelenlos". In Wahrheit wollte er Schauspieler werden und steckte jeden hart verdienten Cent in seine Schauspiellehrerin. Doch viel blieb von seinen Gagen nicht übrig, die Karriere kam nicht so richtig ins Rollen. New York ist ein hart umkämpftes Pflaster voller Konkurrenz und so konnte Taylor Kitsch eines Tages seine Miete nicht mehr zahlen. "Ich war lange obdachlos, habe in meinem Auto in Los Angeles geschlafen, oder in U-Bahn-Stationen in New York. Weil ich Kanadier war, habe ich kein Arbeitsvisum bekommen, und als das Geld knapp wurde, konnte ich legal nicht weiter arbeiten. Wenn ich bei Freunden auf einer Luftmatratze schlafen konnte, war das purer Luxus!"

Die Karriere nimmt endlich Fahrt auf

Zum Glück rappelte sich der angehende Schauspieler schnell wieder auf und ergatterte erste kleine TV- und Filmrollen, ehe er 2006 mit seiner Rolle des Footballspielers Tim Riggins in der Serie "Friday Night Lights" erste Berühmtheit erlangen konnte. Dank des Erfolges der Show konnte Taylor Kitsch seine Biografie in den kommenden Jahren um Filme wie "Der Pakt - The Covenant", "X-Men Origins: Wolverine" und "The Bang Bang Club" erweitern – gefolgt von den drei Kinoflops im Jahr 2012. Nach den Kinofilmen "Die große Versuchung – Lügen bis der Arzt kommt" und "Lone Survivor" zog es Tylor Kitsch im Jahr 2015 zurück ins TV. Neben Colin Farrell, Vince Vaughn und Rachel McAdams stand er für die zweite Staffel der HBO-Erfolgsserie "True Detective" vor der Kamera. Nebenbei brachte er noch sein Regiedebüt "Pieces", für das er ebenfalls das Drehbuch geschrieben hat, auf die Leinwand.

Taylor Kitsch feilt fleißig an seiner Karriere

Nach einer Auszeit, in der er sein Haus in Texas ausgebaut hat, meldet sich Taylor Kitsch im Jahr 2017 zurück, ganz zur Freude seiner Fans. In dem Action-Agenten-Thriller "American Assassin" steht er als Bösewicht an der Seite von Dylan O'Brien und Michael Keaton vor der Kamera und erweitert seine Filmografie um einen weiteren Actionstreifen. Den Serien bleibt Kitsch aber auch treu: 2018 flimmert seine neue Miniserie "Waco" über die Mattscheibe. Wie man unschwer erkennen kann, arbeitet Taylor Kitsch sehr fleißig und geduldig an seiner Karriere und wird so bestimmt den Weg nach ganz oben meistern. Aber falls doch nicht, müssen wir uns um den kanadischen Naturburschen auch keine Sorgen machen: "Schlimmstenfalls mache ich eine Stufe kleiner weiter. Ich habe kein Problem damit, für den Rest meines Lebens Independent-Filme zu drehen."