Starporträt

Robert Redford

81 Jahre

Schauspiel-Ikone, Regisseur, Naturschützer und Indie-Film-Förderer - von wem die Rede ist? Von keinem anderem als Robert Redford

  • Geboren , Santa Monica, Kalifornien / USA
  • VornameCharles Robert, Jr.
  • Name Redford
  • Grösse 1.79 m
  • Sternzeichen Löwe
  • Partner Sibylle Szaggars (verheiratet); Lola Van Wagenen (geschieden)
  • Kinder Scott Anthony  (*1959); Shauna  (*1960); James  (*1962); Amy  (*1970)

Biografie von Robert Redford

Bis seine Schauspielkarriere in Gang kam, dauerte es eine Weile - heute zählt zu den größten Legenden Hollywoods. Seinen Durchbruch auf der Leinwand schaffte der gebürtige Kalifornier 1969 als Bankräuber in der Westernkomödie 'Zwei Banditen', bevor er in den 1970ern mit seinen Filmen zum Publikumsmagneten an der Kinokasse avancierte. 1980 startete er mit 'Eine ganz normale Familie' dann auch als Regisseur und gewann den ersten von zwei Oscars. Den zweiten Goldjungen erhielt Robert dann schon 2002 für sein Lebenswerk.

Auf Umwegen zum Erfolg

Seine Kindheit verbrachte der heutige Großverdiener in ärmlichen Verhältnissen. Dank seines Talents als Baseballspieler wurde er mit einem Stipendium der "University of Colorado in Boulder" belohnt, doch dann erschütterte ihn der Tod seiner Mutter so sehr, dass er zur Flasche griff. Er musste die Universität verlassen und verbrachte mehrere Jahre auf Reisen durch Europa und mit Kunststudien in Florenz und Paris. 1958 kehrte er dann in die USA zurück, um Kunst zu studieren und seine Leidenschaft für die Schauspielerei zu entdecken.

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Es dauerte zehn Jahre bis zum Durchbruch: 1967 machte ihn die Komödie 'Barfuß im Park' mit bekannt. 1969 brachte 'Zwei Banditen' den internationalen Durchbruch, gefolgt von zwei Riesenhits: 'So wie wir waren', eine romantische Love-Story mit , und 'Der Clou', beide 1973. Außerdem beeindruckte Redford mit politisch engagierten Filmen wie dem Wahlkampfdrama 'Bill MacKay - Der Kandidat' (1972) und 'Die Unbestechlichen' (1976) über die Watergate-Affäre. Immer wieder zog es ihn auch zu Blockbustern: Ob nun als einfühlsamer Pferdeflüsterer, der zurück in den Sattel hilft, als CIA-Agent, der neben in dem Thriller 'Spy Game' für Spannung sorgt, oder als Milliardär, der 'Ein unmoralisches Angebot' macht. Robert Redford etablierte sich im Laufe seiner Karriere schnell als Leinwandheld und Frauenschwarm. Heute kann er völlig alleine vor der Kamera bestehen: In dem Film 'All Is Lost' mimte er 2013 einen einsamen Segler auf hoher See.

Familie hat Vorrang

Von Robert Redford hört man außerhalb des Filmgeschäfts kaum etwas. Sein Privatleben hält der Hollywoodstar gekonnt aus dem Rampenlicht heraus und sogar seine Hochzeit mit der deutschen Malerin in deren Heimatstadt Hamburg im Juli 2009 lief im Geheimen ab. Liiert ist das Paar allerdings schon weitaus länger: 1996 lernten sich der Schauspieler und die Künstlerin kennen und lieben, nachdem Roberts erste Ehe mit Lola Van Wagenen 1985 nach fast 30 gemeinsamen Jahren zerbrochen war. Aus dieser Verbindung gingen vier Kinder hervor, von denen das erste, ein Sohn, allerdings im Alter von fünf Monaten verstarb. Die Ursache: plötzlicher Kindstod. Bis heute leidet der Star unter diesem tragischen Ereignis. "Als Elternteil neigt man dazu, sich selbst die Schuld zu geben. Dadurch entsteht eine Wunde, die wahrscheinlich niemals wirklich heilen wird." Freude schenken dem Schauspieler jedoch seine drei übrigen Kinder - und sie werden auch stets Priorität haben. "Ich habe ein paar interessante Filme gemacht, aber wenn jemand mich fragen würde, was meine größte Errungenschaft ist, würde ich 'meine Kinder' antworten. Sie sind das Beste in meinem Leben."

Mehr als nur Hollywoodstar

Neben seinem Beruf engagiert sich der Star auch politisch und setzt sich zudem stark für den Naturschutz und die Rechte der nordamerikanischen Ureinwohner ein. Ganz nebenbei verhilft Robert Redford außerdem unbekannten Independent-Filmemachern zum Karrierestart: Im Jahr 1980 gründete er in seiner Wahlheimat Utah das "Sundance Institute" (benannt nach seiner Erfolgsrolle als Sundance Kid) zur Förderung unabhängiger Regisseure und Produzenten. Seit 1984 veranstaltet der Leinwand-Veteran im Rahmen seiner Stiftung obendrein noch das alljährliche "Sundance Film Festival", bei dem sich Liebhaber künstlerisch anspruchsvoller Filme aus der ganzen Welt einfinden. Von so viel Engagement können sich andere Stars eine Scheibe abschneiden.

Im November 2016 dann das erschreckende Statement: Im Interview mit dem "Walker Art Center" erklärt er, nur noch in zwei Filmen mitspielen zu wollen. Dann ist Schluss. Naja, mit 80 Jahren kann man auch ruhig in Rente gehen. Wenn es eine eigene Wikipedia-Seite zu den Filmen gibt, in denen ein bestimmter Schauspieler mitgewirkt hat, dann hat der wirklich einiges geleistet.

Und außerdem ist Robert Redford ja trotz Ruhestand immer noch Präsident des "Sundance Film Festival" und es wird ihm so sicherlich keine Langeweile aufkommen. Und auf dem Regiestuhl will er dann auch wieder öfter sitzen.