Starporträt

Rachel Weisz

47 Jahre

Als Verwandlungskünstlerin und Multitalent müsste Rachel Weisz eigentlich Hollywoods Liebling sein. Doch statt "Everybody’s Darling" gibt sie sich lieber als Eisprinzessin

  • Geboren , London, England, Großbritannien
  • VornameRachel Hannah
  • Name Weisz
  • Grösse 1.7 m
  • Sternzeichen Fische
  • Partner Daniel Craig (verheiratet); Darren Aronofsky (2005-2010)
  • Kinder Henry  (*2006)

Biografie von Rachel Weisz

Auch wenn sie ihr zum internationalen Durchbruch verholfen hat, die Rolle der Bibliothekarin Evelyn Carnahan in "Die Mumie" nahm man zwar ab. An ihr haften blieb sie jedoch nicht. Zu interessant, zu talentiert und ja, zu schön, ist die in London geborene Schauspielerin. Auch wenn sie für den Geschmack vieler ein bisschen mehr von sich preis geben könnte.

Prägung durch die Eltern

Ihre Verwandlungskunst als Schauspielerin, die sie von "Der Mumie" über eine Nick-Hornby-Verfilmung bis zur Rolle der Frühzeitemanze in "Aurora" führte, verdankt sie dabei wohl nicht nur den eigenen Fähigkeiten, sondern auch ihren Eltern. Georg und Edith Weisz waren als Juden beide dem Nationalsozialismus entflohen, er aus Ungarn, sie aus Österreich. Gemeinsam bauten sie sich ein neues Leben in London auf. Vater Weisz ist ein Erfinder, ihre Mutter Psychotherapeutin – eine wichtige Mischung für den weiteren Verlauf von Rachels Leben. Denn genau wie ihre Eltern verfolgte sie zunächst eine akademische Laufbahn, wurde an der Eliteuniversität in Cambridge angenommen.

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Mehrere Standbeine

Doch sie wäre nicht sie selbst, hätte sie nicht auch dann schon längst mehrere Eisen im Feuer gehabt. Neben Modelaufträgen hier und da hatte Weisz sich längst in der Schauspielbranche umgesehen, gründete kaum an der Uni angekommen auch schon eine Theaterkompanie. Den Drang ihrer Eltern, zur feinen Elite gehören zu wollen, konnte sie allerdings nie ablegen.

Zwischen Blockbuster und Independent-Film

Einer gewissen Doppeldeutigkeit blieb sie treu, immer schwankend zwischen Anspruch und Wirklichkeit, zwischen Nischenfilm und Kassenschlager. Als sie in einem Interviewdarauf angesprochen wird, dass ihr Durchbruch erst mit kommerziellen Film wie "Die Mumie" und "Außer Kontrolle" gelungen war, obwohl sie doch eine Schauspielerin mit Niveau sein wolle, antwortet sie nur: "Durchbruch klingt wie ein Outing mit meiner Akne."

Geheimnisvolle Aura

Diese zynische Verschlossenheit ist typisch für Weisz. Sie hilft ihr, sich zunächst die nötige Distanz zu verschaffen. Wer sie knacken will, der muss sich Zeit dafür lassen. Mit ihrem Schneewittchen haften Äußeren, stets von damenhafter Höflichkeit, gehört Weisz nicht zu dem Gros an immer ähnlicher werdenden Hollywood-Stars, die ihr Leben auf den Lippen tragen.

Hinter dieser Mauer an öffentlicher Distanz steckt mehr als die Angst, sich angreifbar zu machen. Profi wie sie ist, könnte es sich dabei um reines Kalkül handeln. "In Hollywood ist kein Platz für Exzentrik. Aber Exzentrik ist das, was Menschen sexy macht."

Elite-Schauspielerin

Selbst auf dem bisherigen Höhepunkt ihres Erfolgs, als sie für ihre Rolle in "Der ewige Gärtner" sowohl mit einem Oscar als auch mit einem Golden Globe ausgezeichnet wurde, erfuhr die Welt nicht viel mehr von dieser blassen, zerbrechlich wirkenden Frau.

Rachel Weisz fährt mit dieser Schiene gut. Sich möglichst weit von der Masse der Hollywoodstars abzuheben, ist ihr gelungen. Denn wahrgenommen wird Rachel Weisz, auch wenn sie in den größten Kommerzfilmen unserer Zeit mitwirkte, als Star für den ganz besonderen Film. Sie zählt zur Elite und ist damit schon lange angekommen, wo sie hinwollte.

Filme mit Rachel Weisz (Auswahl)

  • 2007: "My Blueberry Nights"
  • 2008: "Vielleicht, vielleicht auch nicht" ("Definitely, Maybe")
  • 2008: "Brothers Bloom" ("The Brothers Bloom")
  • 2009: "Agora – Die Säulen des Himmels" ("Agora")
  • 2009: "In meinem Himmel" ("The Lovely Bones")
  • 2010: "Whistleblower – In gefährlicher Mission" ("The Whistleblower")
  • 2010: "The Thief" (Regie)
  • 2011: "360"
  • 2011: "Die Verschwörung – Verrat auf höchster Ebene" ("Page Eight", Fernsehfilm)
  • 2011: "Dream House"
  • 2011: "The Deep Blue Sea"
  • 2012: "Das Bourne Vermächtnis" ("The Bourne Legacy")
  • 2013: "Die fantastische Welt von Oz" ("Oz the Great and Powerful")
  • 2013: "Regina" (Dokumentarfilm, Stimme)
  • 2015: "Ewige Jugend"