Starporträt

Prinzessin Eugenie

27 Jahre

Vom Thron aus gesehen mag Prinzessin Eugenie von York in zweiter oder dritter Reihe stehen, weit hinter ihren Cousins William und Harry und jenseits der großen Verpflichtungen. Was manch einer als Nachteil sehen könnte, bringt ihr aber Vorteile. Denn so ist sie im Hauptberuf nicht Prinzessin oder königliche Hoheit, sondern macht das, wofür ihr Herz schlägt

  • Geboren , London, England
  • VornameEugenie Victoria Helena
  • Name Mountbatten-Windsor
  • Grösse -
  • Sternzeichen Widder
  • Partner Jack Brooksbank (seit 2010); Otto Brockway (2009-2010)

Biografie von Prinzessin Eugenie

Prinzessin Unauffällig, so könnte man nennen. Denn die Queen-Enkeltochter fällt nicht negativ auf, tanzt nicht aus der Reihe und wusste sehr früh, was sie werden will. Berufswunsch Prinzessin? Keineswegs.

Kurzes Familienglück bei den Yorks

Eugenie kam am 23. März 1990 als zweite Tochter von Prinz Andrew und seiner Frau Sarah in London auf die Welt. Sie war das sechste Enkelkind von und nur 21 Monate jünger als ihre Schwester Beatrice.

Das Familienglück im Hause York hatte, kurz nach der Geburt der zweiten Tochter, bereits deutliche Risse, die nicht mehr zu kitten waren. Eugenie war keine zwei Jahre alt, als im “Annus Horribilis”, dem Schreckensjahr der Queen, die Trennung ihrer Eltern bekanntgegeben wurde. 

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Die Scheidung der Eltern

Vier Jahre später wurden Andrew und “”, so nannte man die geborene weithin, geschieden. Der Prinz und seine Ex-Frau teilten sich das Sorgerecht für die Töchter und schafften das Kunststück, Beatrice und Eugenie eine skandalfreie Kindheit und Jugend zu verschaffen. Das war - nach all den pikanten Enthüllungen über ihr Liebes- und Eheleben - nicht zu erwarten gewesen.

Die Prinzessinnen hatten also das Glück, weitgehend normal und ohne Dauerbeobachtung aufwachsen zu können. Als Teil der königlichen Familie erlebte man die Heranwachsenden nur, wenn es zur Großmutter zu offiziellen Anlässen in den Buckingham Palace oder nach Sandringham ging. Eugenie flog quasi unter dem Radar der Presse. Genug negative Geschichten über Mitglieder der Familie York hatte es ja auch schon gegeben ...

Aber auch: Eugenie, die Laute

In einem Interview mit dem “Tatler” lobte die damals 18-jährige Prinzessin ihre Eltern als die besten geschiedenen Eltern. Ohne ihre Mutter zu fragen, treffe sie keine Entscheidung und ihr Vater sei ein Fels, sagte die Prinzessin im Interview mit "Harper's Bazaar".

Die Prinzessin selbst charakterisierte sich mit 18 als schüchterner als ihre Schwester Beatrice und diejenige, die sich weniger gerne herausputze. Ihr falle es schwer, so gestand sie, als erstes einen Raum zu betreten und die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen - diesen Part überlasse sie gerne der älteren Schwester. Wenn das Eis allerdings erstmal gebrochen sei, sei sie die Lautere von beiden, und Beatrice die Höflichere, während sie selbst, wie ihr Vater, zu gelegentlichen Temperamentsausbrüchen neige. 

England

Familie Windsor

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Kunst ist ihr Ding

Ein Hindernis stellten diese Charakterzüge beim Erwachsenwerden wohl nie dar. Eugenie machte 2003 ihren Abschluss am Marlborough College in Wiltshire mit den Schwerpunkten Kunst, Literatur und Geschichte. Die Universität von Newcastle beendete 2012 mit einem Bachelor-Abschluss. Damit war Zweitgeborene fit für den Einstieg ins Berufsleben und brauchte keine lange Orientierung, um herauszufinden, was sie machen wollte. "Harper’s Bazaar“ erzählte sie 2016: "Ich liebe Kunst seit ich sehr klein bin. Ich wusste, dass ich garantiert kein Maler werde, aber ich wusste, dass das die Industrie für mich ist.“ Eugenie absolvierte Praktika, heuerte 2013 bei einem Online-Auktionshaus an und übersiedelte nach New York. Zwei Jahre später kehrte sie nach London zurück, um für eine Galerie für zeitgenössische Kunst zu arbeiten. Mit 27 Jahren wurde sie dort bereits zur leitenden Angestellten befördert und managt Ausstellungen und Events und pflegt die Kontakte zu den Künstlern.

Ganz ohne royale Aufgaben geht es nicht

Als Prinzessin gänzlich ohne Schirmherrschaft zu sein, geht bei den Windsors nicht. Ihr Arbeitgeber zeige sich sehr verständnisvoll, sagte Eugenie "Harper's Bazaar", wenn familiäre Verpflichtungen anstünden. So sieht man sie bei den typischen Events, "Trooping the Colour" oder der alljährlichen Weihnachtsfeier mit gemeinsamem Kirchgang in Sandringham.

Sie unterstützt auch die eine oder andere Organisation, hilft Gelder einzuwerben und ist Namenspatin. Im Vergleich zu ihren Cousins William und Harry taucht sie in der jährlichen Statistik der royalen Termine sehr weit hinten auf, was jedoch ihrem Platz in der Thronfolge entspricht. Und mit jedem neuen "Royal Baby“ von William und Kate (oder Harry) rutscht Eugenie weiter nach hinten.
Ein Problem damit dürfte sie nicht haben. Im Gegenteil. Sie hat ein eigenes Leben, das ohne royale Verpflichtungen (und Apanage) wunderbar läuft.

Karriere und dann Hochzeit?

Herzogin Sarahs zweite Tochter kann mit unter 30 bereits eine respektable Karriere in der Kunstwelt vorweisen und ihr Lebenslauf ist ohne Ecken und Kanten. Bleibt noch das Privatleben. Auch hier läuft es seit Jahren skandalfrei-gut. Man munkelte bei ihr und ihrem Langzeitfreund Jack Brooksbank sogar von einer heimlichen Verlobung. Offiziell gab es dazu nie eine Verlautbarung.

Dass sie auf Magazin-Covern großartig aussehen kann, hat sie bereits bewiesen. Sollte es aber zu einer Hochzeit kommen, wird Eugenie für einen Moment aus der zweiten oder dritten Reihe treten müssen und darf sich feiern lassen. Mit royalem Pomp und "Granny" in der ersten Reihe - denn die darf dann natürlich nicht fehlen.