Starporträt

Sophie Marceau

Unschuldig - sexy - ernsthaft: Sophie Marceau hat sich vom Teenieschwarm übers Sexsymbol bis hin zu einer seriösen Schauspielerin entwickelt

Bekannt als Sophie Marceau
Vorname Sophie Danièle Sylvie
Name Maupu
Geburtstag 17. November 1966
Alter 50 Jahre
Geburtsort Paris / Frankreich
Größe 1,77 m
Sternzeichen Skorpion
Die Clique

3 von 4

Biografie:
Was Sie über Sophie Marceau wissen sollten

Mit gerade mal 13 Jahren bewarb sich Sophie Marceau für die Rolle der unschuldig-braven Vic in 'La Boum - Die Fete', mit 14 trat sie vor die Kamera und wurde über Nacht zum Star. "Ich wollte Geld verdienen, unabhängig sein. Das hatte ich von meinen Eltern. Ich habe sie hart arbeiten sehen und dachte: 'Das ist großartig'", erklärte die Künstlerin mit der schicken Frisur über diesen frühen Fleiß.

Das Mädchen aus der Arbeiterklasse wird zum Sexsymbol

'La Boum' (1980) sollte der Start einer glanzvollen Karriere werden, in der es Sophie wie kaum einer anderen Schauspielerin gelang, sich durch ihre verschiedenen Filme zum Superstar zu entwickeln. Schublade? Keine Chance! Die Tochter einer Verkäuferin und eines Kraftfahrers hatte schon immer ein gutes Gespür dafür, welche Filme die richtigen für sie sind. Nach 'La Boum 2 - Die Fete geht weiter' (1982) kaufte sie sich aus dem Vertrag mit der Filmfirma frei, um nicht noch einen dritten Teil drehen zu müssen.

Als Sexsymbol aber galt sie weiterhin - und setzte dieses Image perfekt in Szene: Im Alter von 18 Jahren sorgte sie mit 'Liebe und Gewalt' (1985) und dessen freizügigen Liebesszenen in Frankreich für einen Skandal. Ein Jahr später, in dem Film 'Abstieg zur Hölle', ging sie mit einem deutlich älteren Mann ins Bett. Das Pikante daran: Claude Brasseur, der ihren alten Ehemann gab, war für sie kein Unbekannter: In 'La Boum' spielte er ihren Vater.

Der 'Spiegel' schrieb dazu: "Für die meisten Franzosen war das schlicht Inzest, für Marceau selbst war es die letzte entscheidende Schlacht eines erfolgreichen Freiheitskampfs." Dieser Freiheitskampf führte Sophie über zwei weitere Filme, danach hatte sie sich endgültig vom Mädchen-Image verabschiedet: der Liebesfilm 'Die Studentin' (1988) und das Erotik-Drama 'Meine Nächte sind schöner als deine Tage' (1989). Im Jahr darauf wurde Hollywood hellhörig und Sophie drehte 'Pacific Palisades'. Es dauerte allerdings noch fünf Jahre, bis ihr der Durchbruch in der Traumfabrik gelang: 1995 neben Altmeister Mel Gibson in 'Braveheart'.

1999 gab Sophie dann als Elektra King in 'Die Welt ist nicht genug' den weiblichen Gegenspieler von James Bond: böse, doch gleichzeitig verführerisch. "Ich mag Verführung. Auch als Zeichen des Interesses, das ich für jemanden habe. Und ich brauche das Gefühl, bewundert, geliebt und betrachtet zu werden."

Video

Sophie und die Männer

Beruflich kann kaum einer mit der brillanten Leinwandschönheit mithalten - immerhin hat sie es geschafft, zahllose Erotikszenen zu drehen, ohne jemals in der Schmuddel-Schublade zu landen. Anfang der 90er-Jahre eroberte sie außerdem das Theater und führte später auch selbst Regie. Privat allerdings musste sie 2014 einen Rückschlag einstecken: Ihre Ehe mit Schauspieler Christopher Lambert, den sie 2007 bei den Dreharbeiten zu dem Film 'Zimmer 401 - Rückkehr aus der Vergangenheit' kennengelernt hatte, scheiterte. "Beziehungen sind wahrscheinlich nicht dafür gemacht, ewig zu halten", kommentierte Sophie kurz nach der Trennung trocken.

Lambert allerdings war nicht ihre erste Liebe: Sophie war davor 17 Jahre lang mit dem polnischen Regisseur Andrzej ?u?awski liiert. Mit ihm drehte sie nicht nur die Filme 'Liebe und Gewalt', 'Meine Nächte sind schöner als deine Tage', 'Blue Note' (1991) und 'Die Treue der Frauen' (2000), sondern bekam 1995 auch den Sohn Vincent. Mit dem Produzenten Jim Lemley hat sie die Tochter Juliette, die 2002 zur Welt kam. Was als Mutter pubertierender Kinder in der Zukunft noch an Veränderungen auf sie zukommt, konnte Sophie Marceau 2008 schon einmal ausprobieren. In dem Film 'LOL (Laughing Out Loud)' spielte sie die Mutter einer 16-jährigen Tochter, die mit den typischen Problemen eines jungen Mädchens zu kämpfen hat. Und das knapp 30 Jahre nachdem Sophie Marceau selbst als feierwütiger Teenager das erste Mal die Kinoleinwand eroberte.