Starporträt

Prinzessin Madeleine

Von der "schönsten Prinzessin Europas" zur "traurigsten Prinzessin" - Prinzessin Madeleines heile Welt zerbrach vor den Augen der Welt. Doch sie hat sich eine neue Welt geschaffen und dabei starke Seiten an sich entdeckt

Bekannt als Prinzessin Madeleine
Vorname Madeleine Thérèse Amelie Josephine
Name Bernadotte, Herzogin von Hälsingland und Gästrikland
Geburtstag 10. Juni 1982
Alter 34 Jahre
Geburtsort Schweden/ Stockholm/ Schloss Drottningholm
Größe 1,70 m
Sternzeichen Zwillinge
Die Clique

3 von 5

Was Sie wissen sollten - Biografie

"Die schönste Prinzessin Europas" – es gibt vermutlich keine Zeile, die über Prinzessin Madeleine, das Nesthäkchen der schwedischen Königsfamilie, häufiger geschrieben wurde. Sie schien so abonniert auf die Rolle des Sonnenscheins mit Spaß am Skifahren, Feiern und Shoppen, dass man "Madde" für das lebendig gewordene Klischee eines ganz niedlichen, aber auch irgendwie banalen Prinzesschens halten konnte. Haben viele auch. Sogar unter Adelsfans hatte der Blondschopf Neider und Kritiker.

Die Verlobung mit Jonas Bergström

Als Prinzessin Madeleine dann im Juni 2009 von einem gut aussehenden Juristen aus guter schwedischer Familie einen Verlobungsring angesteckt bekam, als sie das im August 2009 strahlend öffentlich machte, da war sie endgültig Symbol für jemanden, der offenbar immer auf der Sonnenseite des Lebens steht – schon seit dem Sommer im Jahr 1982, als sie als drittes Kind von König Carl Gustaf und Königin Silvia zur Welt kam.

Die ältere Schwester Victoria kämpfte mit der Thronfolgerrolle, Magersucht und einer Lese- Rechtschreibschwäche. Der Bruder kämpfte irgendwie auch damit, dass er mal kurz Thronfolger war, dann aber wegen einer Verfassungsänderung nicht mehr. Nur Madeleine, die kämpfte höchstens mit ihrer Kreditkarte, schien es.

Der Betrug, die Entlobung, die Flucht

Wie erschütternder also, als dann plötzlich das Kartenschloss mit Rumms und Riesenrauschen in sich zusammenfiel: Als die Prinzessin quasi vor den Augen der Welt von ihrem langjährigen Freund betrogen wurde, zumindest kam die Geschichte, die eine Affäre aus Norwegen erzählte, durch alle Zeitungen bei der Prinzessin an. Das war im April 2010, näheres zur Hochzeit war noch nicht geplant worden, weil im Juni erst noch die Vermählung von Madeleines Schwester Victoria anstand.

Einige Tage lang bemühte sich der Hof noch um Ruhe und eine Atempause für Madeleine. Doch nach vier Tagen war offiziell: Die Verlobung wird gelöst, das Paar trennt sich. Ein schwerer Schritt für den Palast - die Monarchien mit ihrer Symbolik von Kontinuität und Stabilität tun sich schwer mit allen einmal veröffentlichten Beziehungen, die auseinandergehen. Eine Katastrophe für die kleine Prinzessin, die in Schweden keine ruhige Minute mehr hatte und ins große, anonymere New York flüchtete.

Ein neues Leben in New York

Aus den zunächst geplanten zwei Wochen wurden Jahre, Madeleine stieg tiefer als zuvor in die im Big Apple ansässige Stiftung ihrer Mutter, „"World Childhood Foundation" ein und im Rahmen dessen auch langsam wieder an die Öffentlichkeit. Ihre Haare wurden dunkler, ihre Hüften etwas breiter und ihr Lächeln wieder glücklich. Das lag auch daran, dass sie in New York letztlich einen neuen Mann kennenlernte: Christopher O'Neill, halb Brite, halb Amerikaner, Society-gewohnt, irgendwie geldadelig.

Der ist zwar kein Vorzeigeschwiegersohn wie der letzte – er lächelte wenig, wollte mehr Privatsphäre und machte dann auch noch gewinnsüchtige Finanzgeschäfte. Schweden tat sich erstmal schwer mit dem Neuen an Madeleines Seite. Doch er blieb und machte der Prinzessin aus Europa im November 2012 dann sogar einen Antrag.

Hochzeit am 8. Juni 2013 - und ruckzuck zwei Kinder

Am 8. Juni 2013 war Hochzeit in Schweden. Dem Land, in das Madeleine nach der Jubelhochzeit erstmal nur eine Gastrolle spielte. Und das, obwohl sich blitzschnell ein Hochzeitsnachtbaby ankündigte. Die Schweden konnten kaum verstehen, wieso die Schwedenprinzessin weiter in New York blieb, sogar ihre Tochter im Big Apple zur Welt brachte statt im heimischen Stockholm. Doch Klein-Leonore ist nun auch US-Amerikanerin und das Volk gewöhnte sich daran.

Und freute sich umso mehr, dass die Kleinfamilie im Dezember 2014 erst verkündete, eine größere Familie zu werden - Baby Nummer zwei hatte sich angekündigt. Und dass es für Madde und Familie dann nach Schweden ging. Prinzessin Madeleine, Chris und Leonore sind dort übergangsweise in ihre alte, wenn auch aufwändig umgebaute und vergrößerte Fünfzimmer-Wohnung gezoge. Passt besser zu einer Familie als das loftige Zweizimmerstudio in New York. Leonore hatte so die Chance, ihre ersten Worte - sie ist eineinhalb Jahre alt - vielleicht sogar auf Schwedisch zu sprechen, hier in der Nähe von Oma und Opa König und ihrer Cousine, Prinzessin Estelle.

Die Familie lässt sich in London nieder

Dass das Kosmopolitenpaar nur übergangsweise in Schweden bleiben wollte, das traf die Royalfans unter den Bürgern dann wieder. Nach einem halben Jahr wurde Stockholm schon wieder zu eng, kurz nach der Geburt ihres Sohnes, Prinz Nicolas Paul Gustaf, geht es weiter nach London. "Es ist nie geplant gewesen, langfristig in Schweden zu bleiben", versicherte Chris O'Neill, der Buhmann in der Geschichte, dann im Juli 2015 in einer großen schwedischen Zeitung und rechtfertigt sich mit seinem Job in London. Doch nicht nur das lockt: In London lebt nämlich Chris' Familie und Madde studierte dort, gerne, hört man. Na dann: Royales Kommen und Gehen ist man in der britischen Hauptstadt ja gewohnt.



Autor: Claudia Fudeus

Look-o-Mat: Prinzessin Madeleine von Schweden