Starporträt

Prinz Harry

Aus Prinz Harry, "dem Robbie Williams des Adels", ist mit 31 Jahren ein gestandener Soldat und ein engagierter Prinz im Dienste der Familie Windsor geworden. Lausbübische Sätze und Lachfältchen sind ihm dennoch geblieben

Bekannt als Prinz Harry
Vorname Henry Charles Albert David
Name Mountbatten-Windsor
Geburtstag 15. September 1984
Alter 31 Jahre
Geburtsort UK / England / London
Größe 1,88 m
Sternzeichen Jungfrau
Die Clique

3 von 5

Biografie:
Was Sie über Prinz Harry wissen sollten

Prinz Harry ist der Prinz mit den vielen Spitznamen: Zweitgeborener, Party-Prinz, "Dirty Harry", "Robbie Williams des Adels" und begehrtester royaler Junggeselle … Die Liste ist lang. Dass er "nur" der zweitgeborene Sohn von Prinz Charles und Prinzessin Diana ist, hat den größten Einfluss auf sein Leben. Während sein großer Bruder Prinz William einmal den Thron erben wird, musste sich Harry sowohl beruflich als auch für seine Rolle in der königlichen Familie eine eigene Perspektive suchen.

Der wilde Zweitgeborene

"Harry wusste schon ab dem vierten oder fünften Lebensjahr, dass er die zweite Geige spielt hinter seinem Bruder, dem Thronfolger," so erinnert sich sein persönlicher Leibwächter Keneth Wharfe. Während sich William mental auf die Übernahme der "Firma Windsor" vorbereiten musste, konnte Harry all die Schauplätze aufsuchen, die zum "Dolce Vita" gehören. Natürlich nicht allein, sondern wie es sich gehört mit der passenden Besetzung von B-Schauspielerinnen, Models, weltbekannten Partygirls und Töchtern von Rockstars.

Die Krönung leistete er Anfang 2005 bei einer Kostümparty mit dem Motto "Kolonialzeit und Eingeborene". Während Thronfolger William sich für ein poussierliches Wildkatzen-Kostüm entschieden hatte, kam Harry mit Hakenkreuz-Armbinde, welche an das Afrika-Corps von Erwin Rommel erinnern sollte. Die Weltpresse war alarmiert. Doch erst auf Druck seines Vaters entschuldigte sich Harry für seine "Dummheit".

Harry feiert gern, manchmal ein bisschen zu heftig

Wie er zu seinem Spitznamen "Dirty Harry" kam? Im Sommer 2006 schockierten Fotos des stark alkoholisierten Rebells, auf denen er am Ausschnitt der sieben Jahre älteren Natalie Pinkham herumfingerte. Doch die Fotos waren zu dem Zeitpunkt bereits drei Jahre alt, er wollte es also schon als 18-Jähriger wissen.

Obwohl Harry sich als "His Royal Highness" titulieren lässt, ist seine Vorliebe für Hochprozentiges jeglicher Couleur nicht ganz so standesgemäß. Jedenfalls nicht, wenn es hübsch nacheinander mit Cola dekoriert als "Island Ice Tea" in den Privatclubs "Pangea", "China White" und "Boujis" serviert wird und die Bodyguards auf dem Rückweg Babysitter spielen müssen.

Was in Vegas passierte, blieb leider nicht in Vegas

2012 sorgte er noch einmal für einen Skandal: Bei einer Partie Strip-Billiard mit sechs jungen Damen in Las Vegas entstanden pikante Fotos, bei der er seine - so titelte die britische Presse - "Kronjuwelen" nur mit seiner Hand bedeckt hielt. Die Bilder des (fast) nackten Windsor-Sprosses gingen wiederum um die Welt und dürften daheim im "Buckingham Palace" niemanden amüsiert haben.

Nach all diesen schlagzeilenträchtigen Auftritten, den Partyexzessen, Trinkgelagen und pikanten Titelseiten ist es in den letzten Jahren aber ein bisschen ruhiger um den Prinzen geworden. Ob sich Harry allerdings mehr zurückhält oder inzwischen nur geschickter darin ist, sich in durchzechten Nächten nicht mehr filmen und fotografieren zu lassen, ist nicht ganz klar.

Großer Auftritt beim Militär

Beruflich bewegt er sich weiter auf der Karriereleiter nach oben. Er entschied sich – so wie es viele Royals machen - für eine Karriere bei den Streitkräften, schlug die Offizierslaufbahn ein und wurde sogar in Krisengebieten in Afghanistan eingesetzt. Die Presse erfuhr davon - zum Schutz des Prinzen und seiner Kameraden vor verstärkter Terrorgefahr - erst hinterher. Harry und das Militär - das ist eine Liebesgeschichte. Hier fühlte sich der zweitgeborene Windsor wertvoll, aufgenommen, konnte sich auf eine Weise positionieren, die seinem Bruder nie möglich gewesen wäre. Deswegen fiel es Prinz Harry sicher nciht leicht, seine Militärkarriere zum Sommer 2015 hin an den Nagel zu hängen, um sich noch mehr in die Repräsentationsaufgabender Familie einspannen zu lassen.

Engagement für versehrte Soldaten

Ein Herzensprojekt des Royals vereint allerdings beide Aspekte: "Walking with the Wounded" heißt ein Projekt, in dem kriegsversehrte Soldaten 1000 Meilen weite Märsche an unwirtliche Orte durchziehen - under Prinz macht mit. Außerdem engagiert sich der Prinz für die "Invictus Games" , eine Art Paralympics für verletzte Soldaten, und hat damit einen britischen Ableger der US-Wettkämpfe "Warrior Games" ins Leben gerufen.

Auch sonst gewinnt er in seiner Rolle als Repräsentant der Krone immer mehr Profil: Auf Solo-Touren im In- und Ausland beweist er, dass er unbefangen und locker auf die Menschen zugehen kann und sorgt für Begeisterung. Mit gleichem Engagement kümmert er sich um seine Charity-Organisation "Sentebale", die er zusammen mit seinem Freund, Prinz Seesio von Lesotho, betreibt.

Noch keine Hochzeit in Sicht

Schlagzeilenträchtig ist nach wie vor sein Liebesleben. Von seinen Freundinnen der letzten Jahre blieben vor allem Chelsy Davy und Cressida Bonas in Erinnerung. Beide waren blond, beide waren in der britischen Society unterwegs. Aber obwohl sie sich mit Harry einen der begehrtesten Junggesellen überhaupt geangelt hatten, hielt die Liebe nicht. Von einer seiner Verflossenen war zu hören, sie habe dem ständigen Druck und der ständigen Beobachtung als Frau an der Seite des Queen-Enkels nicht standhalten können. Und genau das, dürfte eines der Probleme sein. Obwohl Prinz Harry "nur" der Zweitgeborene ist, der Nicht-Thron-Erbe, trägt er doch einen sehr großen Namen.