Starporträt

Russell Crowe

Russell Crowe agiert in Filmen risikobereit, voller Spannung und Leidenschaft. Privat liebt er seine Freunde, seine Familie und seine Farm

Bekannt als Russell Crowe
Vorname Russell Ira
Name Crowe
Geburtstag 7. April 1964
Alter 50 Jahre
Geburtsort Neuseeland / Wellington
Größe 1,82 m
Sternzeichen Widder

Was Sie wissen sollten - Biografie

Geboren als "Kiwi", also in Neuseeland, fühlt sich Russell Ira Crowe doch als waschechter "Aussi" mit Maori-Hintergrund und norwegischen Wurzeln. Noch interessanter wird die Mischung dadurch, dass sein Großvater aus Wales kam. Schon als zugezogener Vierjähriger adoptierte er Australien als seinen Kontinent und möchte seinen Wohnort um keinen Preis der Welt tauschen: "Nach Los Angeles würde ich nur ziehen, wenn Australien und Neuseeland von einer gigantischen Flutwelle verschluckt worden wären, wenn in Europa die Beulenpest herrschte, und wenn der afrikanische Kontinent von einer Attacke der Marsianer zerstört worden wäre." Rund sieben Fahrstunden von Sydney entfernt besitzt er eine 224 Hektar große Farm, die er mit seinen Eltern zusammen bewirtschaftet - wenn er die Zeit dazu findet. So empfindet der Vollblutschauspieler Russell die lange drehbedingte Abstinenz von der Familie oft als bedrückend. Die Mischung aus Einsamkeit, Anstrengung und einem Jähzorn, der er mit den Genen frei Haus bekam, ließ ihn schon so manches Mal die Contenance verlieren und handgreiflich werden. Hart, aber herzlich - das konnte nicht immer die Entschuldigung für seine Schlägereien nach Feierabend sein. Dieser Kerl von einem Mann liefert aber in seinen Rollen als Schauspieler so viel Intensität, dass ihm immer wieder verziehen wird und auch die besten Regisseure der Welt sich auf sein Temperament einlassen.

"Rustys" Eltern Jocelyn und Alex betrieben einen Film-Catering-Service. Sie steckten ihn schon früh mit dem Schauspiel-Virus an und ließen ihn als Statist Erfahrungen sammeln. Durch Zufall erhielt er so mit sechs Jahren eine kleine Rolle in der TV-Serie "Spyforce". Nachdem er seine Sache gut machte, folgten weitere Produktionen mit ihm, TV-Serien und später auch Theaterarbeit. Trotzdem zog es ihn zunächst ins Musikgeschäft. Als Rus Le Roc quälte er die Hitparaden von Down Under, tourte später mit der "Rocky Horror Show" in Strapsen. Der junge Wilde, der mit Kylie Minogue in der Soap "Neighbours" (1997) gespielt hatte, ließ mit seinem Aufzug im Drama "Romper Stomper" (1992) Sharon Stone aufmerksam werden. Sie holte Russell für "Schneller als der Tod" nach Hollywood und ebnete ihm 1995 damit den Weg. Als Gerechtigkeit suchender Cop wurde er im Gangster-Epos L.A. Confidential (1997) bekannt.

Filmkritiker haben die These aufgestellt, dass Russell wie ein gut getaktetes Metronom in der Lage sei, von einem Extrem ins andere zu schlagen. Als wollte er mit jeder neuen Rolle die vorangegangene konterkarieren, schalte er von Außenseitertum auf Führerqualitäten und ersetze Explosivität durch Introvertiertheit. Deshalb folgte seine Oscar-prämierte Rolle als römischer General Maximus Decimus in Ridley Scotts Historienfilm "Gladiator"(2000) auf "The Insider" (1999), in dem dem er als Abteilungsleiter einer Tabakfirma von seinem Arbeitgeber entlassen und terrorisiert wird. Nach "A Beautiful Mind" (2001) kam "Master and Commander" (2003). Für "Das Comeback" (2005) warf er sich mit aller Macht in den Boxring, um in Ridley Scotts "Ein gutes Jahr" (2006) den bekehrten Londoner Workaholic zu mimen. Als ausgeglichener Bonvivant konnte der starke Aussi aber letztlich nicht wirklich punkten. Doch die nächste Top-Rolle als Sheriff von Nottingham steht schon auf dem Plan und soll noch Ende diesen Jahres realisiert werden.

Sein im Jahre 2002 verstorbener Freund und Schauspielkollege Richard Harris brachte es einst auf den Punkt: "Toller Kerl, liebt Rugby; brillanter Schauspieler, geliebter neuer Freund. Er reizt die Hollywood-Bosse bis zum Wahnsinn, ist aber viel zu gut, um von ihnen ignoriert zu werden."

Autorin: Stefanie Behrens

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