Starporträt

Rihanna

Rihanna war Schönheitskönigin in Barbados, wurde zum Superstar, heute kennt sie jeder – und kurzzeitig war die Sängerin eine Symbolfigur geschlagener Frauen

Bekannt als Rihanna
Vorname Robyn Rihanna
Name Fenty
Geburtstag 20. Februar 1988
Alter 28 Jahre
Geburtsort Saint Michael, Barbados
Größe 1,73 m
Sternzeichen Fische

Was Sie wissen sollten - Biografie

Barbados hat viel zu bieten: Traumhafte weiße Strände, klares Wasser, exotische Pflanzen und Tiere. Doch all diese Dinge verblassen, wenn die wohl berühmteste Tochter des Urlaubparadieses ins Licht der Scheinwerfer tritt. Robyn Rihanna Fenty, besser bekannt als Rihanna, stürmt mit ihren Hits weltweit die Charts und macht ihren Landsleuten so alle Ehre.

Große Schritte eines kleinen Mädchens

Rihanna kommt nicht nur aus einem paradiesischen Land, sie hat die Exotik auch in ihren Adern - ihre Mutter Monica stammt aus Guyana, Vater Ronald aus Barbados. Schon in der Schule fiel die kleine Rihanna auf: Weil sie gerne sang, gründete sie mit zwei Mitschülern eine Musicalgruppe. Weil sie zudem auch noch hübsch war, wurde sie 2004 zur "Miss Combemere School" gewählt. Nicht schlecht für ein junges Mädchen. Doch wie schafft man den Sprung vom kleinen Barbados in die weite Welt? Ganz einfach: Durch einen Urlaubsgast!

Ein besonderer Urlaubsgast, Jay-Z und die ersten Alben

Dieser besondere Urlaubsgast hieß Evan Rogers, ein Musikproduzent. Er war von der 15-jährigen Rihanna begeistert und ermöglichte es ihr mit seinem Kollegen Carl Sturken, in New York ein Demo-Tape aufzunehmen. Mehrere Plattenfirmen wurde mit dem Material bemustert, doch ein Chef war besonders angetan: Jay-Z, zu diesem Zeitpunkt frischer CEO von "Def Jam Recordings", lud die aufgeregte, zitternde Rihanna ein - und ließ sie nicht mehr weg. Nach zwölf langen Stunden dann hatte der Rapper das Neu-Talent zur Vertragsunterschrift überredet. Keine schlechte Entscheidung, wie sich bald darauf herausstellte. Gleich die erste Single "Pon de Replay" nämlich wurde zum Hit, Rihannas Album "Music of the Sun" verkaufte sich 2005 millionenfach.

Seitdem produziert Rihanna Hits am Fließband: Kaum ein halbes Jahr nach "Music of the Sun" legte die Sängerin mit "S.O.S", einem Soft-Cell-Sample vom zweiten Album "A Girl Like Me", und der Ballade "Unfaithful" weitere Charterfolge nach. Das dritte Album "Good Girl Gone Bad" verkaufte sich exzellent. 

Viele Preise und noch mehr Talente

Ein Liedchen über das liebste Utensil der Deutschen im verregneten Sommer 2006 katapultierte Rihanna dann endgültig in den Pop-Olymp. Der weltweite R'n'B-Nr.1-Hit "Umbrella" (zu Deutsch: Regenschirm) stand alleine in Großbritannien zehn Wochen an der Spitze der Charts. Wie erfolgreich Rihanna ist, zeigen die 128 Auszeichnungen, die sie bis 2016 schon gewonnen hat. Davon vier "World Music Awards", neun "American Music Awards" und acht Grammys. Wie alle erfolgreichen, hübschen Frauen entdeckten Marketingexperten auch Rihanna als Werbegesicht. Sie unterschrieb Deals mit Nike, J.C. Penney, Clinique und P+G's und sang für alle Spots auch die Werbesongs ein. Selbst im TV probierte sich Rihanna aus, sie war als Gaststar in mehreren Serien zu sehen. Und hat sogar Rollen in Filmen ergattert: 2012 spielte sie die Offizierin "Raikes" in dem Action-Film "Battleship", dem Hauptcharakter des Animationsfilms "Home – Ein smektakulärer Trip" leiht sie außerdem ihre schöne Stimme.

Auch in der Mode hat Rihanna immer wieder ihre Finger im Spiel: So entwarf sie schon Kollektionen für die britische Marke "River Island", brachte mit "MAC" ihre eigene Kosmetiklinie heraus, wurde im März 2015 zum ersten dunkelhäutigen Werbegesicht von "Dior" und kurze Zeit später zur weltweiten Botschafterin der Linie "Women’s Training" von "Puma" – und außerdem die Kreativdirektorin der Marke.

Es scheint also, als hätte nicht nur Barbados, sondern auch Rihanna selbst sehr viel zu bieten.

Rihanna wird zum Megastar

Nach ihrem dritten Album "Good Girl Gone Bad" geht es für die Sängerin ganz groß weiter. An ihrem vierten Album "Rated R" schrieb sie erstmals selbst mit, sogar das Konzept des Albums hat nicht ihre Plattenfirma, sondern sie selbst entwickelt. Und dann ging es richtig los: Rihanna schaffte es, jedes Jahr ein neues Album herauszubringen - und das vier Jahre in Folge, ihr siebtes Album "Unapologetic" erscheint im November 2012. Die erste Single: "Diamonds". Der Song erreichte in über 20 Ländern, darunter Deutschland, Österreich, Frankreich und Großbritannien die Spitze der Charts. Und damit stellte sie einen neuen Rekord auf: Rihanna ist zu diesem Zeitpunkt die erste nicht-deutsche Künstlerin, die mit insgesamt fünf Singles auf Platz 1 der Singlecharts klettern konnte. 

Nach einigen Jahren Pause – und vermutlich trotzdem harter Arbeit – veröffentlicht Rihanna Anfang 2015 zusammen mit Kanye West und Paul McCartney den gemeinsamen Song "FourFiveSeconds" – ihr achtes Studioalbum ist auf dem Weg. Die ungewöhnliche Stilmischung und die minmalistische Produktion des Songs werden von Kritikern hoch gelobt. Im März 2015 dann der nächste Knaller: Rihanna veröffentlichte den Song "Bitch Better Have My Money" – geschrieben von einer Berlinerin. Anfang 2016 passiert es dann: Rihanna und Drake bringen die heiße Single "Work" heraus, einen Tag später schießt das unangekündigte achte Album der Sängerin, "Anti", durch die Decke.

Auch wenn sie nicht mit einer außergewöhnlichen Stimme gesegnet ist - Rihanna versteht es, sich gekonnt verschiedene Stile zu Eigen zu machen. R'n'B, Soca, Reggae, Dancehall, Pop - das Mädchen aus Barbados scheint zu jeder Musikrichtung zu passen. 

Skandale, Kritik und die Liebe

Kritiker warfen ihr vor, zu oberflächlich und zu glatt zu sein. Das saß: Sie bleibt zwar schüchtern, schnürt sich aber in immer härtere, freakigere Outfits aus Lack und Leder, wie um sich eine stachelige Hülle gegen den Spott zuzulegen. Die brauchte sie auch, als sie eine sehr öffentliche Trennung von ihrem Freund Chris Brown durchlebte - der hatte sie während eines Streits in einem Auto geschlagen, die Fotos von Rihanna mit dem blauen Auge gingen um die Welt. Trotz massiver Kritik, die auf sie niederging, schien es so, als wolle sie die Beziehung mit dem Schläger retten. Es dauerte ein wenig, bis Rihanna endgültig mit dem HipHopper abschloss. Der Symbolgehalt für ihr jugendliches Fanpublikum war natürlich nicht zu unterschätzen, die junge Sängerin in einer Verantwortung, die sie vielleicht überforderte. 2012 sah man die beiden allerdings wieder öfter zusammen – es wurde bekannt, dass sie wieder ein Paar sind, was für massive Kritik an Rihanna sorgte. Aber schon im Mai 2013 gab Chris Brown in einem Interview zu, dass sich die Beziehung wieder erledigt hatte. Seitdem gab es nur noch Gerüchte und wilde Spekulationen: Sie soll den Rapper Travis Scott gedatet haben, sich mit Lewis Hamilton getroffen haben und auch mit Hollywood-Schnuckel Leonardo DiCaprio wurde sie gesehen. Außerdem mit Baseball-Star Matt Kemp und auch über die Beziehung zu ihrem Kollegen Drake wurden Gerüchte heiß.

Auch wenn es mit der Liebe noch nicht klappt – die Karriere läuft dafür umso besser. So ist es kein Wunder, dass zu Ehren von Rihanna auf Barbados der 21. Februar zum Feiertag erkoren wurde: der sogenannte „Rihanna Day“.

Alben von Rihanna

  • 2005: Music of the Sun
  • 2006: A Girl like Me
  • 2007: Good Girl Gone Bad
  • 2009: Rated R
  • 2010: Loud
  • 2011: Talk That Talk
  • 2012: Unapologetic
  • 2016: Anti