Starporträt

Sharon Stone

Manche Szenen sind einfach für die Ewigkeit. Eine solche ist ohne Zweifel jene, in der Sharon Stone die Beine übereinander schlägt.

Bekannt als Sharon Stone
Vorname Sharon Yvonne
Name Stone
Geburtstag 10. März 1958
Alter 58 Jahre
Geburtsort Meadville, Pennsylvania / USA
Größe 1,74 m
Sternzeichen Fische

Was Sie wissen sollten - Biografie

In ihrer berühmtesten Szene aus "Basic Instinct" schlug Hollywoods klügste Blondine ihre langen Beine übereinander und zeigte dem staunenden Publikum für eine endlos lange Sekunde, dass weniger manchmal eben mehr sein kann. Der freizügige Thriller von Paul Verhoeven lockte 1992 die Massen ins Kino und machte Sharon Stone zum Sexsymbol der 90er.

Erfolg dank nackter Tatsachen

Dabei hatte "Miss Pensylvania 1975" aus der muffigen Kleinstadt Meadville gut zehn Jahre gebraucht, um sich endlich in Hollywood durchzusetzen. 1980 gab sie - nur kurz in einem Zug vorbeifahrend - ihr Minidebüt in Woody Allens "Stardust Memories" und dümpelte dann jahrelang als Vorzeigeblondinchen durch B-Movies Marke "Police Academy" oder "Quatermain". Erst Arnies Muskelberge verhalfen ihr schließlich zum Durchbruch. Der Welterfolg von "Die totale Erinnerung - Total Recall" machte sie 1990 schlagartig berühmt. Dass Sharon fast gleichzeitig für den "Playboy" blankzog, tat sicherlich sein Übriges dazu. Ihr Image als heiße Blondine und sexy Verführerin hatte sie erst mal weg, "Basic Instinct" zementierte zwei Jahre später schließlich ihren Status als neue Sexgöttin Hollywoods. Kein Wunder, dass Sharon versuchte durch Filme wie "Sliver" (1993) und "The Specialist" (1994) weiterhin auf dieser Schiene zu fahren. Dabei ist sie nicht nur schön, sondern mit einem angeblichen IQ von 148 auch hochintelligent. Erst Martin Scorseses "Casino" zeigte 1995, dass noch mehr in ihr steckt als die ewige Femme Fatale: Prompt bekam sie eine Nominierung für den Golden Globe sowie den Oscar. Trotzdem: Der ganz große Coup wollte der Schauspielerin nie so wirklich gelingen, weshalb auf ihrer schönen Stirn schon bald ein für Hollywood tödlicher Stempel prangte: Kassengift!

Die Rückkehr des Beinaufschlags

Nach dem Mega-Flop "Catwoman" (2004) folgte dann das Unvermeidliche: Die Rückkehr von Catherine Tramell. 14 Jahre nach dem ersten Teil wagte sich Stone an ein Sequel von "Basic Instinct". Im nicht mehr ganz taufrischen Traumfabrik-Alter von 47 Jahren zog sie noch einmal blank und erhielt nicht nur dafür großartige Kritiken. Das einzige Problem: Kaum jemand wollte den Streifen sehen, der Film spielte nicht einmal die Stonesche Gage ein. Sie selbst nahm ihre Talfahrt mit Humor: "Natürlich stimmt es, dass es an der Spitze verdammt einsam ist. Aber unten ist es entsetzlich überlaufen." In den letzten Jahren versuchte sich Sharon Stone deshalb neu zu erfinden, nahm vorrangig Charakterrollen an. Filme wie "Lovelace" (2013) oder "Plötzlich Gigolo" (2014) mit Woody Allen sind kleine Schritte, um auf der Karriereleiter wieder ganz oben anzukommen. Aber noch viel wichtiger: Diese Filme scheinen viel besser zu Sharon zu passen! "Jetzt spiele ich viele Charakterrollen, was gewissermaßen eine Erleichterung ist, denn wie lange kann man schon High Heels tragen? Verratet es niemandem, aber ich freue mich irgendwie darüber, dass ich jetzt Dinge spielen kann, die mir vertrauter sind. Heiß zu sein, war ziemlich weit hergeholt für mich, aber ich hab es gemacht."

Hinter der Femme-Fatale-Fassade

Auch privat sah sich Sharon, die vor der Schauspielkarriere als Model kiffend durch Europa tourte, schon mit Höhen und Tiefen konfrontiert. Dreimal war der Hollywoodstar insgesamt verheiratet, zuletzt sah es 1998 so aus, als ob sie endlich den Mann fürs Leben gefunden hatte. Doch auch ihre dritte Ehe mit Phil Bronstein endete nach sechs Jahren. Seit Ende 2014 ist sie mit dem 14 Jahre jüngeren Schauspieler David DeLuise wieder glücklich. Die Hauptrolle in Sharons Leben spielen aber ganz klar drei andere Männer: Ihre Adoptivsöhne Roan, Laird und Quinn. Dank ihrer späten Mutterschaft - ihr erstes Kind adoptierte sie mit 42 - hat sich ihr Leben komplett verändert: "Man sieht die Dinge sehr viel klarer, weil man alles mit der Einfachheit und Unvoreingenommenheit eines Kindes wahrnimmt. Wenn man Kinder hat, werden die eigenen Prioritäten neu sortiert."