Starporträt

Sandra Oh

46 Jahre

Von der ersten Folge an war Sandra Oh der heimliche Star in „Grey's Anatomy“. Trotz Eigenwilligkeit eroberte sie die Herzen der Zuschauer im Sturm

  • Geboren , Nepean, Ontario / Kanada
  • VornameSandra Miju
  • Name Oh
  • Grösse 1.68 m
  • Sternzeichen Krebs
  • Partner Andrew Featherston (Lebenspartner); Alexander Payne (geschieden)

Biografie von Sandra Oh

Wie haben wir Sandra Oh in ihrer Rolle der empathielosen, karrierefixierten Chirurgin Dr. trotz ihrer Eigenwilligkeit ins Herz geschlossen! Ganze neun Jahre (2005-2014) spielte sie voller Hingabe in der Erfolgsserie „Grey's Anatomy“. Sie war die erste, die Dr. den Spitznamen „McDreamy“ verpasste, wurde von ihren männlichen Kollegen mit billigem Fusel, aber auch Single Malt Scotch verglichen und scherte sich wenig um Konventionen. Eine Waschmaschine? So was braucht Christina Yang nicht – man kann sich schließlich immer neue Kleidung kaufen, wenn die alte schmutzig ist. Schweren Herzens verließ die Serie nach der zehnten Staffel, hatte allerdings ruhmreiche Andenken im Gepäck: einen Golden Globe konnte sie mit nach Hause nehmen und sich über fünf Emmy-Nominierungen in Folge freuen.

Sandra war ein begabtes Kind

Schon früh in ihrer Kindheit begann sich Sandra ernsthaft für die Schauspielerei zu interessieren. Sie ist in Ottawa als Kind koreanischer Einwanderer zur Welt gekommen und wuchs mit ihren Eltern, der Vater war Geschäftsmann und die Mutter Biochemikerin, ihrem Bruder Ray und ihrer Schwester Grace im beschaulichen Kanada auf. Bereits zu Grundschulzeiten begann sie Ballett zu tanzen und nahm Schauspielstunden. Schnell trug ihr Fleiß Früchte: Im zarten Alter von zehn stand sie das erste Mal für ein Musical auf einer Theaterbühne und wusste, dass sie die Schauspielerei liebt.

Gegen den Willen der Eltern – Sandra wollte unbedingt Schauspielerin werden

„Nachdem ich die Schauspielerei für mich entdeckt hatte, gab es kein Weg zurück. Ich war sehr glücklich darüber, dass ich neben dem Ballett eine zweite Leidenschaft entdeckt habe, denn, so sehr ich das Tanzen aus ganzem Herzen geliebt habe, ich wusste immer, ich war nicht gut genug, um professionelle Tänzerin zu werden.“ Und so lag es nur nahe, dass Sandra nach ihrem Schulabschluss ein Studium der Darstellenden Künste an der renommierten „National Theatre School of Canada“ in Montreal begann. Doch ganz und gar nicht zur Freude ihrer Eltern, die sich für ihre Tochter ein seriöses Journalismus-Studium gewünscht hatten. Sandra hatte aber zum Glück ihren eigenen Kopf, wollte ihre Träume verwirklichen und so zog sie das Studium auf eigene Kosten und ohne Unterstützung ihrer Eltern durch.

Erste Rollen und der große Durchbruch mit „Grey's Anatomy“

Nach Beendigung ihres Studiums feierte sie in der Klamauk-Komödie „Bean – Der ultimative Katastrophenfilm“ ihr Leinwanddebüt. Die kommenden Jahre schlug Sandra sich mit etlichen Nebenrollen in Kino und TV durch, unter anderem in „Plötzlich Prinzessin“, „Für alle Fälle Amy“ und „Six Feet Under – Gestorben wird immer“. Großen Erfolg feierte Sandra mit ihrer Rolle im oscarprämierten Film „Sideways“. Der kleine Haken daran: Sandras damaliger Ehemann hat Regie geführt und das Drehbuch geschrieben. Schreit nach Vetternwirtschaft und brachte Sandra deshalb leider nicht die Anerkennung, die sie aufgrund ihrer Leistung verdient hätte. Doch dann kam „Grey's Anatomy“ und alle Zweifler waren verstummt. Sandra schaffte es, dank ihrer unvergessenen Rolle und ihrer außergewöhnlichen schauspielerischen Leistung, einer scheinbar gewöhnlichen Krankenhausserie einen ganz speziellen Anstrich und ungewohnte Tiefe zu verleihen.